Ursache von Schmerzen

Schon als Kind wird der Grundstock für spätere körperliche Beschwerden oder besser ausgedrückt körperliche Symptomen gelegt. Die Ursache ist schnell gefunden: Kinder ahmen nach. Sie ahmen aber nicht nur oberflächlich nach, sondern bis ins Detail. Kinder lernen eine ihnen vollkommen fremde Sprache. Dabei ahmen Sie die Laute, die Tonlage (Modulation) und Stimmlage ihrer Lehrer (meist die Eltern) exakt nach.

Kinder kommen auf die Welt und machen Alles richtig. Sie bewegen sich vorbildlich, haben ungeheure körperliche Kraft und sind die besten Psychologen auch ohne Studium. Wie kann das sein? Jedes Lebewesen lebt nach dem Selbsterhaltungstrieb, der da lautet: "Ich will". Bei Tieren und Kindern beschränkt es sich anfangs zunächst auf den Nahrungsbereich. "Ich will essen und zwar jetzt!" Ein Schrei aus dem Kindermund erfüllt sofort diesen Wunsch. Später wird das anders. Es kommt das Lernen und die Neugierde hinzu. Kinder wollen lernen und machen das mit Freude im Gegensatz zum Erwachsenen, der häufig Lernen als Zwang und notwendiges Übel betrachtet. Ein Kind lernt die Sprache, die ihm die Eltern beibringen. Es imitiert und das perfekt. Doch zum Imitieren von Laute gehört auch die entsprechende Mimik. Wer ständig beim Sprechen die Stirn runzelt, dessen Kind wird es genauso übernehmen. Woher soll ein Kind wissen, dass "Stirne runzeln" lediglich eine unnötige mimische Beanspruchung ist? Ein Kind weiß es nicht und deshalb ahmt es das genau nach.

Diese Bestätigung habe ich auch schon öfters von Teilnehmern gehört. "Ein Kind von 2 Jahren sah, dass sein Vater den Fuß gebrochen hatte und nun herumhumpelte. Es dauerte nicht lange und das Kind humpelte auch. Die Eltern machten sich Sorgen und wollten schon zu einem Arzt gehen, bis sie feststellten, dass es lediglich imitiert war." Kinder sind darin Weltmeister. Sie imitieren nicht nur die Mimik, sondern auch Bewegungsabläufe und die Haltung. Wer also möchte, dass sein Kind gesund bleibt und sich gut entwickelt, der sollte bei sich selbst beginnen. Die Kinder sind der Spiegel der Eltern.

Ein Rundrücken ist nicht angeboren, er ist imitiert. Migräne ist keine Vererbung, sondern eine Fehlhaltung und Anspannung von Muskeln. Rückenprobleme haben nichts mit der Tätigkeit zu tun, sondern mit einer Fehlhaltung. Kinder imitieren einfach Alles von der Fehlhaltung bis hin zu unnötig angespannten Muskeln. Ängstlichkeit ist genauso imitiert wie Verhalten. Wer in einer Familie großgeworden ist, in der Streit und heftige Auseinadersetzungen zum Alltag gehören, der imitiert dieses Verhalten. Wer seinen egoistischen und arroganten Vater imitiert wird genau so. Solche Muster haben nichts mit dem eigentlichen Charakter zu tun, sondern sind lediglich antrainiert. Häufig imitiert man genau das Elternteil mit dem man sich am meisten konfrontiert sieht, auch zum Negativen.

Kinder müssen ihre Rolle in der Familie finden und passen sich entsprechend an oder setzen sich entsprechend durch. Je nachdem wie die Eltern auf sie reagieren. Eine zickige Mutter wird auch eine zickige Tochter bekommen. Wer glaubt sein Kind hätte ADHS, der sollte sich einmal selbst besser beobachten. Es ist immer einfacher die Probleme bei anderen zu sehen als bei sich selbst. Leider werden solche Mißstände durch die Pharmaindustrie geschürt und leider ziehen Eltern und Lehrer hier gleichermaßen mit. Kinder ahmen nur das nach was sie kennen.

Die Nachahmung von Kindern ist aber so tiefschichtig, dass sie nicht nur so einfach abgetan werden kann. Kinder spüren die innersten Verhaltensmustern ihrer Eltern. Sie können sie nicht aussprechen aber sie verhalten sich danach. Eine Mutter, die unbedingt möchte, dass ihr Kind "es einmal bessert hat", vermittelt nur den Eindruck, dass es ihr nicht gut geht. Mit jeder Faser Ihres Körpers vermittelt sie Schwere, Anstrengung, Ungerechtigkeit, Erschöpfung, etc. "Das Leben ist schwer und ich hatte es schwer." Eine denkbare schlechte Ausgangsbasis, die nicht ausgesprochen werden muss. Es genügt sie tagtäglich zu erleben. Wer seine Eltern immer nur vor dem TV sitzen sieht, macht dasselbe. Wer selbst in der Schule schlecht war, glaubt den Schlüssel für gutes Lernen zu kennen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Dort wo das Manko oder die Verkrampfung sitzt, dort sitzt auch das Dilemma. Die Eltern wollen das Beste, doch mit welchen Mitteln? Ein Elternteil das gut in Mathematik ist, der wird niemals seinen Fokus bei seinem Kind darauf legen. Das Elternteil ist ja gut in Mathe und logischem Denken, es muss keinen Druck ausüben damit das Kind das lernt. Es lebt sein Verhalten vor und darauf reagiert das Kind und es imitiert. Deshalb wird es auch gut in Mathe sein. Hier stellt man sich natürlich die Frage nach dem angeborenen Grundcharakter.

