Ein Rundrücken entsteht im Laufe der Zeit durch Fehlhaltung, Fehlbelastung und falsche Bewegungsabläufe. Meist wird ein Elternteil imitiert, das einen Rundrücken ausweist. Kein Rundrücken ist angeboren oder vererbbar. Bei Kindern beginnt ein Rundrücken schon meist in der Jugend und äußert sich durch Kopfschmerzen, die natürlich die Konzentrationsfähigkeit einschränken. Helfen kann man nur durch richtiges Trainig. Im Laufe der Jahre verstärkt sich ein Rundrücken, je nach Grad der fehlentwickelten Muskulatur und zeigt entsprechende Symptome.
Herr Seif hatte einen solchen Rundrücken, der sehr stark ausgeprägt war und zu Dauerschmerzen geführt hatte. Alles, was er bisher versucht oder man ihm angeboten hatte zeigte keinerlei Besserung. Eher im Gegenteil, die Schmerzen wurden schlimmer. Kein Rückentraining oder Gymnastik brachte Linderung. Seine Bewegungen wurden immer eingeschränkter, sein Rundrücken stärker.
Austherapiert und Dauerschmerzen
Herr Seif wusste keinen Ausweg mehr, er war austherapiert. Niemand konnte ihm mehr helfen. Seine Schmerzen waren allgegenwärtig. Sollte er so für den Rest seines Lebens leben? Eigentlich war er beim Anti-Schnarch-Training gewesen und im Gespräch erfuhr er, dass es eine Möglichkeit gäbe ihm zu helfen. Allerdings konnte er dieses Training mit diesem extremen und steinharten Rundrücken nicht alleine machen. Seine Frau mußte ihm bei den Übungen helfen. Nach kurzer Beratung mit seiner Frau wollte Herr Seif mit seiner Frau ein Training gegen seinen extremen Rundrücken ausprobieren. Es konnte ja nicht schaden.
Seine Beweglichkeit in den Schultern und der Brustwirbelsäule war stark eingeschränkt. Er konnte nicht einmal mehr die Hände hinter dem Rücken kreuzen. Jetzt kam viel Arbeit auf ihn und seine Frau zu. Es musste täglich geübt werden, zweimal am Tag für ca. 15 bis 20 Minuten. Dabei musste er noch bestimmte Übungen machen, so gut er sie eben ausführen konnte. Ohne dieses Wissen, worauf es ankam und was er selbst gegen seinen Rundrücken tun kann, hätte auch die Hilfe seiner Frau nichts gebracht. Es war ein Zusammenspiel um ihn möglichst schnell von seinen Schmerzen zu befreien und seinen Rundrücken wieder etwas weicher werden zu lassen.
Frau Seif unterstützte ihren Mann so gut sie konnte und auch das war sehr anstrengend für sie. Sie übten bis zur Schmerzgrenze, aber schon während den Übungen merkte Herr Seif, dass ihm die Übungen gut taten. Langsam bildete sich sein Rundrücken zurück. In diesem Stadium gibt es aber keine komplette Zurückbildung, da die falschen Bewegungsabläufe zu stark ausgeprägt waren. Wichtig war so gut es ging eine Beweglichkeit zu erreichen und vor allen Dingen eine Schmerzfreiheit.
Schon nach wenigen Wochen waren die Schmerzen weg und traten nur noch auf, wenn er etwas falsch machte. So konnte er sich ständig immer wieder kontrollieren und seine geduldige Frau übte jeden Tag mit ihm und das ununterbrochen für viele Monate. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Die Übungen waren mit viel Schmerzen verbunden, die nicht zu umgehen waren. Es war eine schwierige, aber wichtige Zeit.
Heute ist er sehr froh das Training gemacht zu haben. Er kann wieder seine Hände problemlos hinter dem Rücken verschränken, was vorher nicht ging. Mit seiner Frau geht er sogar tanzen und kann schmerzfrei wieder lange Spaziergänge unternehmen. Er ist topfit und seinen Handwerksberuf kann er auch wieder schmerzfrei ausführen.
Nicht jeder muß sich einer solchen Tortour unterziehen. Jeder Rundrücken ist anders. Es gibt aber auch die Möglichkeit seinen Rundrücken komplett selbst zurückzubilden. Je jünger man dazu ist, desto besser. Eine Teilnehmerin hat es geschafft. Ihr Rundrücken hat sich vollkommen zurückgebildet.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.