Was sind Verspannungen?

Verspannungen kennt jeder, die Auswirkungen aber sind extrem weitreichend. Die häufigsten davon sind Nacken- und Schulterverspannungen. Die Schmerzen sind dabei unterschiedlich und können bis zu einem Wundschmerz ausarten. Bis heute besteht die weitreichende Meinung und der Glaube, dass bestimmte Berufsgruppen hauptsächlich in sitzender Tätigkeit davon betroffen sind, wozu auch lange Autofahrten zählen. Immer wieder wird behauptet, dass Dehnübungen die Muskeln lockern. Aus meiner Sicht lediglich ein Zeichen dafür, dass man bis heute die wahren Zusammenhänge von Verspannungen und diese richtig und dauerhaft zu lösen nicht kennt.

Körperliche Symptome verstehen und selbst beheben

Muskeln sollten natürlich ausgerichtet sein, dann arbeiten sie kraftvoll, schmerzfrei und ohne Verschleiß

Wärme soll helfen, damit die Durchblutung gefördert wird. Auch Massagen sollen helfen, weil hierbei die schmerzenden Muskeln geknetet werden und sich so lockern sollen. Ein einfaches Entspannungsbad ist auch angenehm und entspannend. Schade nur, dass alle diese Maßnahmen nicht lange anhalten und die verspannten Muskeln schnell wieder zu schmerzen beginnen. Eine dauerhafte Lösung sieht anders aus. Doch ist sie ohne Kneten, Dehnen und Gymnastik möglich?

In vielen Frauen- und Gesundheitszeitschriften werden Verspannungen und die Lösung als relativ einfach bezeichnet. So werden regelmäßig Tipps und Übungen veröffentlicht, die schnell und problemlos helfen sollen. Warum nur leiden dann so viele daran und bekommen ihre Verspannungs-Schmerzen nicht los? Es ist eben doch nicht so einfach wie weithin verbreitet wird. Was nützen Übungen und Erklärungen, dieweder nachvollziehbar sind, noch logisch erscheinen. Immer wieder spricht man von unterentwickelten Muskeln, die gekräftig oder gedehnt werden müssen. Muskeln müssen aber weder gedehnt noch speziell aufgebaut werden. Sie müssen einfach nur richtig benutzt werden, damit sie Ihre Tätigkeit richtig aufnehmen können.

Sie verwenden doch zum Schneiden eines Brotes auch ein Messer und keine Schere. Jeder kleinste Muskel in unserem Körper ist von unseren Bewegungsabläufen und unserer Haltung abhängig. Sind Abweichungen vorhanden, entwickeln sich Muskeln anders und können nicht die Leistung erreichen, wofür sie eigentlich gemacht wurden.

Die Kenntnisse aus der Praxis und der Erfahrung können über die Theorie niemals erreicht werden. Wer noch nie Schmerzen erlebt hat, kann sie sich nicht vorstellen und weiß aus seiner Theorie auch nicht, was man letztendlich dagegen tun kann und das dauerhaft.

Was sind eigentlich Verspannungen?

Wie verspannt eigentlich ein Muskel? Ein Muskel alleine schon gar nicht. Der Körper ist ein komplexes Konstrukt und für jede noch so kleine Bewegung werden unzählige Muskeln benutzt. Kein Mediziner der Welt kann für diesen komplexen Vorgang erklären, welche Muskeln für diese oder jene Bewegung benutzt werden. Das ist unmöglich. Es sind lediglich Mutmaßungen, die leider aber immer wieder so dargestellt werden. Besonders im Fitnessbereich werden Geräte entwickelt, die diese oder jene Muskeln aufbauen sollen. Tatsächlich deformieren sich viele Menschen dadurch und so etwas wird dann als Schönheitsideal bezeichnet. Muskeln müssen nicht aufgebaut und trainiert werden. Sie entwickeln, sofern man es richtig macht automatisch. Die Auswirkungen im psychischen Bereich werden mit entwickelt. So entsteht ein natürlich entwickeltes Selbstvertrauen und Konzentrationsfähigkeit. Besonders für Kinder wäre dies äußerst wichtig, statt dessen unterdrücken wir unsere Kinder in ihrer Entwicklung, kaum dass sie den Kinderkarten und die Schule besuchen. Ein Apparat, der vorgibt, wie wir zu sein haben und wir glauben es. Doch das ist ein anderes Kapitel, welches ich hier nicht vertiefen möchte.

Ich hatte in meinem Leben schon einige Hexenschüsse (sagt man das so?) und weiß, was Bewegung aus der Praxis her. Auch ein Hexenschuss ist eine Verspannung. Es war keine Bewegung mehr möglich. Schon der kleinste Versuch im Bett den Arm zu bewegen löste einen unglaublichen Schmerz aus, der durch den gesamten Rücken schoss. Diese Schmerzen kann man nicht erklären, die muss man selbst erleben. Erst solche Schmerzen zeigen einem die Komplexität des Körpers und wie die Muskeln zusammenspielen und welche Kraft letztendlich notwendig ist um den Arm zu heben, sich im Bett zu drehen, den Fuß zu bewegen, etc.. Es ist unglaublich, welche Kraft im Körper vorherrscht und wie wenig wir davon benutzen und uns einreden lassen, unsere täglichen Arbeiten würden Verspannungs-Schmerzen verursachen.

Bei Verspannungen spannen Muskeln an, die eigentlich nicht angespannt gehören. Solche verspannte Muskeln sind überlastet und werden über die maßen beansprucht. Dies machen wir selbst und das von morgens bis abends. Erst im Laufe der Jahre beginnt durch diese starke Beanspruchung die schmerzhafte Phase.

Muskelverspannungen entstehen durch

Die Psyche ist nicht ursächlich an Verspannungen beteiligt. Es ist das bereits vorhandene falsche Fehlhaltungs- und Bewegungsmuster das Muskelanspannungen erhöht und somit kurz- oder langfristig zu weiteren körperlichen Schmerzen oder Beeinträchtigungen führt.

Wer schon falsche Bewegungsmuster besitzt baut Sie durch gewisse Lebensumstände noch mehr auf wie durch:

Die verschiedenen Verspannungsmuster führen nebenbei betrachtet zu psychischen Auswirkungen, die ich hier nicht näher erläutere, da dies viel zu umfassend ist. Als Hauptaussage für Interessierte gilt: Je mehr verspannt ein Mensch ist, desto sturer ist seine geistige Gesinnung und seine Aufgeschlossenheit für Neues. Dies sind keine bloße Zusammengereimtheiten, sondern beruhen auf genauen Beobachtungen, Erfahrungen und praktischen Erkenntnissen auch im Umgang mit Teilnehmern und deren Erfahrungen.

Unseren Körper locker und elastisch bis ins hohe Alter zu halten ist keine Frage von Ernährung, Sport, Gymnastik, Entspannungen oder Dehnungen. Unser Körper sollte so benutzt werden, wofür er konstruiert wurde. Schmerzen zeigen uns unsere eigenen Fehler.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 164 Tagen.
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