Fast alle setzen ihr Hauptaugenmerk beim Schnarchen auf das Schnarchen selbst und die äußerlichen Merkmale. Das Gaumensegel flattert beim Schnarchen und löst das teilweise heftige und lautstarke Schnarchen aus. Doch das ist nur eines von vielen Symptomen und eine Auswirkung von verschiedenen Verspannungsmustern. Diese zu verstehen, zu erleben und abzustellen ist der Sinn das Schnarchen komplett einzudämmen. Darauf kommt es an.
Im linken Bild sehen Sie den Schlund von vorne nach hinten betrachtet, im Idealzustand. Hier sieht man deutlich wie eng Gaumensegel und Kehlkopf zusammenhängen. Veränderungen, durch Verspannungen, verursachen eine Veränderung des Gaumensegels. Dieses wird länger und der natürliche Muskeltonus geht verloren. Das Gaumensegel jetzt zu kürzen bringt nur kurzfristig eine Besserung. Das eigentliche Problem, die Verspannung, ist nicht beseitigt und deshalb wird das Gaumensegel bald wieder länger und das alte Schnarch-Problem ist wieder da. Mit zunehmendem Alter verändert sich bei den meisten ein solch idealer Schlund wie auf dem Bild. Das liegt aber nicht am Alter, sondern an den unbemerkten Verkrampfungen. Mit Schneiden oder Kürzen von Gaumensegel und Zäpfchen ist die Ursache nicht gelöst, sondern nur das Symptom und kommt deshalb auch häufig wieder zurück. Ähnlich verhält es sich mit Schlafapnoe.
Symptombekämpfung löst aber kein Schnarchen. Wer sein Augenmerk nur auf die äußerlichen Symptome lenkt, kann nicht die wirkliche Ursache finden und somit das Symptom Schnarchen nicht beheben. Die medizinischen Versuche mittels Operationen und allen möglichen Hilfsmitteln verbeißen sich nur in der Symptombekämpfung. Nur kurzzeitig ist dann das Schnarchen eingedämmt. In vielen Fällen kommt es wieder zurück. Die Ergebnisse nach Operationen werden nur direkt danach ermittelt. Wie es nach Wochen, Monaten oder Jahren damit aussieht, danach fragt keiner. Es wird eben wieder auf das Alter und andere Mutmaßungen zurückgeführt. Vielleicht ist das der Grund, warum so Vieles gegen Schnarchen angeboten wird.
Was passiert beim Schnarchen?
Das Gaumensegel mitsamt dem Zäpfchen flattert im Rachen durch die Atmung hin und her und erzeugt in Verbindung mit Speichel und Schleim die unangenehmen Schnarchgeräusche. Das ist die sicht- und hörbare Ausgangsbasis. Doch beileibe nicht das Hauptproblem. Die Frage ist vielmehr, warum es so ist und nicht dass es so ist. Ein solches Flattern des Gaumensegels ist auf viele zusammenhängende Bereich zurückzuführen, wozu auch die Atmung und unbewusste Verspannungsmuster zählen.

Die Ursache liegt nicht im Flattern des Gaumensegels, sondern in unbemerkten Verspannungen begründet. Das Schnarch-Symptom hat sich nicht plötzlich eingestellt, sondern ist langsam und im Laufe der Zeit entstanden. Es nahm aber meist an Lautstärke immer mehr zu. Diese unbewussten Verspannungen entstehen durch Verhaltensmuster, die schon in der Jugend gelegt werden. So wie viele die Stirne runzeln, wenn sie nachdenken, so verspannen sich Schnarcher im Hals- und Rachenbereich. Es tut nicht weh, es verändert nur auch im Laufe der Jahre das Aussehen. Ein Grund dafür, warum auch schon Kinder schnarchen, weil sie die unbewussten Verhaltensmuster Ihrer Eltern übernehmen. Kinder können so gut nachahmen, dass sie sogar die Stimme ihrer Eltern imitieren.
Schnarcher haben bestimmte Merkmale

