Trotz stetig steigender Krankenkassenbeiträge und scheinbar immer besserer medizinischer Versorgung, nehmen die körperlichen Leiden zu. Jeder zweite hatte schon Rückenprobleme, jeder dritte schnarcht und jeder zehnte hat Ohrgeräusche. Körperliche Symptome, die doch eigentlich kein Problem sein dürften, bei unserer modernen Medizin. Obwohl wir glauben Alles über unseren Körper zu wissen, besteht wohl doch noch ein bestehender Verständnismangel.
Wie bekomme ich meine jahrelangen Rückenschmerzen weg, wie hört das Pfeifen in meinem Kopf auf, wie löse ich meine Nackenverspannungen oder wie bekomme ich meine Depressionen in den Griff. Das sind Fragen, auf die die Medizin wenige Antworten weiß. Die, die sie hat wälzt sie auf mangelnde Bewegung, den Arbeitsplatz und ungesunde Lebensweisen ab. Was sie nicht in den Griff bekommt wird als psychosomatisch bezeichnet. Das ändert aber nichts an den Ergebnissen. Bei den vielen Therapien und Fitnessprogrammen müssten wir von Gesundheit nur so strotzen. Je älter wir aber werden, desto abhängiger werden wir von der Pharmaindustrie und von unnötigen Operationen. Eine Scheingesundheit, für die wir einen hohen Preis zahlen. Wir haben die Natürlichkeit verlernt und glauben an das, was wir jeden Tag gebetsmühlenartig zu hören bekommen. Sind wir eine Fehlkonstruktion der Natur?
Laut unserer Medizin müsste es wohl so sein. Es wird uns eingetrichtert uns mit Sport fit und gesund zu halten oder halten zu müssen. Ohne das geht es nicht. Bewegungsmangel erzeugt Rückenprobleme. Da der heutige Mensch sich immer weniger bewegt, glaubt man daran. Egal welche Tätigkeit man ausführt, unweigerlich macht Arbeit krank. Zuviel davon genauso wie zu wenig. Stress ist das Zauberwort einer ganzen Armada von Symptomen. Der Nachweis darüber ist eher dürftig. Dieser fällt wiederum in den Bereich des Unfassbaren, der Psyche. Was soll man dann eigentlich tun?
Es liegt nicht am Mangel an Bewegung, sondern daran wie wir uns überhaupt bewegen. Der Teufel steckt im Detail.
Bewegung funktioniert nur dann richtig, wenn die für die Bewegung notwendige Muskulatur entsprechend entwickelt ist. Diese Entwicklung geschieht einerseits über eine richtige Körperhaltung und andererseits über richtige Bewegungsabläufe. Wer wissen will, wie fit sein Körper ist, sollte zunächst nachschauen, welche natürlichen Bewegungen er ausführen kann. Haben sich durch Fehlhaltung und Fehlbewegung die Muskeln anders entwickelt als vorgesehen, entsteht eine Begrenzung. So kommt es vor, dass man ohne Anstrengung nicht mehr die Arme gerade über dem Kopf hochstrecken kann oder die Fingerbewegungen eingeschränkt sind. Häufig bei Frauen treten Durchblutungsstörungen in den Armen auf und das auch im jungen Alter. Haben Sie das gewusst? Sicherlich nicht, es hat Ihnen ja niemand gesagt und nicht gezeigt. Sie sehen und spüren es nicht. Wovon will man reden, wenn man anderen das Denken überlässt. Selbst die verrücktesten und unlogischsten Dinge werden Menschen oft "angedreht", ohne dass diese Fragen stellen.
Eine Annahme, das läge am Alter ist eine Fehlbeurteilung. Im Alter zeigen sich lediglich die falsch entwickelten Muskelpartien und bewirken deshalb die eingeschränkte Beweglichkeit oder körperlich, teilweise schmerzende Symptome. Auch im Alter sollte man beweglich sein und bleiben. Nicht Gymnastik ist die Wunderwaffe, sondern die Technik und das Wissen wie wir unsere Muskeln natürlich halten und benutzen können.
