Bandscheibenvorfall - in kurzer Zeit wieder schmerzfrei

Herr Traugott S. Diagnose lautete Bandscheibenvorfall zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel. Ein unangenehmes und sehr schmerzhaftes Ereignis. "Ich habe gerade einen Korb mit Holzscheiten gefüllt, mich irgendwie rumgedreht und dann ist es passiert.", erinnert sich Herr S. an dieses Ereignis. "Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Es hat gezogen und schmerzte bis ins linke Bein. Das Gefühl war so, als ob Strom durch mein Bein fließt."

Herr S. konnte sich nicht mehr bewegen und blieb deshalb in der Hocke sitzen. Langsam versuchte er sich aufzurichten und sein schmerzendes Bein zu benutzen. Es ging zwar aber es bitzelte, so als ob Ameisen durch das Bein liefen. Das war an einem Donnerstag und erst am Montag suchte er einen Arzt deswegen auf. Die Diagnose war eindeutig: Bandscheibenvorfall in LWS zwischen 4 und 5 (Lendenwirbelbereich 4. und 5. Wirbel). In solchen Momenten gehen einem viele Gedanken durch den Kopf. Woher, warum, wieso .... Man überlegt und überlegt, dreht sich aber ständig im Kreis, da man immer nur das glaubt, was man überall liest und hört.

Einseitigkeit, Abnutzung, keine oder nur wenig Bewegung

Herr S. ist Lehrer und hat diese Einseitigkeit, wie viele andere nicht, denn er sitzt, steht und läuft. Eigentlich ideal - eigentlich. Der Arzt verschrieb ihm 10 x Krankengymnastik, mit Schlingentisch. In der Krankengymnastik selbst war es etwas besser, aber danach war der Schmerz wieder da, wie eh und je. Den Schmerz betäubte er mit Schmerztabletten, ganz vertreiben konnte er ihn aber nicht. Nachdem die Krankengymnastik keine Besserung brachten erfuhr er von einer Bekannten von der Daub-Methode. Warum eigentlich nicht.

Im kostenlosen Beratungsgespräch erfuhr er, dass er lernen kann, sich selbst zu helfen. Gesagt getan, er wollte so schnell wie möglich selbst etwas dagegen tun, raus aus diesen Schmerzen. Herr S. lernte seine Fehlhaltung und einige seiner falschen Bewegungsabläufe kennen und lernte wie sich durch das "Neue" sein Körper wieder regeneriert. Die Zeit, wie lange so etwas braucht, liegt an jedem selbst und seinem Grad der Verspannung. So kann es wenige Wochen oder auch Monate dauern. Herr S. hatte schon während der ersten Trainingsstunde bemerkt, dass es "irgendwie besser" war. Er konnte sich selbst für kurze Zeit aus seinem Schmerz "heraushelfen". Das heißt aber noch lange nichts - das Ziel ist dauerhafte Schmerzfreiheit. Jetzt hieß es üben. In der zweiten Trainingsstunde, die ca. 2 Wochen später war, kamen weitere Übungen hinzu, die auf den ersten aufbauten.

Das Verständnis der Zusammenhänge solch unnötiger Bandscheibenvorfälle wurde Herrn S. immer klarer. Weder Sport noch irgendeine abwechslungsreiche Tätigkeit schützen einen vor einem Bandscheibenvorfall. Der einzigste Schutz ist das Wissen um die Zusammenhänge und das"Richtig-Machen" bei den grundsätzlichen Bewegungsabläufen. So vergingen mindestens 5 Wochen bis Herr S. sich meldete und verkündete, dass seine Schmerzen weg wären. So benötigte er nur 3 Std. Einzeltraining. In der dritten und letzten Trainingsstunde lernte er noch Wichtiges über seine Wirbelsäule kennen. Das Gröbste ist zwar überstanden, aber das Üben deshalb nicht vorbei.

Beim Bücken drücken einige Lendenwirbel bei Herrn S. sichtbar nach außen. So entsteht eine enorme Belastung für seine Wirbelsäule und es kann wieder zu einem Bandscheibenvorfall kommen, wenn man das nicht von Grund auf behebt. In dieser Trainingsstunde konnte er sich bereits so bücken, dass die Wirbel nicht mehr nach außen drückten, sondern eine normale Linie bildeten. Das war sehr erstaunlich, weil nicht jeder das so schnell umsetzen kann.

Herr S. konnte jetzt auch die Aussage nachvollziehen, die ich ihm schon im voraus sagte, dass sich im Rücken spürbar und von ganz alleine Muskeln aufbauen, die man vorher nie gespürt hat und durch die Fehlhaltung nur schwach benutzt wurden. Genau das hatte er jetzt gefühlt. Im unteren Rückenbereich, genau in der Höhe seines ehemaligen Problems, spürt er oftmals seine Muskeln. "Es ist kein Schmerz, sondern eher so als ob Muskeln irgendwie schwach sind und benutzt werden, die vorher nicht wirklich benutzt wurden." Wer das fühlt, hat Alles richtig gemacht und ist auf dem besten Weg seine Wirbelsäule auch für sein Alter vorzubereiten und keine Angst mehr vor Rückenproblemen zu haben.

Es schmerzt nicht, weil im Körper ein Fehler ist, es schmerzt, weil der Mensch etwas falsch gemacht hat und das auf längere Sicht hin. Diese Erkenntnis ist die Beste. Herr S. hat sich selbst geholfen und dafür möchten wir ihm gratulieren und ihm weiterhin viel Freude im Umgang mit seinem Körper wünschen.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.
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