Einmal pfeift es im Ohr, dann rauscht es im Kopf, manch einer hat plötzlich auftretenden Schwindel oder das Ohr geht zu. Zu Ängsten und Panik kommen noch Unsicherheiten hinzu. Was soll und kann man tun? Woher kommt das? Tinnitus hat viele unterschiedliche Geräusche und Auswirkungen, welche von unterschiedlichen Muskelanspannungen herrühren. Auch weitere Symptome können hinzukommen, die nicht immer dem Tinnitus zugeschrieben werden.
Klären Sie es für sich vorher ab. Wie laut oder leise ist Ihr Tinnitus? Wie hört er sich an? Wo hören Sie Ihn? Hören Sie hohe Töne ungern oder tiefe? Pfeift es in Ihrem Ohr oder außerhalb des Ohres? Rauscht es im Kopf oder im Ohr? Reagieren Sie empfindlich auf bestimmte Frequenzen? Hören Sie einen Ton oder mehrere? Treten Pfeiftöne und ein Rauschen auf? Wechseln Ihre Töne bei Tätigkeiten? Hören Sie die Töne morgens lauter oder abends? Hören Sie eine Art Echo im Ohr oder Alles wie durch einen Verstärker? Hören Sie schlechter? Mit diesen Fragen können Sie Ihren Tinnitus eingrenzen und vielleicht sogar feststellen, ob sich ein bestimmtes Muster herauskristallisiert.
Probieren Sie es einfach aus. Ist der Tinnitus morgens lauter, weis das darauf hin, dass Sie tagsüber ziemlich stark verspannen. Machen Sie unterschiedliche Bewegungen, mit Kiefer Zunge, Arme, Schulter. Beugen Sie sich nach vorne, heben Sie einen schweren Gegenstand hoch und so weiter. In den meisten Fällen reagiert der Tinnitus. Testen Sie es auch mit Tönen. Reagiert mein Tinnitus auf hohe Töne, tiefe Töne, Wassertropfen, bestimmte technische Geräte, etc. Finden Sie es für sich heraus.
Bei einem Ohrentest kann man auch feststellen in welcher Frequenz der Tinnitus schwingt. Ist er laut, hört man Geräusche, die genau in diesem Bereich stattfinden schlechter. Das ist aber nicht unbedingt so, dass Sie deshalb gleich schlechter hören. Das Sprechen in einer Rauschkulisse wird auch schlechter verstanden. So ähnlich kann man es sich vorstellen.
Tinnitus und Muskeln
Die Anspannungen bei Tinnitus finden zwar immer im Bereich Kiefer, Nacken, Schulter statt werden aber vom Betroffenen auf vielerlei Arten ausgeführt. Menschen können auf vielerlei Möglichkeiten ihre Muskeln anspannen. Eine Verspannung ist nur ein Festhalten eines Muskels, den man eigentlich gar nicht festhalten oder anspannen müsste. Ein einfacher Vorgang, der aber sehr komplex ist. Es spannt sich ja nicht nur ein einziger Muskel an, sondern viele unterschiedliche. Die Muskulatur zu entspannen ist kein einfacher Vorgang und bei jedem anders. Was der eine gut kann, fällt dem anderen schwer. Muskeln nur zu benutzen, wenn nötig und los zu lassen, wenn man sie nicht benötigt ist eine Kunst oder eben Technik.
Selbst ein Hörsturz ist kein Dilemma, sondern eine starke Verspannung mit unterschiedlichen Auswirkungen. Welche Töne Sie hören und ob diese im Ohr, im Kopf oder außerhalb des Kopfes wahrgenommen werden sind Auswirkungen dieser Muskelanspannungen. Sie sind nur ein Zeichen Ihrer speziellen Art zu verspannen und deshalb nehmen Sie sie auch unterschiedlich wahr. Sicher kann man auf verspannten Muskeln herumdrücken oder Ähnliches. Das hält aber nur kurz an.
Die häufigsten Symptome bei Tinnitus
Eines der häufigsten Symptome bei Tinnitus ist das Zähneknirschen. Es beginnt häufig schon als Kind und die Vorstufe davon ist ein häufiges Kaugummi kauen. Eltern sollten hier schon früh darauf achten ihr Kind nicht dauernd Kaugummi zu geben, besonders dann nicht, wenn sie selbst im Kieferbereich angespannt sind. Kinder imitieren Ihre Eltern mit all ihren Verspannungen, Haltungsfehlern und Unarten. Tinnitus bei Kindern kann nur dann auftreten, falls das Kind unter einer starken Anspannung leidet, indem es unter Druck gesetzt wird und sich später selbst unter Druck setzt. So kann Tinnitus bei Kindern wohl eher ab einem Alter von 10 Jahren auftreten. Bei einer übergroßen Dauer-Anspannung können auch kleinere Kinder Töne wahrnehmen. Kommt aber eher seltener vor.
Manche Symptome hängen aber auch mit dem Alter zusammen oder besser ausgedrückt: Je länger die Verspannung Tinnitus besteht, desto mehr weitere Symptome kommen hinzu. Eines davon sind die Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen. Auch diese sind muskulär bedingt und können durch Auflösen der muskulären Verspannungen gelöst werden. Stimmungsschwankungen treten dann plötzlich auf. Ein vorausgegangenes Erlebnis, wie Schmerz, Wut, Trauer, Ärger, kann auch solche Stimmungsschwankungen auslösen, weil man in solch einem Zustand anspannt.
Oftmals kommen bei Tinnitus Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Ängste, Panik, Erschöpfungszustände, Müdigkeit und Ausgelaugtsein hinzu. Ist man älter nimmt man dies als normale Alterserscheinung hin. Wer käme schon darauf, dass dieser körperliche Zustand nicht normal ist und mit verspannten Muskeln zu tun hat. Schlafstörungen sind häufig bei Tinnitus anzutreffen, oder Kurzatmigkeit und Ängste. Muskelanspannungen haben viele Auswirkungen.
Letzte Aktualisierung: 06.03.2012 - 14:21 - vor 77 Tagen.