Zähneknirschen und Zähne

Was geschieht eigentlich beim Zähneknirschen mit den Zähnen? Kann man Zähneknirschen selbst erkennen? Erfahren Sie, wie Sie die verschiedenen Merkmale beim Zähneknirschen allgemein selbst erkennen können. Was sind die herkömmlichen Hilfsmaßnahmen und was bewirken sie wirklich.

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Zähneknirschen verändert die Zähne und dadurch auch die Bissverhältnisse des Kiefers. Man sollte diese unliebsame Gewohnheit nicht unterschätzen. Erst mit zunehmendem Alter zeigen sich die weitere nachteilige Auswirkungen, die mitunter das gesamte Gesicht verändern können. Zähneknirschen ist keine Gewohnheit, die bei allen gleich ausgeführt wird. Und sie ist mehr als nur das Wetzen der Zähne gegeneinander.

Betroffenen wird weis gemacht, dass Sie nur Nachts knirschen und dagegen nur eine Knirscher-Schiene tragen sollten und schon haben Sie Alles Notwendige dafür getan. Leider nein. Sie haben lediglich das getan, was aus medizinischer Sicht geglaubt und verbreitet wird und das grenzt eher an ein vorsintflutliches Vorgehen. Man knirscht nicht nur nachts, sondern man knirscht den ganzen Tag.

Es wird eine Knirscher- oder Beiss-Schiene angefertigt, die normalerweise von einem Zahntechniker angefertigt wird. Eine Arbeit, die keine großen Kenntnisse erfordert (ein Lehrling im 1. Lehrjahr kann dies schon). Auch die Preise zur Herstelleung sind sehr erschwinglich. Das Einschleifen des Zahnarztes ist keine besondere Herausforderung, die Erklärungen für eine "Rechtfertigung an Kompliziertheit" schon. Was jedoch der Patient oder die Kasse dafür zahlen muss, das steht in keinem Verhältnis. Knirscherschienen sind deshalb einfach zu erstellende Geldquellen und niemand prüft das nach, ob sie notwendig sind oder nicht. Massenware zum Luxuspreis.

Die Kauebene hat bei jedem eine unterschiedliche NeigungsbahnZähneknirschen hat natürlich auch einen Einfluss auf das Kiefergelenk und die Kauebene. Das ist die Ebene, in der sich die Kieferbewegung und das Kauen abspielen. Auch der Neigungswinkel des Kiefergelenks verändert sich und wird abgenutzt. Das Abscheuern der Zähne hinterlässt sichtbare Abrasionsflächen.

Zähne unterliegen tagtäglich ungeheuren Kräften, denen man sich nicht wirklich bewusst ist. Davon würde jeder Sportler träumen, wie extrem kräftig so eine Kaumuskulatur ist. Kräfte mit mehreren 100 Kilogramm wirken auf die Zähne ein. Auch die Zähne selbst sind sehr hart, besonders der Zahnschmelz mit einer Mohschen Härte von. Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz, die der menschlichen Körper herstellen kann. Beim Zähneknirschen spielen der Biss genauso eine Rolle, wie der Kaudruck mit den Bewegungen selbst. Kleinste Veränderungen lösen eine Kettenreaktion, die man erst Jahre später erkennen kann.


Bissveränderungen führen zu unschönen Veränderungen

Kauebene kann sich durch Bißverschiebungen verändernDurch kleinste Veränderungen im Bissbereich, der immer einen Spielraum aufweist, verändert sich die Neigungsbahn der Kauebene. Im Bild wird diese Kaueben rot dargestellt. Durch unbewusste Verspannungen oder Gewohnheiten verändert sich diese. Selbst kleine Bisserhöhungen und Zahnveränderungen durch Füllungen und Zahnersatz, hauptsächlich im Backenzahnbereich (Prämolaren und Molaren) führen zu Veränderungen. Zwar kann man die Neigung des Unterkiefers und die Kauebene künstlich in einem Artikulator simulieren (Gerät im zahntechnischen Labor, in welchem die Modelle des Ober- und Unterkiefers fixiert und Bewegungen simuliert werden), doch es geht nichts über die eigenen Zähne. Diese so lange wie möglich zu erhalten sollte das Ziel sein.

Bei vielen Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens die natürlichen Kaumuster durch verspannte Muskulatur. So entstehen ungeheure Druckverhältnisse, die kein Zahnarzt der Welt ausgleichen kann. Diese Druckverhältnisse, die durch Verspannungen entstehen bezeichnet man als Zähneknirschen, Pressen oder Malmen. Nur jeder selbst kann sie verändern, lösen und beheben.

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Zähne sind so gewachsen, dass sie ineinander verzahnen. So wie im linken Video. Hier sieht man deutlich wie die Höcker ineinander greifen. Beim Zähneknirschen wetzen sich diese Verzahnungen immer mehr ab. Auch andere Verspannungsmuster wetzen oder scheuern die Zähne ab. Die sichtbarsten Veränderungen entstehen im Frontzahnbereich, am gravierendsten betroffen sind die unteren Schneidezähne.

Sie haben sicherlich schon Menschen mit solchen kurzen Unterkiefer-Frontzähnen gesehen. Der Zahnschmelz ist komplett abgewetzt und das dunklere Dentin und sogar die Pulpa ist sichtbar. Dies jetzt durch Zahnersatz korrigieren zu lassen löst nicht das ursächliche Problem. Die Zähne verkürzten sich ja durch die Gewohnheit und die veränderten Bissverhältnisse und können nicht durch einen Zahnarztbesuch korrigiert werden. Ein Zahnarzt kann keinen Biss korrigieren, denn der wird über die Muskulatur gesteuert. Dubiose Schienen-Therapien ändern hier auch nichts, im Gegenteil, sie verschlimmern Alles noch. Doch das dauert Jahre und niemand käme dann auf den Gedanken dies einer solchen Therapie zuzuschreiben.

