Seit über 20 Jahren Bluthochdruck mit Schwankungen

Frau Marlies W. leidet seit über 20 Jahren unter Bluthochdruck und ist ca. 65 Jahre alt und übergewichtig. Zwischenzeitlich nahm sie 7 Tabletten nur gegen den Bluthochdruck ein. Selbst bei kleinsten körperlichen Anstrengungen, wie etwas zusammenkehren, reagierte ihr Blutdruck nach oben. Teilweise schnellte der obere Wert über 200 und war deshalb sehr bedenklich. Frau W. hatte deshalb Panik den Blutdruck zu messen. Frau W. ist die Nachbarin meiner Mutter. Wer jetzt glaubt, dass dies eine fingierte Geschichte ist, der irrt. Meine Mutter rief eines Sonntags aufgeregt an und sagte, dass die Marlies da wäre und es ihr extrem schlecht und übel wäre und ihr Blutdruck wäre über 200 und sie wüsste nicht was tun.

Ich sagte meiner Mutter was sie herrichten sollte und fuhr sofort los. Nach 20 Min. ist der Blutdruck über 50 Punkt nach unten gesunken und ihr ging es wieder besser. Die Übelkeit war weg und die Farbe trat in ihr Gesicht. Sie wollte jetzt ein Training machen, nachdem sie die Wirkung selbst erlebt hatte und sie hielt Wort.

Zunächst erklärte ich ihr die Zusammenhänge ihres Bluthochdrucks und was sie dagegen tun könnte und was sie anfangs lassen sollte. Körperliche Anstrengung kann man in einem solchen Fall nur machen, wenn man weiß, wie es geht und worauf es ankommt.

Während des Trainings wurde ständig der Blutdruck gemessen um auch direkt aufzuzeigen wie der Körper reagiert. Ein Blutdruck ist nie gleich, doch in diesem Fall wurde er durch Verspannungen ausgelöst. In einer hochschießenden Phase deshalb gleich Panik zu bekommen ist falsch und starke Medikamente zu geben auch. Der Blutdruck ändert sich ständig durch Muskelanspannung, was man erst einmal lernen und verstehen muss.

Frau W. bekam ihren Blutdruck langsam immer besser in den Griff. Sie wollte lediglich von den vielen Tabletten wegkommen. Ihr Hausarzt unterstützte sie dabei und war vom Training beeindruckt. Er gab zu, dass niemand weiß, woher Bluthochdruck kommt und außer Tabletten könnte er nicht helfen. Das freute mich auch, denn so konnte ihr der Hausarzt sagen, wann sie die erste Tablette absetzen konnte.

Zwischenzeitlich konnte sie durch ihren Hausarzt 3 Tabletten absetzen und das in ca. 10 Wochen. Sie muss allerdings weiter üben und weiter machen. Mir persönlich würden 3 Tabletten weniger nicht ausreichen. Sie ist froh, dass es ihr besser geht, die Tabletten weniger wurden und der Blutdruck nicht mehr hochschießt. Sie hätte die Möglichkeit ihren Blutdruck komplett zu normalisieren und ohne Tabletten zu leben. Dazu müsste sie aber konsequent üben und durchhalten. Doch das weiß ich nicht, denn trotz Nachbarschaft, kann man nicht ständig darüber reden. Jeder ist für seine eigene Gesundheit verantwortlich.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 74 Tagen.
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