Tinnitus Behandlung

Tinnitus kann aus Sicht der Daub-Methode nicht behandelt werden. Eine Behanldung ist meist passiver Natur. Den Tinnitus zu lösen erfordert aber eine aktive Selbsthilfe.

Verkrampfte Muskeln können die unterschiedlichsten Symptome auslösen. Man erkennt es äußerlich nicht und selbst wenn, so gibt es noch immer zahlreiche Möglichkeiten verschiedenste muskeln anzuspannen. Jeder macht es anders.

Geschichte einer Verspannung

Eine Teilnehmerin berichtete:

"Ich wachte eines morgens auf und hatte Schmerzen im gesamten Arm. "Vielleicht bin ich nur komisch draufgelegen", dachte ich. Nach dem Aufstehen blieb der Schmerz und er blieb wochenlang. Teilweise konnte ich den Arm nicht heben und sogar bewegen. Der Schmerz wurde immer schlimmer. Niemand wusste Rat. Ich habe alle Fachärzte und Therapeuten abgegrast und wurde von einem zum anderen geschickt, niemand half. Doch dann bin ich selbst draufgekommen. Mein Mann war ein starker Schnarcher und ich hatte die Angewohnheit Ohrstöpsel mit ins Bett zu nehmen, falls ich nachts aufwachte. So schlief ich mit den fest in der Hand haltenden Ohrstöpseln ein. Als mir das klar wurde legte ich die Ohrstöpsel vor dem Einschlafen weg. Siehe da, von da ab war mein Schmerz verschwunden. Leider hatte es aber acht Wochen gedauert bis ich drauf kam." Besser als nie.

Eine einfache Geschichte nicht wahr? Solche Geschichten haben die meisten, aber eher unbewusst. Genauso funktioniert auch der Tinnitus. In diesem Fall hatte die Betroffene die Muskelanspannung selbst bemerkt. Doch in vielen anderen Bereichen kommt man nicht selbst drauf. Wie auch? Man merkt es ja nicht. Leider! Bei Tinnitus sind die Muskeln um das Ohr herum betroffen und angespannt und erzeugen diese Geräusche, welche wiederum über das Ohr wahrgenommen werden.

Man kann sich Muskeln wie ein akustischer Hörverstärker vorstellen. Durch die Anspannung werden die im Körper ganz normalen Geräusche verstärkt und lauter wahrgenommen. Das ist Tinnitus. Deshalb hat jeder andere Ohrgeräusche und deshalb ändert sich bei vielen der Tinnitus je nachdem was sie arbeiten und wie sie sich bewegen.

Eigengeräusche des Körpers

Damals als ich meine ersten Tinnitus-Tests im Eigenversuch anwandte, hörte ich nur noch auf meine Tinnitus-Töne. Sie waren aber schon längst weg. Was ich wahrgenommen hatte waren die ganz natürlichen Körpergeräusche, die jeder hat und überhaupt nicht wahrnimmt. Es hört sich an wie ein leichtes Rauschen einer Muschel. Oder das entfernte Rauschen einer Autobahn. Einen besseren Vergleich finde ich nicht. Diesen Ton brachte ich nicht weg. Doch dann stellte ich fest, dass ich die immer vorhandenen Eigengeräusche des Körpers wahrgenommen hatte. Nachdem ich kurz aufgestanden war und mich wieder hinlegte, waren diese Geräusche weg. Zumindest konnte ich sie nicht mehr wahrnehmen.

Jeder Mensch hat diese Geräusche und sie werden übers Ohr wahrgenommen. Wer keinen Tinnitus hat, kann sie nicht wahrnehmen, denn er weiß nicht, worauf er sich konzentrieren sollte. Zudem sind sie extrem leise und erfordern eine starke Konzentration. Durch erhöhte Muskelanspannung werden diese Töne aber lautet. Feste Stoffe bieten einen besseren Schall-Leiter. Je größer die Muskelanspannung deshalb ist, desto lauter ist der Tinnitus. Das ist auch der Grund warum die Töne unterschiedlich auftreten und auch außerhalb des Körpers, meist im Kopfbereich wahrgenommen werden.

Letzte Aktualisierung: 07.03.2012 - 01:01 - vor 76 Tagen.
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