Vor dem Tinnitus-Training beachten

Wer möchte nicht gerne seinen Tinnitus loswerden? Im Grunde jeder. Das bedeutet aber auch Arbeit und lernen sich seiner Verspannungen bewusst zu werden. Tinnitus ist ein Symptom, das Ihnen zeigt, wie stark Sie verspannt sind. Wer sich dabei selbst belügen will, kommt nie hinter seine wahre Ursache! Niemand anderer ist für den Tinnitus verantwortlich, nur der Betroffene selbst. Jetzt nach Wegen von Außen zu suchen und die Verantwortung abzugeben ist ein Zeugnis unserer heutigen trägen Gesellschaft. Wir jammern und klagen und hoffen auf Hilfe von außen. Die wird es niemals geben, solange die Erklärung der Ohrgeräusche immer noch im Außen gesucht wird.

Sämtliche Geräusche, egal in welcher Form, ob im Ohr, außerhalb des Ohres, laut oder leise, hoch oder tief sind Tinnitus. Auch die Ursache spielt dabei keine Rolle. Der eine hat ein Rauschen nach einem Diskobesuch, ein anderer ein sog. Knalltrauma. All das spielt keine Rolle, das Ohr kann nur hören und so hört es nur die angespannten Muskeln, die man nicht mehr lockern kann. Fast jeder, der einen Tinnitus hat, hatte schon lange im Vorfeld mal immer wieder leisere oder lautere Ohrgeräusche, die er aber nicht beachtete. Ein Fehler? Ja, weil man dann der Meinung ist, dass ein dauerhaftes Ohrgeräusch nun "plötzlich" da ist. Man sollte genau über diese Dinge nachdenken und nicht oberflächlich sein. Je früher jemand übt, desto besser bekommt er seine Muskeln in den Griff und desto sicherer ist er nie wieder Tinnitus zu bekommen. Tritt er nämlich durch Anspannung auf und man weiß, was dagegen zu tun ist, dann ist es ein Leichtes ihn zu lösen. Es stellt sich keine Angst und keine Panik ein.

Darüber sollten Sie sich vorher im Klaren sein

Wer seinen Tinnitus selbst bekämpfen möchte, sollte wissen was auf ihn zu kommt. Nämlich Eigenverantwortung! Menschen mit Tinnitus sind meist sehr ehrgeizig und orientieren sich gerne an anderen. Genau das ist gleichzeitig ein Problem. Im Training muss sich jeder auf sich selbst konzentrieren, seinen Körper richtig erfahren und erleben. Man muss sich darauf konzentrieren, was anfangs äußerst anstrengend ist. Mit ein paar gymnastischen Übungen, die man unkonzentriert und geistig abgelenkt ausführt, weil man dabei an etwas anderes denkt, ist es nicht getan. Die Übungen müssen in den Alltag integriert werden, wie bei anderen Trainings auch. Doch bei Tinnitus ist dies ganz besonders wichtig hier darauf hinzuweisen.

Im Training darf man nicht nachlässig sein oder glauben, dass man es jetzt geschafft hat. Häufig stellt man fest, dass Übungen, die ganz einfach wirkten unter Anspannung überhaupt nicht mehr funktionieren. Man versteht nicht warum und dreht fast durch. "Warum klappte es vorher wunderbar und jetzt nicht mehr?" Der Körper bestimmt unser Verhalten und nicht wir unseren Körper. Das konnten schon viele feststellen und waren über sich selbst überrascht. Nicht Meditation oder Ruhe ist ein Zeichen von Körperbeherrschung. Körperbeherrschung beruht auf der Beherrschung vieler kleiner unbemerkter Verspannungsmuster, die viele, erst kleinere und später größere Symptome und dann richtig heftige körperliche Probleme nach sich ziehen. Wer das nicht glaubt, soll es lassen. Diesen Zustand kann man nur erleben und leider sind viele Menschen meilenweit davon entfernt und belügen sich selbst.

Bei Tinnitus ist die Kontinuität und das Durchhaltevermögen wichtig. Keine Halbherzigkeit! Wer unsicher ist und zögert und noch dies und das ausprobieren möchte, soll dies zuerst tun. Auch unsichere und wankelmütige Menschen sollten lieber Abstand vom Training nehmen. Unsicherheit stört die Konzentration und das Üben ist nur halbherzig. Machen Sie Übungen falsch, so kann sich auch der Tinnitus kurz erhöhen. Das darf keine Panik auslösen, denn er geht wieder auf den Ausgangslevel zurück. Sie können misstrauisch sein, aber nicht nachlässig oder unmotiviert. Die Devise sollte lauten: Ich mache ein Training oder nicht. Wenn ich es mache, dann mit Haut und Haaren und nicht halbherzig. Das ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Kein Trainer kennt im voraus Ihre Verspannungsmuster und weiß, wie schwierig die Übungen empfunden werden. Der eine bekommt sie sehr gut hin, einem anderen fallen die einfachsten Übungen schwer. Es gibt unglaublich schwierige Fälle, die nur in winzigen Schritten vorwärts kommen. Je länger der Tinnitus besteht, desto hartnäckiger ist die Verkrampfung. Doch seinen Sie sicher, dass Sie schon lange Jahre vorher aufgebaut wurden, bis zurück in die Kindheit. Ich weiß das aus meiner Erfahrung.

Tinnitus ist das Anzeichen einer unnatürlichen Muskelanspannung. Diese zu beheben und damit bewusst umzugehen lernen Sie im Training kennen. Tinnitus ist kein Einzelsymptom, sondern nur lästig. Das Augenmerk wird deshalb häufig nur auf das Ohrgeräusch gelenkt und andere kleinere körperliche Symptome werden nicht beachtet. So beeinflusst das Training auch solche kleineren Beeinträchtigungen. Zögern Sie deshalb nicht, diese dem Trainer mitzuteilen.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:24 - vor 163 Tagen.
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