Ein Vater, der in handwerklichen Dingen zwei linke Hände hat, dessen Sohn wird es wohl nicht anders ergehen. Es sei denn, das Kind imitiert nicht seinen Vater, sondern die Mutter und erkennt dann die Fehler des Vaters beim Handwerk und macht so dem Vater etwas vor.

Welches Elternteil imitiert ein Kind?

Diese Frage kann nicht zuverlässig beantwortet werden, nur annähernd. Aus meinen vielen Gesprächen mit Teilnehmern, deren Beobachtungen, Feststellungen und meinen eigenen Erfahrungen liegt es am Nächsten, dass Kinder das Elternteil imitieren mit dem es am meisten konfrontiert wird. Zum besseren Verständnis ein Beispiel: In Ihrer Firma mögen Sie einen Kollegen nicht. Er ist ein rotes Tuch. Warum, das wissen Sie selbst nicht. Er nervt endlos! Schon wie er redet, sich gibt, seine Mimik, einfach Alles nervt sie an ihm. Das interessante daran ist, dass Sie nur auf ihn fixiert sind. Die anderen Kollegen, mit denen sie sich gut verstehen, mit denen beschäftigen Sie sich nicht. Mit denen haben Sie ja kein Problem. Nur der eine, der nervt. Es kann auch sein, dass Sie vor einem Kollegen oder Chef Angst haben, weil er ihnen überlegen ist oder weil Sie tun müssen was er sagt. Es gibt unzählig viele Gründe. Jedenfalls beschäftigen Sie sich ständig mit Menschen die sie NICHT mögen. Die, die man mag, über die muss man sich ja nicht aufregen. Schon in der Schule hat man unliebsame Lehrer imitiert. Auch die Parodie im Fernsehen macht nichts anderes.

Was soll demanch ein abhängiges Kind tun? Es kann nicht weglaufen, es muss sich damit auseinandersetzen. Ein schlagender Vater, eine ängstliche Mutter, ein intrigierende und hinterhältige Mutter, was soll ein Kind lernen? Es lernt das, was es sieht - tagtäglich. Es imitiert und nimmt es als sein eigenes Leben an. So fragt man sich wirklich, ob man sein eigenes Leben oder das der Eltern lebt? Denken Sie über sich einmal genau nach. Wie sind Sie selbst? Wen imitieren Sie? Oftmals ist es nicht einfach das zu erkennen, aber der erste Schritt um es zu lösen - auch ohne Psychotherapeut.

Wessen Stimme ist das?

Damit Sie die Imitation von Kindern oder Ihre eigenen sofort nachprüfen können, hier ein Hinweis. Kinder ahmen sogar die Stimmen ihrer Eltern nach. Töchter die der Mütter, Söhne die des Vaters. Am Telefon wird das erst richtig bewusst gemacht, weil hier der visuelle Reiz ausgeschaltet ist. Jeden ist das schon passiert. Man ruft jemanden an und möchte beispielsweise die Mutter sprechen. Am Telefon ist aber die Tochter und sie halten diese für die Mutter, weil sie fast dieselbe Stimme hat. Kein besonderes Phänomen, sondern ein natürlicher Vorgang. Wollen Sie deshalb für Ihr Kind das Beste, dann überprüfen Sie Ihr eigenes Verhalten, Ihr Kind wird es imitieren.

In diesem Video sehen Sie die Imitation von Kindern auch mit unsinnigen Bewegungsabläufen. Kinder ahmen Alles nach, auch das scheinbar Unnötige oder Unsinnige.

Die Forscherin hatte diesen Test mit Kindern auf der ganzen Welt gemacht und fast alle reagierten gleich. Selbst, wenn das Unnötige sichtbar war ahmten die Kinder das vorgemachte Verhalten des Erwachsenen genau nach.

Bei Affen war dies anders. Sie ahmten es eher selten nach und konnten das Unsinnige vom Richtigen unterscheiden.

Dieses Video stammt aus der Reihe eine hochinteressanten Dokumentation mit dem Titel: "Von Affen und Menschen"

Das Ansehen lohnt sich in jedem Fall. Sie erfahren erstaunliche Dinge über Menschenaffen, deren Intelligenz in manchen Bereichen die von Menschen bei weitem übertrifft. Es ist kaum zu glauben und bringt einen zum Staunen. Alle Teile können Sie hier sehen. Von Affen und Menschen

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.
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