Zähneknirschen und weitere Symptome

Zähneknirschen kann zu weiteren körperlichen Symptomen führen. Das kann, muss aber nicht unbedingt sein. Das hängt mit dem Grad des Knirschens zusammen und welche weiteren Muskeln noch betätigt werden. Denn das Zähneknirschen tritt alleine meist nie auf, sondern es spielen weitere Faktoren eine Rolle.

Zähneknirschen oder besser die Zähne zusammenpressen betätigt die Nackenmuskulatur. Ein völlig natürlicher Vorgang. Das alleine löst noch gar nichts aus. Beim sprechen geschieht dies nämlich auch. Sonst müsste jeder, der einen Beruf hat, in dem er viel Sprechen muss ja Nackenprobleme bekommen. (Leider kommt das auch häufig vor und mit Massagen oder Anwendungen löst man keine Ursache.) Eine aktiv benutzte Muskulatur ist noch keine verspannte Muskulatur. Verspannungen entstehen erst, wenn man die Muskeln auch in unbenutztem Zustand anspannt. Genau das geschieht eben häufig beim Zähneknirschen und darin liegt das Problem. Mit mechanischen Mitteln, wie einer Knirscherschiene, kann man nur Zähne schützen, das Zähneknirschen selbst behebt sie nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Durch den Fremdkörper im Mund knirscht man erst recht.

Berühren Sie einmal an ihrem Hals die Nackenmuskulatur. Drücken Sie etwas kräftiger zu und beißen Sie die Zähne zusammen oder sprechen Sie irgendeinen Satz? Spüren Sie ihre Muskeln? Falls nicht, sind diese schon angespannt. Ein Muskel, der angespannt ist, kann nicht noch weiter anspannen. Wenn Sie eine Faust machen und ganz fest zudrücken, dann können Sie nicht noch fester drücken. Das ist der Grund, warum vielleicht der ein oder andere überhaupt nichts fühlt. Oder, und das kommt auch häufiger vor, Sie haben einfach kein Gefühl dafür. Diese Eigenschaft tritt bei Männern häufiger auf, als bei Frauen. Aber machen Sie sich nichts daraus. Um eine Maschinen zu benutzen muss ich sie beherrschen können. Mit dem Körper ist es ähnlich.

Es gibt auch Menschen, die überhaupt nicht Zähneknirschen und dennoch die Kaumuskulatur anspannen. Ein ganz raffinierter Trick, der nur durch Erfahrung entlarvt werden kann. Von außen sieht man dies nämlich nicht. Die Muskelanspannung im Kaubereich kann zu unterschiedlichen Symptomen führen, die bei richtiger Übung rasch verfliegen. Wer allerdings starke Verspannungen hat, der hat oftmals Schwierigkeiten die Übungen gleich zu können. Besonders Frauen haben damit größere Schwierigkeiten als Männer.

Verspannungen im Kieferbereich können zu Migräne führen. Diese äußert sich im Schläfenbereich bis hin zu den Augenpartien und dem Kieferast vor dem Ohr. Hier können krampfartige Verspannungen gefühlt werden. Auch die Hörsturz gehört dazu. Er hat nichts mit dem Ohr zu tun, sondern ist eine starke Verkrampfung der Muskulatur, die bis ins Ohr führt.

Schmerzen im Unterkiefer können auftreten, die sich äußern als Zahnschmerz äußern können. Die Schmerzen können sich bis in den Oberkiefer ziehen und auch dort zu Schmerzen führen, die bis in die Zähne empfunden werden. Manches Mal hat man das Gefühl als ob irgend Etwas den Oberkiefer auseinander drückt. Es ist die empfundene verkrampfte Muskulatur.

Kieferkrämpfe können auch soweit gehen, dass Gesichtslähmungen bis hin zu einem Taubheitsgefühl entstehen. Ich hatte einmal einen solchen Fall. Die Frau hat sich viele Jahre damit herumgeschlagen und ging von Arzt zu Arzt und von Therapeut zu Therapeut. Nichts hat geholfen, bis sie zu mir kam. Nach zweimaligem Training war dieses Taubheitsgefühl un die halbseitige Lähmung vollkommen verschwunden und ist bis heute so geblieben. Sie konnte es überhaupt nicht fassen und war nur enttäuscht von den vielen Arztbesuchen, die sie unnötig machte.

In einem solchen Fall ärgern mich Behauptungen ohne Wissen. Wenn jemand, und für mich zählen Ärzte hier dazu, nicht weiß, woher etwas kommt, dann sollte man dies zugeben und nicht irgend eine Theorie zusammenreimen. Jeder stößt an seine Grenzen und auch ein Arzt ist nicht allwissend. Das ist ja nicht schlimm. Viel schlimmer ist es, so zu tun, als wüsste man die Ursache. Das stimmt in vielen Bereichen leider nicht.

Manche Menschen bekommen auch plötzlich richtige Kieferkrämpfe und müssen abwarten, bis sich die Muskulatur wieder beruhigt hat. Selbst ein Hirnschlag kann durch Kieferverkrampfungen ausgelöst werden. Aber nicht durch den Krampf alleine, sondern weil viele dabei auch die Luft anhalten und das Blut in das Hirn pumpen. Das kann man auch künstlich erzeugen und haben sicher viele schon als Kind gemacht. Man bekommt dabei einen hochroten Kopf. Dies bewusst herbeizuführen ist aber eine ganz andere Sache als es unbewusst zu tun.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 164 Tagen.
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