An Hand der Körperproportionen kann man schon im Vorfeld die häufigsten körperlichen Symptome und Schmerzbereiche feststellen. Dabei spielt das Körpergewicht eine untergeordnete Rolle, sofern es nicht zu üppig ausfällt. Die Bilder zeigen mich und je nachdem welche Schmerz-Symptome man hat, werden Bilder von Teilnehmern gemacht. Die meisten sind schockiert über ihre Bilder. Sie hätten niemals gedacht, dass sie so schief stehen. Die richtigen Zusammenhänge erkennt und spürt man aber erst im und während des Trainings.
Das Vermessen eine Person wird häufig angepriesen. Doch was nützt es, wenn man weder weiß, was man tun muss oder glaubt mit irgendwelchen Einlagen oder Unterlagen bekommt man "Schieflagen" oder Unterschiede in den Griff. Das hört sich schön an, funktioniert aber nicht. Man sollte darüber nur einmal etwas logisch nachdenken, dann kommt man selber drauf.
Natürliche Körperproportionen seitlich

Stellen Sie sich seitlich vor einen Spiegel und betrachten sich einmal genauer.
- Wie sieht Ihr Rücken aus?
- Haben Sie ein Hohlkreuz?
- Steht Ihr Bauch nach vorne?
- Sind Ihre Oberarme hinten wesentlich dicker?
- Sind Ihre Arme insgesamt dünner oder dicker zum Gesamtkörper?
- Ist Ihr Pobereich stärker ausgeprägt?
- Sind Ihre Beine dünner und Ihr Oberkörper fülliger?
- Stimmen die Körperproportionen?
Solche und viele weitere Betrachtungen zeigen schon im Ansatz die ersten Problemstellen und Problemzonen. Körperproportionen sollten gleichmäßig verteilt sein, unabhängig vom Körpergewicht. Mehr Körpergewicht bedeutet nur mehr Masse, die aber keine Proportionen verändert.
In solchen Bildern kann man auch sofort erkennen, ob ein Rundrücken oder Schulterverspannungen vorhanden sind.
Besonders schlimm sind diese Auswirkungen im Alter und die häufig verwendeten "Schiebewägelchen". Was als Hilfe gedacht sein soll, kristallisiert sich als Deformationskiller heraus, die man bei genauerem Hinsehen sofort erkennen kann.
Natürliche Körperproportionen vorne & hinten

Stellen Sie sich nun vor den Spiegel. Bei der Betrachtung von hinten, sollten Sie jemanden bitten eine Aufnahme zu machen.
- Sind Ihre Schultern gleichhoch?
- Sind die Arme in etwa gleich lang?
- Sind die Oberschenkel beider Beine in etwa gleichstark?
- Ist Ihr Rücken proportional breiter?
- Ist Ihr Pobereich fülliger?
- Sind die Hüften ausladender (Reiterhosen)?
Es gibt viele Betrachtungen und Erkenntnisse, die man erst im Training wirklich sieht und erkennt. Hier finden Sie nur einfache Ansatzpunkte.
Besonders Reiterhosen und einen straffen Po bekommt man nicht durch Gymnastik in den Griff. Selbst Gewichtsabnahme ändert nichts an solchen Körperproportionen, da sie von Fehlhaltungen und falschen Bewegungsabläufen herrühren.
Wenigstens sei gesagt, dass der typisch ständig festgestellte "Beckenschiefstand" eine selbstgemachte Fehlstellung ist, die man nur selbst korrigieren kann. Einlagen verschlimmern Alles. Jedenfalls kann jeder einen künstlichen Beckenschiefstand erzeugen, ohne dass die Haltung unnatürlich aussieht. Es liegt an der Benutzung der Muskulatur und kann innerhalb kurzer Zeit bei richtigem Üben selbst korrigiert werden.
Auch eine Beinlängendifferenz ist selbstgemacht. Einlagen verschlimmern diese vermeintliche Verkürzung von Geburt an. Mit Einlagen verschlimmert sich diese Verspannung und führt früher oder später zu Knie-, Hüft- und Rückenproblemen. Auch Sport und Gymnastik bringen hier keine Veränderung - probieren Sie es aus, denn nur aus Erfahrung lernt man. Im Gesundheitsbereich kann es aber manches Mal zu spät sein.
Mit natürlichen Körperproportionen kommt ein nicht behinderter Mensch auf die Welt. Kleine Kinder haben diese natürlichen Körperproportionen und Bewegungsabläufe noch und sehen deshalb ziemlich gleich aus. Erst durch die Orientierung und das Lernen von den Erwachsenen verändert sich das.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.