Die Aushöhlung des Systems durch angeblich Kranke

Wir bezahlen jeden Monat Unsummen an ein Krankheitssystem, das uns krank bleiben lässt. Darum heißt es auch Krankenkasse und nicht Gesundheitskasse. Kaum haben wir Schmerzen, kommt eine warme Hand, die uns führt und einredet: "Du bist nicht schuld an Deinen Schmerzen! Es ist das Umfeld! Du hast Dir zu viel zugemutet! Du bist belastet! Du brauchst eine Auszeit! Du Armer! Du Arme!"

Wer das glaubt, soll am Besten verschiedene Medizinbücher mit Symptomen wälzen, zum Arzt gehen und sich für alle Zeit krankschreiben lassen. Auch das ist in der heutigen Zeit kein Problem, bei den vielen "unsichtbaren" und "undefinierbaren" Krankheiten und Schmerz-Symptomen.

Scheinbar schuften wir uns zu Tode und haben Stress ohne Ende. Doch wir tragen nicht die Schuld, nicht die Verantwortung. Wir machen Alles richtig. Und was das Allerwichtigste ist: Wir können uns nicht selbst helfen! Zumindest glauben das die meisten.

Firmen sind die Gelackmeierten

Egal ob Mietnomanden oder angeblich kranke Angestellte - die Gelackmeierten sind diejenigen, die den Schaden haben. Eine Teilnehmerin erzählte mir einen Fall in der Firma Ihres Freundes. Ein Mitarbeiter wurde für einen Tag zum Schrauben sortieren abdegradiert und am nächsten Tag war er krank, denn er hatte angeblich eine Sehnenscheidenentzündung vom Sortieren. Welcher Arzt schreibt so einen krank?!?!

Solch ein Schwachsinn gibt es zu Hauff. Ein solcher Mitarbeiter müsste sofort fristlos entlassen werden, aber nein, man muss noch schön dafür lächeln und ihn noch fragen, ob es ihm jetzt wieder gut gehe, sofern er denn wieder gnädigst zur Arbeit erscheint.

Das Gesundheitssystem wird auch schamlos ausgenutzt und man drückt dafür in den Medien immer mehr auf die Tränendrüse und verbreitet Falschwissen. Diejenigen die gesund und fit sind, sind die Gelackmeierten. Sie haben das Nachsehen und sollen noch auf die "ach so Kranken" Rücksicht nehmen. Das kann irgendwo nicht sein. Unser Gesundheitssystem ist selber enorm krank und jeder kann irgend eine "Krankheit" vorschieben um krank zu machen oder auf berufsunfähig zu plädieren.

Mit einem Bandscheibenvorfall muss niemand den Job wechseln, egal wie körperlich anstrengend er ist. Das ist ein Irrglauben, es kommt auf das Know-how an. Aber weil man es tagtäglich hört und es niemand anzweifelt glaubt man diesen Blödsinn. Vor Allem deshalb, weil es keine wirkliche Hilfe aus ärztlicher Sicht gibt.

Firmenchefs besuchen Seminare um zu lernen wie man mit Burnout umgeht oder mit Frauen. Dann steht eine Heulsuse vor einem, die keinen Schneid und kein Durchsetzungsvermögen hat und dabei soll man noch ruhig bleiben oder sie um der Frauenquote wegen fördern. Eine kranke und abartige Welt ist das.

Einem Schwächeren zu helfen und ihn zu unterstützen ist die eine Sache ihm aber den Hintern zu putzen und seine Faulheit zu unterstützen eine andere. Irgendwo muss Schluss sein, denn es gibt noch genügend normale Menschen, die diesem Wahnsinn tagein tagaus ins Auge sehen müssen und dabei noch ihre Klappe halten sollen. Wer da nicht verspannt, wobei dann?

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.
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