Hörsturz & Tinnitus

"Hilfe, ich habe einen Hörsturz!" Ein Hörsturz ist das Ergebnis einer hochgradigen und kurzzeitigen Muskelverkrampfung oder Muskelanspannung. Diese Verkrampfung geht, je nach dem, so weit, dass man nur wie durch einen Wattepfropfen oder eine Glocke hört oder teilweise sogar überhaupt nichts mehr hören kann. Eine solch kurzzeitig hochgradige Anspannung verschwindet auch wieder von alleine. Die meisten Verspannungsmuster halten sich 3 bis 5 Tage und lösen sich dann wieder auf, gehen zum üblichen Zustand über. Ein Hörsturz ist nicht immer von einem Tinnitus vbegleitet, kann es aber sein.

Hörsturz mit Tinnitus

Bei einem Tinnitus ist eine Grundverkrampfung schon eher vorhanden und auch die Gefahr einen Hörsturz zu bekommen. Man sollte in diesem Fall lieber darauf achten, was einem Tinnitus voraus ging. Was war es? Hatte man sich geärgert, einen hektischen Arbeitstag oder eine körperliche Anstrengung. Irgendetwas ging voraus. Muskeln reagieren erst etwas später. Wer ein kleines Handstück hält um irgendetwas zu schleifen, wird eventuell auch feststellen, dass sich plötzlich ein Krampf in der Hand einstellt. So ähnlich verhält es sich mit einem Hörsturz.

Ein Hörsturz kann auch häufiger oder mal zwischendurch auftreten. Kurzfristig, langfristig und wichtig ist, dass man sich durch Panik nicht noch mehr verkrampft. Er verschwindet wieder. Sie sollten bei einem solchen Symptom eher darauf achten Ruhe zu bewahren und etwas machen, das Ihnen gefällt. Schauen Sie einen Film an, machen Sie etwas, das Ihnen Freude bereitet. Denken Sie an Etwas Schönes. Dadurch löst sich dieser starke Krampf manchmal auf. Sie können hinterher vollkommen erschöpft und fertig sein.

Hörsturz ohne Tinnitus

Ein Hörsturz kündigt sich in verschiedenen Vorgängen an. Es kann ein Ziehen an den Ohren entlang sein, bis ins Hirn hinein. Eine Art Druckgefühl in Kopf und Ohren macht sich breit. Die Hörfähigkeit verändert sich. Das Hören wird komplett gedämpft empfunden, nicht nur im Ohr, sondern im gesamten Kopf. Die Ohren zuzuhalten ist nicht dasselbe Gefühl und kann schwer erklärt werden. Einen solchen Druck kann man selbst auch bewusst erzeugen, allerdings nicht so stark, sondern nur andeutungsweise.

Ich weiß es deshalb, weil ich vor Jahren schon mehrmals selbst ein solches Erlebnis hatte. Erst in Gesprächen mit Betroffenen wurde mir das bewusst. Es war für mich mehr als unangenehm, ich dachte mein "letztes Stündlein" hatte geschlagen. Es war sofort ein körperlicher Verfall da, der sich in einer Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Müdigkeit einstellte. Ich dachte, ich könnte keinen Meter mehr gehen, denn es ist mir unterwegs passiert. Alles nahm ich wie durch einen Schleier wahr, nicht nur das Hören auch das Sehen. Ich hatte keine Kraft mehr, war vollkommen erschöpft. Auch äußerlich sah man mir diese Erschöpfung an.

Verkrampfungen im Gesicht können weitere, unangenehme Symptomen zeigen. So kann ein Taubheitsgefühl im Gesichtsbereich auftreten, vorübergehende Sehstörungen, Blitze sehen ja sogar eine kurzzeitige Blindheit. Das hatte ich mit ca. 25 Jahren einmal und ist mir seitdem nie mehr passiert. Ich hatte Fieber und wollte meine Mutter anrufen. Von jetzt auf nachher konnte ich nichts mehr sehen. Ich riß meine Augen auf, aber Alles war schwarz. Mein Gleichgewicht konnte ich nicht mehr halten und bin umgefallen. Noch im Fallen versuchte ich mich irgendwo zu halten. Die Blindheit war die Ursache des Hinfallens, denn ich hatte plötzlich kein Gleichgewichtsgefühl mehr. Es war ein Erlebnis, welches mir bis heute im Gedächtnis verankert blieb. Ich glaube dass das damals schon die ersten Erscheinungen meiner langsam beginnenden Fehlhaltung und Symptome waren.

Ein Hörsturz kann auch mit einem Schwindel einhergehen, einem kurzfristig hochschießenden Bluthochdruck oder Übelkeit bis zum Erbrechen. Als Ergebnis bleibt ein dumpfes Gefühl in Kopf und Ohren. Die verminderte Hörfähigkeit bei einem Hörsturz hat deshalb nichts mit den Ohren selbst zu tun, sondern mit einem erhöhten Verspannungszustand, der dafür zuständigen Muskulatur. Es kann ein Pfeifen oder Dröhnen entstehen, muss es aber nicht. Ein Tinnitus kann danach verstärkt bleiben, aber nicht, wegen des Hörsturzes, sondern, weil man die Muskeln danach durch Panik und Angst noch mehr verstärkt hat.

Die Hörfähigkeit selbst wird bei einem Hörsturz nicht beeinträchtigt. Die Muskulatur beeinträchtigt die Hörfähigkeit und das ist auch der Grund bei einer Hörminderung im Alter oder zunehmendem Alter, was mit einer Fehlhaltung einher geht.

Letzte Aktualisierung: 07.03.2012 - 00:50 - vor 76 Tagen.
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