Die Suche nach Merkmalen hat nichts mit psychischen Zuständen oder anderen Gegebenheiten zu tun. Auch das Alter oder die Wechseljahre der Frau spielen keine Rolle. Übergewicht ist auch nicht ausschlaggebend, solange es sich im Rahmen von 30-40 kg bewegt. Messen Sie Ihren BMI-Wert: zur BMI-Wert-Messung
Bei einer reinen Gewichtsreduzierung kann es sein, dass das Schnarchen reduziert wird, das muss aber nicht zwingend so sein. Das ist meistens dann der Fall, wenn Übergewicht sich negativ auf das Körperempfinden ausgewirkt hat, wie es bei Kurzatmigkeit, erhöhter Speichelbildung und raschem Schwitzen der Fall ist.
Das sind einige Merkmale, doch gibt es noch andere. Es ist also keine lineare Gleichung. Schlanke Menschen schnarchen genauso laut wie Übergewichtige.
Man kann alles miteinander kombinieren und sich das Angenehmste herauspicken, weil man es so sehen und so seine These aufstellen will.
Ein Beispiel von Ursache und Wirkung

Die Ursache hat mit dem Symptom nichts zu tun. Ein kleines Beispiel soll das verdeutlichen. Nehmen wir an, Sie haben eine Türe, deren Scharnier sich im Türrahmen gelockert hat. Jedes mal, wenn die Türe geöffnet oder geschlossen wird, streift sie am Boden und man kann sie schwerer bewegen. Sie erkennen nicht die Ursache, sondern erkennen nur das Symptom. So schleifen Sie das Türblatt unten entsprechend ab. Jetzt bewegt sie sich wieder ungehindert. Doch wie lange?
Das Scharnier kann das Gewicht der Türe nicht ewig aushalten und so senkt sich die Türe ganz langsam immer weiter. Das Spiel beginnt von vorne. Hätten Sie sich richtig damit befasst, hätten Sie das lockere Scharnier irgendwann entdeckt und es wieder richtig verankert. Das Problem wäre gelöst und Ihre Türe nicht zu kurz.
In technischen Dingen denken wir so, im Bereich des Körpers leider nicht. Schnarchen ist nur das lautstarke Geräusch verspannter Muskulatur, aber nicht die Ursache. Deshalb bekommt man auch extrem lautes Schnarchen mit dem Anti-Schnarch-Training selbst in den Griff, wenn man möchte.
Schnarchen durch unbewusste Verspannungen
Diese unbewussten angespannten Muskeln zu lösen bedeutet das Schnarchen zu mindern und ganz einzudämmen. Deshalb spielt es auch keine Rolle, wie stark Ihr Schnarchen ist. Sie selbst bestimmen, ob Sie es beheben möchten und niemand anderes.

Viele solcher Verspannungsmuster bemerken wir gar nicht. Erst im Laufe der Jahre nehmen sie zu und führen deshalb zu weitreichenden Symptomen und so nimmt die Schnarch-Häufigkeit, Lautstärke und als weiteres Müdigkeit und Erschöpfung zu. Es sind keine Alterserscheinungen, wie weithin vermutet, es sind langjährige Verspannungs-Muster.
Schnarchte man vorher nur ab und zu, so schnarcht man irgendwann jede Nacht. Erst nach vielen Jahren kümmert man sich um sein Schnarch-Problem und sucht Rat bei seinem Hausarzt. Die Antworten sind oft niederschmetternd, denn bis heute gibt es kein Mittel, Gerät oder Spritze gegen das Schnarchen. Eine dauerhafte Hilfe kann man nur dann bewerkstelligen, wenn man lernt seine Verspannungen loszuwerden. Erst durch diese Erkenntnisse und die eigenen Erfahrungen versteht man das Ganze und erkennt, dass Schnarchen nur eines von vielen Symptomen ist.
Medizinisch gesehen interessiert nicht das Schnarchen, sondern nur die nächtlichen Atemaussetzer oder auch Schlafapnoe genannt. Das Schnarchen selbst ist zwar störend aber nicht gesundheitsbedenklich.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 74 Tagen.