Ein weitverbreitetes Symptom, aber kein Krankheits-Symptom. Viel wird über Tinnitus erzählt, das meiste ist unwahr. Warum? Ganz einfach: Wer nicht selbst bei sich einen Tinnitus erzeugen und wieder lösen kann, kennt die wahre Ursache nicht. Dazu gehören selbst ernannte Experten genauso wie Betroffene. Aus der Theorie heraus kann man tausend Bücher schreiben und Hypothesen aufsetzen, sie ändern nichts an den Fakten. Und die Fakten lauten: die praktische Erfahrung zählt. Es wird deshalb niemals ein Mittel, eine Spritze oder eine Nadel gegen Tinnitus geben. Es sind zusammengereimte Konstrukte, ein Ausprobieren, ein Meinen und Vermuten. Mehr nicht. Wer kurz- oder dauerfristig durch irgendwelche solcher Angebote seinen Tinnitus gelöst hat, hat dies selbst gemacht, ohne das "gewusst wie". Ich habe lange nach einer Lösung gesucht und Sie endlich gefunden und zwischenzeitlich immer mehr verfeinert. Wer seinen Tinnitus lösen will, muss die Zusammenhänge kennen- und verstehen lernen. Das heißt aber nicht, dass es so einfach ist den Tinnitus zu beheben. Für den einen ja, für den anderen nicht. Es kommt auf viele verschiedene Faktoren an. Viel wichtiger ist es, den Tinnitus selbst zu steuern. Die häufig auftretende Panik ist fehl am Platz und macht mehr kaputt.
Tinnitus Heilung
Das ließt man leider viel zu oft. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom. Über das Ohr werden Töne wahrgenommen, denn das Ohr kann nichts anderes als HÖREN. Aus dem Glauben heraus, Tinnitus hätte etwas mit dem Gleichgewichtssinn zu tun, da auch oftmals Schwindel hinzukommt, werden auch dubiose Operationen angeboten. Doch diese Schwindelattacken haben genauso wenig mit dem Ohr zu tun, wie das schwindelige Torkeln eines Betrunkenen. Oder hat das auch etwas mit dem Ohr zu tun?
Auch die Flimmerhärchen-Theorie ist ein Witz und lediglich ein zusammengereimtes Konstrukt. Es gibt noch zahlreiche andere Theorien, die nichts anderes sind als Rätselraten. Die Gelackmeierten sind die Tinnitus-Betroffenen selbst. Was glaubt man nicht Alles als Betroffener. Man darf angeblich keinen Kaffee trinken, sich keinem Lärm aussetzen oder sonstigen Unsinn.
Tinnitus selbst lösen
Wer das Richtige tun will und die Ursache nicht durch bloße Theorie kennenlernen will, der kann aktiv etwas tun. Die Ursache von Tinnitus sind muskuläre Verspannungen von Schulterbereich aufwärts. Wer jetzt glaubt, er lässt sich einfach massieren, für den kann der Schuss nach hinten losgehen. Man kann danach extreme Beschwerden bekommen, die ein dumpfes Gefühl im Kopf erzeugen, das mehrere Jahre anhalten. Auch bei Saunagängen und einem heißen Bad sollte man aufpassen. Wie gesagt, bei dem einen kann es gut sein, bei dem anderen kann es starke negative Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bluthochdruck, Kopfdruck, rotes, fleckiges Gesicht, Nebel im Kopf, Konzentrationsstörungen, Sehstörungen oder kurzfristigen Gedächtnisausfällen führen.
Woher ich das Wissen will? Weil ich damit viel Erfahrung habe und die Zusammenhänge kenne. Die Verspannungsmuster bei Tinnitus sind ähnlich aber nicht bei Allen dieselben und gleich stark. Je verspannter man ist, desto lauter und penetranter ist der Tinnitus.
Wer aus irgendwelchen Gründen diese unbewussten Anspannungen löst, dessen Tinnitus ist verschwunden. Doch meist ist es so, dass der Tinnitus nicht plötzlich auftritt, sondern nach und nach. Er meldete sich schon viel früher. Immer mal wieder. Ein kleiner Pfeifton, der einige Sekunden anhält nimmt man nicht ernst. Warum auch, er verschwindet ja wieder.
Der Pfeifton tritt immer mal wieder auf in unterschiedlichen Tönen und Frequenzen. Wer achtet schon ernsthaft darauf, wenn der Tinnitus jetzt einige Minuten anhält. Er verschwindet wieder und Alles ist gut.
Vielleicht kommt auch ein leichter Druck im oder um das Ohr hinzu oder der Wange oder im Oberkiefer oder Unterkiefer. So, als ob man einen Höhenunterschied erlebt. Man öffnet kurz den Mund und es ist weg. Solange man alles selbst so leicht ausgleichen kann, macht sich niemand Gedanken.
Tinnitus plötzlich da
Irgendwann meldet sich der Tinnitus dauerhaft. Vielleicht morgens beim Aufwachen pfeift ein Ton im Ohr. Ist es die Heizung, ein Aussengeräusch? Nein, es dauert etwas, bis man es begriffen hat. Der Ton ist in einem selbst. Jetzt ist der Tinnitus da, jetzt geht er nicht mehr weg. Jetzt kommt die Panik, das nicht ertragen können. Jetzt dreht man fast durch. Genau jetzt spricht man davon "plötzlich einen Tinnitus bekommen zu haben". Dass er früher schon auftauchte hat man verdrängt, man erinnert sich nicht mehr daran. Jetzt will man ihn ganz schnell loswerden. Jetzt beginnt das Martyrium, der Leidensweg. Erst jetzt werden Sie erfahren, dass nichts hilft.
In einer Tinnitus-Klinik bekommen Sie einen Denoiser und lernen wegzuhören. Denn jetzt erfahren Sie, dass Sie mit Ihrem Tinnitus leben lernen müssen, dass er nie mehr weg geht. Sie wollen sich nicht damit abfinden, können es nicht ertragen. Sie können sich entscheiden: Sie versuchen erst alles Übliche, lassen sich weiterhin verwirren und verunsichern oder kommen zum Training. Diese Entscheidung müssen Sie selbst treffen.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 74 Tagen.