Viele verspannte Menschen - zu viele

Schlendert man durch die Straßen und beobachtet die vielen verschiedenen Menschen, junge, wie alte, so erschrecke ich immer wieder aufs Neue. Leider gibt es viel zu viele, die absolut "verspannt" durchs Leben gehen. Ich sehe ihnen an was sie haben. Sehe, was ihnen fehlt. Ich kann es in groben Zügen an ihrer Haltung, ihrem Aussehen und ihren Bewegungen erkennen. Im Sommer besser, wie im Winter. Klar, die Kleidung verdeckt viel. Der Sommer ist deshalb wesentlich erschreckender.

Da sieht man Menschen mit deformierten Körpern, deren Rücken krumm und schief ist. Man sieht Menschen, die einseitig laufen und stehen. Man sieht bestimmte Unarten, die, wie ich weiß, zu Spätfolgen führen. Da dreht einer ständig beim Laufen ein Bein und knickt leicht ein. Da schlenkert eine Frau stark mit dem Hintern. Da blickt einen eine Frau an und man weiß genau, dass sie knirscht und schlecht schläft. Da erkennt man an einem Mann, dass er einmal Demenz bekommt oder einen Schlaganfall. All das erkennt man. Jeder, der es weiß. Es ist schlimm und es wird schlimmer.

Menschen, die sich falsch halten und so den Körper dazu zwingen seine Statik zu verändern. Muskeln müssen halten und zwar den Körper. Stimmt diese Grundhaltung nicht, entstehen im Körper Veränderungen. Nicht schnell, sondern langsam. Doch die Auswirkungen solcher Veränderungen sind bei vielen gleich. Und die Ursache ist auch immer dieselbe. Das Nachahmen als Kind. So entstehen langsam aber sicher körperliche Veränderungen, die man von außen erkennen kann.

Da ein überbreiter Rücken, dort eine Nackenwulst. Hier ein zu langes Gesicht, dort eine unproportionierte Figur. Dann jemand mit einem Rundrücken oder ein Mann, dessen Brustbein immer stärker und steiler nach vorne heraussteht. Dort jemand, der schwer atmet oder eine Frau, die schon bei einer Kiste Wasser jammert, es wäre zu schwer.

Unsere Muskeln müssen dies Alles aushalten und verkraften. Doch auch bei ihnen ist irgendwann Schluss. Irgendwann werden die Folgen schlimmer. Dann kann man sich nicht mehr so bewegen wie früher. Die Finger werden immer steifer, die Hüfte schmerzt, der Meniskus meldet sich. Ein Bluthochdruck hat sich eingestellt. Nicht der Körper trägt dafür die Verantwortung, wir selbst.

Fit und gesund bleiben bis ins hohe Alter ist kein Geheimnis, es ist eine Frage von richtiger Benutzung der Muskulatur und der Kontrolle verschiedenster Bewegungsabläufe. Darum geht es bei der Daub-Methode. Die Aufmerksamkeit für den Körper. Das Erkennen verschiedener eigener Angewohnheiten und Unarten. Diese zu kontrollieren und zu beherrschen ist das Ziel der Daub-Methode.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 164 Tagen.
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