"Wer Alkohol trinkt schnarcht." Diese weit verbreitete Meinung stimmt nur begrenzt. Es kommt auf verschiedene Voraussetzungen an, die bei jedem Menschen wieder unterschiedlich sind. Aber lesen Sie selbst.
Sie trinken gerne in Gesellschaft ein Gläschen Wein oder ein zweites? Ihre Partnerin oder Ihr Partner schaut Sie deshalb schon etwas schief an. "Muss das sein? Du schnarchst nachher wieder so stark, dass ich nicht mehr schlafen kann!" Was soll man tun? Jeder kennt sich selbst und weiß genau wie es mal wieder endet. Ein Gläschen Wein oder ein Bier zu viel und das Schnarchen setzt ein. Doch wie hängt es zusammen?
Kontrolliert in Gesellschaft trinken
Je mehr Alkohol jemand zu sich nimmt, desto stärker verliert er die körperliche Kontrolle. Der Alkoholpegel steigt und kann im Blut gemessen werden. Eine Beeinträchtigung wirkt sich besonders auf das Gehirn aus. Jeder sollte sich deshalb kennen und wissen wie viel er verträgt.
Sitzt man in netter Runde spürt man die Wirkung des Alkohols nicht so stark. Gefährlich ist es, wenn ständig nachgeschenkt wird und man den Überblick verliert, wie viel man eigentlich getrunken hat.
Schwanken und Schwindel
Erst, wenn man aufsteht sehen auch andere die Veränderung. Der Gang ist leicht schwankend und man muss sich beim Gehen abstützen um nicht hinzufallen. Die Zunge funktioniert nicht mehr so richtig, man beginnt zu lallen.
So reagiert der Körper
Der Alkohol gelangt in den Magen und etwa zwei Minuten später hat er das Gehirn erreicht. Von hier aus ist der Einfluss immens besonders auf die Nervenzellen. Die Übertragung von Reizen wird verringert, was die Transmitter bewirken. Alkohol ist eine Droge und so wie Alkohol wirken auch andere Drogen. Sie setzen die Leitfähigkeit der Nerven herab und verlangsamen alle Vorgänge. Das Gehirn ist so nicht mehr in der Lage alle Funktionen vollständig auszuführen.
Bei zu viel Alkoholgenuss wird der Muskeltonus herabgesetzt und verliert an Spannung. Es stellt sich Schwindel ein, so als ob sich Alles um einen herum dreht. Die Müdigkeit nimmt zu. Die Rachenmuskulatur ist genauso von dieser Muskel-Erschlaffung betroffen.
Das richtige Maß ist wichtig
Doch wie immer kommt es auf das richtige Maß an. Bei geringem Alkoholgenuss entsteht noch keine Erschlaffung und der Muskeltonus kann noch aufrecht erhalten werden. Ein Nicht-Schnarcher wird nur bei erhöhtem Alkoholgenuss zum Schnarcher, je nachdem, wie hoch die grundsätzliche Speichelbildung ist.
Besonders abends vor dem Zubett-Gehen sollte man den Alkoholkonsum reduzieren. Wer nach dem Anti-Schnarch-Training sein Schnarchen reduziert hat, kann wieder ein Gläschen Wein oder Bier zu sich nehmen, ohne Schnarch-Folgen.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 74 Tagen.