Bisher teilt man Schmerzen und ihre Herkunft in zwei Bereiche auf: Schmerzen, die körperliche Ursachen haben und Schmerzen die psychische Ursache haben. Beide sollen in Beziehung zueinander stehen und letztere teilweise sogar vom Körper simuliert werden. Die Herkunft vieler Schmerzen und Schmerzbereiche und deren Ursache sind oftmals auf Seiten der Medizin bis heute unbekannt und die Erklärungen hierzu lediglich ein Konstrukt. Wer langjährige Schmerzen hat, kann davon ein Lied singen, wie hilflos die Medizin ist und man mit erklärenden Worten, Tabletten, Theorien und Therapien einfach nicht weiterkommt.
Wer Schmerzen im Schulterbereich hat, dessen Ursache ist meist klar: Verspannungs-Schmerzen. Diese werden der täglichen Arbeit, meist Bürotätigkeiten zugesprochen. Der Schulterbereich ist heiß und hart. Drückt man mit den Fingern darauf, schmerzt es erheblich. Hier sollen die Triggerpunkte sitzen. Was sollen die bewirken? Gar nichts! Es geht einfacher und gibt eine ganz einfache und logische Regel.
Heben Sie einmal eine gefüllt 1,5 Liter Flasche Wasser hoch. Jetzt drücken Sie mit den Fingern der anderen Hand auf die Bizeps Ihres Oberarms. Was passiert? Je stärker Sie drücken, desto größer ist der Schmerz und das sogar nachhaltig. Es kann sogar zu blauen Flecken führen, je nachdem, wie stark ihre Muskeln entwickelt sind und benutzt werden. Das leuchtet jedem ein, oder?
Jetzt zurück zu den Schulterschmerzen. Hier geschieht nichts anderes. Die harten Stellen im Nacken- und Schulterbereich sind nichts anderes als genau solch angespannte Muskeln, wie diese, die die Wasserflasche halten mussten. Drückt man auf einen angespannten Muskel, schmerzt er immer. Das ist doch klar.
Kennen Sie jemanden ohne Schulterverspannungen? Drücken Sie hier auf diese "Triggerpunkte", dann schmerzt nichts und der Schulterbereich ist auch nicht hart und schmerzt nicht.
Das ist der Unterschied zwischen verspannt und unverspannt. Verspannung bedeutet nur, dass man Muskeln unnötig anspannt. Dies geschieht jeden Tag, von morgens bis Abends, mal mehr mal weniger. Es ist lediglich ein Muster.
Jeder spannt anders an. Der eine bei Ärger (Stress), ein anderer, weil er mal wieder Alles machen muss, oder weil man sich ärgert, jemandem nicht die Meinung sagen zu können, oder weil man Sorgen hat..... und so weiter.
Sehr viele Menschen spannen ohne es zu bemerken Muskeln an. Jeder andere und deshalb bekommt jeder auch andere Schmerzen. Doch Schmerzen treten nicht sofort auf. Teilweise erst nach Jahren. Dann hat man wenig Gefühl für Lockerheit, d.h. man muss es wieder lernen. Man muss lernen, was Lockerheit in dem verspannten Bereich bedeutet.
Hat man diesen Trick raus, ist der Schmerz, z.B. im Schulter- und Nackenbereich verschwunden. Ja, die typischen Nackenschmerzen verschwinden, sogar bei einem schon vorhandenen Wundschmerz in Sekunden. Ja, sie lesen richtig - in Sekunden.
Natürlich muss man zunächst die Technik erlernen, aber nachher kann man seine Gewohnheiten bewusst steuern und kontrollieren. Schließlich kommt es genau darauf an. Nicht Sie beherrschen Ihren Körper, sondern Ihr Körper beherrscht Sie. Das gilt es zu lernen und das ist der Trick für ein langes und gesundes Leben.
Schmerzfrei zu leben ist ein Lernen, ein Kontrollieren. Wer das kann, lernt seine körperlichen Muster kennen. Er weiß dann, dass er z.B. bei Ärger seine Schultern anspannt, was er vorher gar nicht bemerkte. Er weiß dann, dass er im Ärger oder bei Sorgen trotz Allem seinen Körper kontrollieren muss. Seine Sorgen und sein Ärger wird dadurch nicht weniger. Sein Körperlicher Zustand bleibt aber erhalten und sein Kopf bleibt frei. Klare Gedanken kann man in einem verspannten Zustand schlechter fassen als mit Schmerzen oder wenn man sich unnötig hineinsteigert.
Viele Operationen sind nicht nur gefährlich, sondern ein erheblicher Eingriff in den Körper. Egal, wie hoch die positive Quote bei einem Eingriff auch sein mag. Niemand möchte zu dem Prozentsatz gehören, bei dem eine Operation schief geht, egal, wie gering die Gefahr sein soll. Zu welchem Prozentsatz man gehört erfährt man allerdings erst hinterher. Dann ist es aber zu spät. Ob Operationen wirklich sein müssen fragt man sich erst hinterher. Nicht immer ist es gleich ein Ärztefehler. Jede Operation ist nun mal ein ernst zu nehmender Eingriff, den man überdenken sollte.
Warum nicht etwas Natürliches vorher ausprobieren. Vielleicht hilft es ja, denn operieren kann man immer noch. Eine Knie-OP oder Hüftprothese ist schließlich kein Honigschlecken. Nicht immer muss operiert werden, egal wie groß die Routine angeblich ist.
Weiterhin besteht die Meinung, dass z.B. die häufig auftretenden Rückenschmerzen erworben sind, durch Arbeit, Sorgen, Stress. Kopfschmerzen oder Migräne sollen durch Wechseljahre, das Wetter oder neuerdings sogar durch die Gene ausgelöst werden. Eine schöne Ausgangsbasis, mit dem Hinweis, selbst nichts tun zu können, sondern ständig auf Hilfe angewiesen zu sein, in welcher Form auch immer.
Letzte Aktualisierung: 09.05.2012 - 15:36 - vor 13 Tagen.