Eine der häufigsten und unüberlegtesten Operationen ist die des Meniskus. So, als hätte er keinerlei Funktion wird daran herumgeschnippelt mit der Behautung, dass dies die Schmerzen auslösen würde. So gibt es Ausfransungen, Risse, Abnützungen und viele bedrohliche Diagnosen, die man als Laie nicht versteht und auch nicht verstehen muss.
Herr Helmut H. hatte einseitige Knieschmerzen. Grund war der Meniskus und der sollte "beschnitten" werden, sodass die Schmerzen beseitigt werden sollten. Der OP-Termin stand schon und war in 4 Wochen. Zufällig wurde er auf das Training der Daub-Methode aufmerksam. Nicht so überzeugt buchte er ein Training wegen seinen Meniskusproblemen. Was konnte schon passieren? Den Termin hatte er in der Tasche und wenn es tatsächlich helfen sollte, konnte er ihn immer noch absagen.
Seine berufliche Tätigkeit war anstrengend, denn er musste täglich körperlich arbeiten und manches Mal über 50kg an Gewicht heben. Der Meniskus ist nicht unnütz und besonders bei körperlicher Arbeit mit heben von Gewicht oder auch beim Laufen oder Hochleistungssport enorm wichtig.
Man würde ja sehen, wie es sich entwickeln würde. Jedenfalls musste Herr H. einen neuen Bewegungsablauf der Beine und eine neue Haltung, sowie Bewegungen mit dem ganzen Körper erlernen. Während des Trainings trat nur Schmerz auf, sobald man es falsch machte. Das war der Maßstab. Während der Zeit des Übens entwickeln sich die Muskeln anders und führen teilweise zu einer kurzfristig empfundenen Schwächung, die einige Tage bis 2 Wochen anhalten kann. Je nachdem wie gut man übt und wie groß die Probleme sind.
Die Schwäche kann sich so äußern, als hätte man keine Kraft mehr in den Beinen und könnte sich über die Knie nicht mehr hochdrücken. Herr H. merkte diese Schwäche auch, denn ich hatte es ihm vorher gesagt und so hielt er durch.
Nach 3 Wochen war er dann schmerzfrei, auch in seiner Tätigkeit und fühlte zudem viel mehr körperliche Kraft. Letztere wurde auch geübt und die hat nichts mit Hanteltraining zu tun, sondern mit der Benutzung der Muskulatur. Das Heben und arbeiten wird leichter, die Körperkraft erheblich größer und weniger anstrengend. Die Leistungsfähigkeit erhöht sich und man ist trotz fortgeschrittenen Alters nicht nur leistungsfähig, sondern auch abends nicht ausgelaugt und kaputt.
Die Meniskus-Operation hat er abgesagt und er war selbst über das Ergebnis überrascht. Jedenfalls hätte er es vorher nicht geglaubt.
Hinweis:
Wer Knieprobleme hat, egal in welcher Form, sollte keine Einlagen tragen und sich keine "Wackelschuhe" kaufen, die nach außen gewölbt sind. Hilfsmittel lösen keine Probleme, sondern verstärken und/oder verändern sie und machen den Körper unbeweglicher. Erst nach Jahren treten dann weitere Probleme auf, die man niemals den Hilfsmitteln zuschreiben würde. Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Die Werbung verspricht viel und kurzfristige Verbesserungen führt man auf diese Hilfsmittel zurück. Jedes HIlfsmittel ist und bleibt aber unnatürlich.
Wer schlecht gehen kann, nimmt einen Stock. Er kann zwar behaupten, dass es mit dem Stock einfacher ist zu gehen, aber das Problem "Gehen" wird dadurch nicht gelöst, sondern schlimmer. Daran sollte man immer denken bei jedem Hilfsmittel. Wir haben Alles in uns und müssen nur lernen es zu benutzen.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.