Nur sie selbst können solche Veränderungen vornehmen. Ein Zahnersatz in einem solchen Zustand bewirkt, dass sich der Zahnersatz wieder abwetzt. Als Alternative wird eine Schiene angeboten. Damit ist aber keine Ursache gelöst. Jeder kann aktiv etwas tun. bewusst und in kleinen Schritten. Durch Übungen wird der Kieferdruck vermindert und langsam die Spannung gelöst. Eine Schienen-Therapie ist ein brachialer Gewaltakt, der wie ein zu enger Schuh etwas herbeiführen will, was unnatürlich ist. Leider lassen sich viel zu viele Menschen etwas aufschwatzen, ohne auch nur einmal logisch darüber nachzudenken. Wir vertrauen bald nur noch irgendwelchen Geräten und Hilfsmitteln statt uns auf uns selbst zu besinnen.


Schauen Sie Ihre Zähne an

Sie wollen wissen, ob Ihre Zähne betroffen sind? Kein Problem! Nehmen Sie einen Spiegel zur Hand und schauen Sie Ihre Zähne mit heller Beleuchtung oder Tageslicht genauer an. Weisen Ihre Zähne normale Abrasionsflächen, wie im Video gezeigt auf oder sind sie bereits stärker abgewetzt? Im kleineren Umfang ist es normal, doch es gibt auch erhebliche Abnützungserscheinungen, bis zum Bruch von Zähnen.

Frontzähne des Ober- und Unterkiefers 1 bis 3Die erste Abscheuerung von Zähnen geschieht im Oberkiefer und Unterkiefer und zwar an den Eckzähnen, den 3ern. In der Grafik rechts sehen Sie wie gezählt wird. Die Eckzähne sind normalerweise spitz. Diese Spitze verlieren Sie durch Veränderung der Bisverhältnisse nicht durch die Aufnahme von Nahrung. Sie müssten dann schon Nussschalen knacken oder Bierflaschen öffnen um dieses Abwetzen zu erreichen. Mit der Nahrungsaufnahme geschieht das weniger, da die Zähne durch die Nahrung nicht in dem Maße berühren, wie es beim Zähneknirschen der Fall ist. Erst hierbei werden die richtigen Kaudruckkräfte freigesetzt, die Zähne zum Abwetzen oder Splittern bringen.

So verlieren die 3er Ihre Spitze, danach folgen die unteren Frontzähne 1er und 2er. Je nach Bissverhältnissen und Wachstumsstand der Zähne radieren sich auch die 4er (Prämolaren) ab. Diese gehören schon zu den Backenzähnen, weisen aber nur jeweils einen Kauflächenhöcker vorne und hinten auf. Haben sich erst einmal die Frontzähne abgenutzt, dann kann sich jeder Laie vorstellen, dass hierbei der ehemalige Biss nicht mehr stimmen kann. Das bedeutet zudem, dass sich die vormalige Kauebene mit dem Neigungswinkel des Unterkiefers verändert hat. Jeglicher Zahnersatz, der hier gemacht wird, erfolgt mit diesem selbst-deformierten Biss. Wer sich dies selbst zugefügt hat, kann es auch nur wieder selbst beheben. Bissverhältnisse können von einem Zahnarzt nur in minimaler Form vorgenommen werden. Die echte Korrektur erfolgt über den Eigentümer selbst.

Eine solche Korrektur ist kein einfaches Unterfangen, die die Gewohnheit der Muskulatur enorm ist. Hier ist Fleiß, Ausdauer und Wollen wichtig. Nach einer solchen Korrektur können die Zähne dann überkront oder neu gestaltet werden.


Kieferverspannungen verändern das Gesicht

Knirscher entwickeln eine starke Muskulatur, die das Gesicht verändertBis heute glauben viele über Mimik Alles zu wissen. Ein Trugschluss! Mimik ist mehr als nur ein wenig Stirne runzeln und böse oder freundlich drein blicken. Auch der vermeintliche Spruch: "Die Augen sind der Schlüssel zur Seele" täuscht über die Wirklichkeit hinweg. Es sind reine Oberflächlichkeiten, die in der Wirklichkeit anders aussehen. Viele Verspannungsmuster wird auch über und durch das Gesicht erzeugt. Sie sind unnötig und führen nicht nur zu verschiedenen Symptomen, sondern auch zu unnötigen Falten und Gesichtsveränderungen, wie es eine Teilnehmerin zeigt.

Verspannungen durch Zähneknirschen zeigen sich in unserem Gesicht oder besser ausgedrückt: ein Knirscher entlarvt sich selbst. Der Musculus Masseter, der äußere Kaumuskel ist hauptsächlich sichtbar am Zähneknirschen beteiligt und er entwickelt sich auch entsprechend. Mit dem Zähneknirschen betreibt jeder tagaus, tagein Muskeltraining. Das kann man auch äußerlich erkennen. Viele Menschen haben das, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Doch die schlimmste Veränderung des Gesichts kommt noch. Es Muskelveränderungen, die unser Gesicht komplett verändern. Niemand denkt sich dabei etwas und hält das Alles für normal. Weit gefehlt! Das komplette Gesicht wird unschön verzerrt. Leider kommen solche Gesichter heutzutage immer häufiger vor, ein Zeichen dafür, wie immer mehr verspannt unsere heutige Gesellschaft ist und wird.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 164 Tagen.
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