Schlafapnoe sind nächtliche Atemaussetzer und wird medizinisch Schlafapnoe-Syndrom genannt, kurz SAS. So genügt es nicht, einfach nur von Schlafapnoe zu sprechen, nein hier werden wieder verschiedene Syndrome unterschieden. Wie in so vielen anderen Bereichen auch.
- Es gibt das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom, auch OSAS genannt. Hierbei glaubt man, dass die obere Muskulatur der Atemswege entspannen oder erschlaffen und dadurch den Schlund komplett verschließen um damit das Atmen zu verhindern. Der Körper kann nicht genügend Druck aufbauen um diese Erschlaffung "wegzudrücken". Der Körper erwacht meist unbewusst nur ganz kurz. Bei Schnarchern begleitet mit einer Art Seuferschnarchton. Man schläft weiter fühlt sich aber morgens gerädert. Je häufiger solche Atemaussetzer auftreten, desto geräderter und tagesmüder ist man.
- Als weiteres gibt es das zentrale Schlafapnoe-Syndrom, welches vom Hirn gesteuert werden soll. Das Hirn "vergisst" den Atemimpuls zu senden. Es wird geglaubt, dass eine solche zentrale Schlafapnoe erblich bedingt sei. Doch Teilnehmer konnten sich auch bei solchen Diagnosen selbst mit Übungen helfen.
- Beide Formen, die zentrale und die obstruktive Schlafapnoe treten häufig in gemischter Form auf.
Doch es gibt noch andere behauptete Schlafapnoe-Formen, die mir Teilnehmer mitteilen. Sie haben alle eines gemeinsam: einen Namen, mehr nicht. Die Ursache ist immer dieseslbe. Wer jetzt glaubt mit einer Schlafmaske oder einem CPAP-Gerät ist alles geregelt, der irrt sich. Wie ich schon oft durch Teilnehmer und deren Bekanntenkreis gehört habe setzt nach ca. 5 oder 6 Jahren durch das ständig benutzte Gerät Asthma ein. Das wiederum wird bedingt durch die falsche oder eine verkrampfte Atmung. Solche weiteren Symptome können sein, müssen aber nicht, denn jeder kommt mit der Schlafmaske anders klar.
Jedes Jahr erfolgt eine wiederholte Untersuchung im Schlaflabor, wobei die Werte überprüft werden und das Schlafapnoe-Gerät neu eingestellt und überprüft wird. Das sind weitere Kosten von ca. 400 € pro Nacht, die hier zu buche schlagen und nicht unerheblich sind. Hauptsache die Krankenkasse zahlt. Hinzu kommt der zusätzliche Schnickschnack und die regelmäßige bis tägliche Säuberung. Ein Aufwand, den nicht jeder auf sich nehmen möchte.
Auch ein bereits bestehender Bluthochdruck kann durch die Schlafmaske verstärkt werden. Jedenfalls sind nicht alle Begleiterscheinungen verschwunden, wie es häufig versprochen wird, sobald man eine Schlafmaske benutzt. Der Druck der Maske über die gesamte Nachthindurch bewirken eine veränderte Atmung. Erst im Laufe der Jahre bemerkt man, dass man schneller außer Atem gerät und auch rascher schwitzt. Das ist ein erstes Anzeichen dies zu ändern. Durch falsche Atemtechnik und einen erhöhten inneren Körperdruck wird ein Herzinfarkt ausgelöst, jedenfalls aus meiner Sicht.
Ich kann nicht mit Maske!
Diesen Satz hört man oft. Man versucht es zwar, kommt aber überhaupt nicht mit der Maske klar. Man kann nicht atmen oder reisst sich nachts den Fremdkörper unbemerkt vom Gesicht. Viele wachen auf und legen das "Ding" zur Seite um dann ruhig und entspannt vor sich hinzuschlafen. Oder sie steht unbenutzt im Schrank und gammelt vor sich hin.
Für diejenigen, die ihre Schlafapnoe weghaben möchte können ein Anti-Schnarch-Training besuchen. Dort lernen Sie die wahren Zusammenhänge ihrer Schlafapnoe kennen und wie sich die praktischen Zusammenhänge aufbauen. Man sollte ca. 3-6 Monate trainieren und durchhalten. Die Atemaussetzer gehen langsam zurück und bei den Übungen ist eine Schlafmaske kontraindiziert. Deshalb muss jeder für sich entscheiden was er möchte.
Angebotene Operationen gegen Schlafapnoe sind auch medizinisch stark umstritten. Die Ergebnisse erfolgen immer direkt nach der OP und werden oftmals geschönt. Hinterher stellen sich die alten Zustände in relativ kurzer Zeit wieder ein und benötigen einige Wochen bis 2 Jahre. Schon nach dem ersten Training bemerken viele schon eine Verbesserung und wollen nicht mehr üben. Das geht natürlich nicht, man muss schon seinen eigenen Schweinehund überwinden und die ungewöhnlichen Übungen täglich ausführen. Allerdings über den Tag verteilt, was eigentlich keinen Aufwand darstellt, sondern lediglich Routine.Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.