Die Daub-Methode hat es sich zur Aufgabe gemacht diese Haltungs- und Bewegungsabläufe wieder natürlich zu benutzen. Kein leichtes Unterfangen, das anfangs heftigen Muskelkater auslösen kann. Sie können selbst heftigste Schmerzen oder Migräne wieder selbst lösen und das in Minuten. Das benötigt Disziplin, Ausdauer und Freude den eigenen Körper und seine wahren Reaktionen kennenzulernen. Das Training beruht darauf, dass der Coach oder Trainer dem Übenden zeigt worauf es ankommt, was für ihn wichtig ist und wie er die Übungen auszuführen hat. Der Coach zeigt wie es geht und was echte Entspannung und Lockerheit bedeutet. Die Anforderungen sind für jeden unterschiedlich. Was dem einen leicht gelingt, empfindet ein anderer als äußerst schwierig. Der Coach ist gleichzeitig auch Vorbild, denn an ihm kann man die Übungen sehen und auch fühlen. Besonders das Fühlen ist wichtig. Wie fühlt sich Lockerheit an? Wie sieht Lockerheit aus? Echte Entspannung ist keine Meditation oder Einbildung, sie ist Arbeit und bedeutet seinen Körper zu fühlen und ihn zu beherrschen. Erst dann sind Sie ein Meister der Entspannung und wissen worauf es ankommt.
Das Üben selbst ist ein körperlicher Vorgang. Dieser körperliche Vorgang hat nachweislich Auswirkungen auf psychische Zustände wie Depressionen, die ebenfalls nicht durch einen psychischen, sondern ein körperlichen Zustand hervorgehoben werden. Muskuläre Verspannungsmuster zeigen deshalb Auswirkungen auf die Psyche. Das ist der wesentliche Unterschied. Man kann förmlich mit seinen Muskeln spielen um sich selbst zu beweisen, dass hiervon die Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen ausgelöst werden. Vielleicht klingt das für Sie neu und unglaublich. So klingt es auf jeden, bis er selbst diese körperliche Erfahrung gemacht hat.
Imitation und Nachahmung
Die wichtigsten Verspannungsmuster sind Imitationen. Diese werden schon in der Kindheit entwickelt und entfaltet. Kinder imitieren ihre Eltern und übernehmen deren Verhaltensmuster samt körperlichen Bewegungsabläufen. Das Ergebnis ist bei gleichgeschlechtlichen Personen, wie Mutter und Tochter, ein ähnliches Schmerz- oder Krankheitsbild. Wer Angst hat und zur gleichen Zeit die Schultern nach oben zieht, wird bald Schmerzen im Schulterbereich bekommen. Was war also zuerst da? Die Angst oder das Schulter hochziehen? Keines von beiden, denn das eine löst das andere aus, besonders, wenn man es vorgemacht bekommt. Man kann auch ohne Angst die Schulter hochziehen und bekommt dieselben Schmerzen. Genauso kann man Angst haben und dabei nicht die Schulter hochziehen und wird verwundert feststellen keine Schmerzen mehr zu haben. Einen psychischen Zustand, wie Sorgen kann man nicht ändern, aber er muss durch eine unbewusste und unnötige muskuläre Anspannung nicht noch verstärkt werden.
Natürliche Bewegungsabläufe beibehalten
Wie beweglich sind Ihre Finger? Wie weit bekommen Sie Ihre Arme noch nach oben? Machen Sie den Test und schauen Sie, was normal ist Finger-Test
Genau darum geht es bei der Daub-Methode. Das Erkennen und Reagieren des eigenen Körpers mit seinen körperlichen Fehlstellungen, Bewegungsabläufen und antrainierten Mustern. Rückenschmerzen haben nichts mit der Psyche zu tun oder mit der täglichen Arbeit. Stress ist kein Vorbote eines Burnouts oder viel Arbeit und erworbene Depressionen sind kein Aufschrei der Seele. Solche weit verbreiteten Meinungen sind zusammengeschusterte Unwahrheiten, die von den Massen übernommen wurden und werden. Statt zuzugeben, die wahren Ursachen nicht zu kennen, reimt man sich irgendetwas zusammen.
Körperliche Zusammenhänge muss man am eigenen Leib verspüren um davon sprechen zu können. Man muss spüren, wie durch Muskelanspannungen Stimmungsschwankungen innerhalb weniger Stunden ausgelöst werden. Wer diese Erfahrung gemacht hat, weiß, dass es genauso funktioniert. Wer diese Erfahrung nicht gemacht hat, glaubt weiterhin an das Märchen der armen Psyche und ihrer Belastung.
Fit und leistungsfähig zu bleiben ist deshalb kein Attribut der Jugend oder irgendwelcher Aufputschmittel, sondern eine Arbeit am und mit dem Körper. Nicht andere können unsere Probleme lösen. Nicht unsere Arbeit und unser Stress sind hinderlich an unserem Wohlbefinden und unserer geistigen Fitness. Nicht irgendwelche Mittelchen und Nahrungsergänzungspräparate machen uns leistungsfähiger. Es sind wir selbst. Es ist ein wichtiger Schritt das Wissen und Erleben dieser Zusammenhänge kennen zu lernen. Die Arbeit mit und am Körper macht Spaß und bedeutet, den Körper neu kennen zu lernen und für und nicht gegen ihn zu handeln.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.