Schnappfinger - Ursache

Man sagt tatsächlich Schnappfinger dazu oder auch schnellende Finger. Im medizinischen Fachjargon spricht man von tendovaginitis stenosans. Sie schnappen regelrecht weg und man hat es nicht im Griff. Finger schnappen beim Schließen oder Öffnen der Hand. Teilweise entsteht ein hörbares Knacken oder Knacksen. Beim Öffnen können Finger aber auch regelrecht hängen bleiben und müssen dann mit Hilfe geöffnet werden. Manchmal auch schmerzhaft. Schnappfinger entstehen wie Vieles andere auch im Laufe der Jahre durch zu starke Anspannung.

Schnappfinger Ursache

Wie bei so vielem anderen spielen auch hier der Schulterbereich eine große Rolle. Falsche Bewegungsabläufe und unbewusste Muskelanspannungen führen zu solchen Schnapp-Fingern. Der gesamte Armbereich und das Handgelenk sind mit betroffen. Die täglichen Tätigkeiten spielen bei der Ursache keine Rolle, sondern die Art und Weise, wie man diese täglichen Dinge und Arbeiten ausführt. Benutzt man die falschen Muskeln und belastet andere mehr, die dafür ungeeignet sind, kommt es zu Verkrampfungen. Diese ziehen sich zusammen und schränken auch die Sehnen und Bänder von der Beweglichkeit her ein. Sofort beginnt man zu schonen, weil es auch oftmals schmerzt und dadurch wird es natürlich nicht besser. Finger verdrehen sich und die gesamte Hand mit dem Bewegungsablauf verändert sich. Gibt man der Hand wieder eine "normale" Richtung, wird dies als komisch empfunden.

Anzeichen Schnappfinger

Schnappfinger und weitere BeweungseinschränkungenHäufig beginnt es beim Daumen. Das unterste oder erste Daumenglied schmerzt, sobald man etwas daran herumdrückt, doch muss das nicht immer so sein. Im Normalfall ist dies unempfindlich. Der Daumenballen schwillt an und wird im Laufe der Zeit dicker. Das ist allerdings nicht wirklich erkennbar, weil man das erst durch die Erfahrung wahrnimmt. Bei Vielen ist der Daumen nur mitbetroffen, weil die anderen Finger langsam ihre Bewegungen einschränken. Sind die Muskeln unnatürlich angespannt, schmerzen die Finger. Die Bewegung der Finger nach hinten ist eingeschränkt. Der gesamte Arm erfährt eine Muskelanspannung, die man gar nicht selbst bemerkt, weil man sich schon längst daran gewöhnt hat. Schauen Sie sich einmal diese Test an.

Das linke Bild kann nicht den ganzen Umfang zeigen. Dieser Teilnehmer ist Musiker und hatte festgestellt, dass er im Laufe der Zeit seine Finger immer schlechter bewegen konnte, besonders am Keyboard. So verkrampft man noch mehr und es wird schlimmer. Die Spannweite der Hand wird kleiner und auch ein Krampf in der Hand kann auftreten. Es fiel im äußerst schwer seine Hand überhaupt zu strecken. Das ging fast nicht, weil Alles anspannte und man sieht auch bereits vorhandene Verdickungen in den Fingerspitzen. Diese sind häufig anzutreffen auch besonders bei einem rundrücken, da hier die Schulterverspannungen und Fehlhaltungen ernorm sind. Starke Muskelverkrampfungen in Hand und Arm führen zu Durchblutungsstörungen, was wiederum zu solchen Verdickungen in den Fingergelenken führen kann.

Schnappfinger und weitere Bewegungseinschränkungen bei geöffneter HandFrauen neigen eher zu Schnappfingern, doch auch Männer sind davon betroffen. Viele Frauen können nicht richtig einen Ball oder Stein werfen und es wirkt etwas ungelenk. Hier stimmt die Technik nicht. Doch die stimmt nicht nur beim Werfen, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch die anderen Bewegungen im Arm- und Schulterbereich. Statt die Kraft der Muskeln im Arm und in der Hand richtig zu benutzen, baut sie sich ab.

Im rechten Bild sieht man wie angespannt die Hand ist. Die geröteten Stellen am Handballen und und der gesamten Hand weisen nicht auf eine gute Durchblutung hin, sondern auf eine große Anspannung, die das Blut staut und nicht richtig fließen lässt, weshalb es auch zu Verdickungen in den Fingergelenken kommt. Es sind Ablagerungen auf Grund der Durchblutungsstörungen und der Unterversorgung. Bei wieder regelmäßiger Blutversorgung bilden sich diese Ablagerungen langsam zurück.

In diesem Fall würde mit zunehmender Verspannung auch weitere Symptome und Bewegungseinschränkungen ergeben wie z.B. das Dupuytren.

Letzte Aktualisierung: 05.03.2012 - 23:00 - vor 772 Tagen.
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