Schlafwandler, die scheinbar alltägliche Dinge tun und dennoch nichts davon mitbekommen, weil sie eigentlich schlafen. Gibt es sie wirklich? Es klingt geradezu unglaublich, doch ist es wahr.
Dieses Phänomen wird auch als Somnambulismus bezeichnet. Der Ursprung liegt im Lateinischen von somnus = Schlaf und ambulare = wandern. Häufig tritt es bei Kindern auf und verliert sich in der Pubertät wieder. Auch Erwachsene können darunter leiden. Ich kann mich auch an ein bis heute ungewöhnliches Ereignis erinnern, das mir passiert ist. Ich war etwa 16 bis 18 Jahre alt. Es war Sommer und ich ging mit Lockenwicklern ins Bett. Kurz vor dem Einschlafen drehte ich die Wickler aus meinen Haaren heraus und legte Sie auf meinen Nachttisch. Doch am nächsten Morgen wachte ich etwas verwundert auf. Meine Bettdecke war verschwunden und lag fein säuberlich zusammengelegt am Fuß meines Bettes. Daneben die akkurat aufgestapelten Lockenwickler. Wie kamen das Deckbett und die Lockenwickler dort hin? Meine Eltern waren genauso verwundert wie ich, denn es gab niemand sonst im Haus, der das gemacht haben könnte. Schließlich blieb mir nichts anderes übrig als davon auszugehen, dass ich es selbst war. Vielleicht habe ich das Alles im Schlaf gemacht. Erinnern konnte ich mich nicht daran und jemand anderes war ausgeschlossen.
In Schlaflabors konnten solche schlafwandlerischen Fähigkeiten mit der Kamera beobachtet werden. RTL brachte darüber eine Reportage. So wurden zum Beispiel Kameras in der Wohnung einer Probandin installiert und das nächtliche Geschehen aufgezeichnet. Trotz Dunkelheit wird zielsicher in der Wohnung umhergegangen ohne anzuecken. Es wird ein Brot geschmiert und ein Glas eingeschenkt. Ganz zielsicher und selbstverständlich, die Augen sind dabei geöffnet und trotzdem schläft die Probandin.
Mit einer Überwachungskamera wurden schon Menschen an einer Tankstelle gefilmt, die eigentlich schliefen. Sie sind schlafend bis zur Tankstelle gefahren und wurden dann bemerkt, nachdem sie bezahlen wollten und irgendwie komisch wirkten oder unbezahlt wegfahren wollten.
Das Unterbewusstsein kann Gewohnheiten auch im Schlaf ausführen.
Das Unterbewusstsein erfindet nichts Neues
Viele dichten dem Unterbewusstsein alles Mögliche an. Es wäre schön, wir könnten uns im Schlaf Fähigkeiten aneignen, die wir tagsüber anwenden könnten, wie im Film Matrix. Leider geht das nicht. Das Unterbewusstsein kann nichts Neues erfinden, nur Bekanntes abrufen. Ständige Wiederholungen prägen sich tief ins Gedächtnis ein und können demnach "im Schlaf" ausgeführt werden. Das Auto fahren ist ein solcher Vorgang, der ins Unterbewusstsein übergeht. Handgriffe, Techniken im Sport, Bewegungsabläufe all das muss man zunächst erlernen und bei ständiger Anwendung wird es automatisiert. Das Denken fällt somit aus. Natürlich nicht wirklich. Das Unterbewusstsein wirkt somit wie ein Zwischenspeicher, der immer wiederkehrende Automationen wie bei einem Computer in einen Zwischenspeicher legt um ihn bei Bedarf, ohne Nachzudenken, abrufen kann. Eine feine Sache. So gerüstet kann man diesen "Zwischenspeicher" auch Nachts abrufen und manche führen automatisierte Abläufe auch im Schlafwandeln aus.
Die Daub-Methode macht sich diese Tatsache zunutze. Hier geht es nicht um Gymnastik oder Sport, was man pro Tag 10 oder 20 Min. ausübt. Selbst dieser Aufwand ist nicht notwendig. Die Übungen müssen über den Tag verteilt geübt werden. Wie sitze ich, wie halte ich mich, wie locker ist dieser und jener Muskel mal wieder und spanne oder halte ich schon wieder fest. Darum geht es. Was anfangs viel und aufwendig erscheint wird immer weniger. Übung macht den Meister. So, wie das erlernen des Autofahrens anfänglich schwierig erscheint, kann man wirklich im Schlaf Auto fahren.
Deshalb wirken die Übungen gegen das Schnarchen
Geübt werden kann nur tagsüber. Je häufiger die Übungen gegen das Schnarchen über den Tag verteilt kontrolliert und geübt werden, desto besser wirken sie auch im Schlaf. Das Schnarchen entwickelt sich so entsprechend zurück. Ein Üben wie Gymnastik bringt aber keinen Erfolg, denn die Übungen sollten über den Tag verteilt geübt werden. Viele sind einfach nur Kontrollübungen, die unsere bisherigen schlechten Gewohnheiten ändern und umtrainieren. Die Übungen des Anti-Schnarch-Trainings haben auch Auswirkungen auf den Schlaf selbst und helfen auch bei Schlafstörungen. Hierbei kommt es allerdings noch auf mehrere Faktoren an. Wer unter richtigen Schlafstörungen leidet, für den gelten noch weitere Kriterien Schlafstörungen dauerhaft und richtig beheben.
Am Tage üben und nachts ruhig schlafen
Gerade das Anti-Schnarch-Training zeigt, dass man auch extremes Schnarchen selbst eindämmen und dauerhaft beheben kann. Es funktioniert. Ein Teilnehmer, der zu einem Video bereit war zeigt, dass es geht und dauerhaft hält. Zwischenzeitlich über 4 Jahre. Vom Extrem-Schnarcher zum ruhigen, schnarchfreien Schläfer
Ein bewusstes Umtrainieren am Tag bewirkt eine Übernahme bis in den Schlaf. Wie gut man deshalb morgens ausgeruht aufwacht oder wie schnell das Schnarchen eingedämmt wird, desto besser hat man tagsüber geübt. So kann man seine Erfolge sozusagen im Schlaf feststellen oder besser gesagt der Partner.
Hilfsmittel lösen deshalb nicht die eigentliche Ursache, sondern bewirken lediglich eine Eindämmung der Symptome, teils recht, teils schlecht. Jeder sollte sich dies ins Bewusstsein rücken und klar sein, dass nur jeder selbst sein Problem lösen kann und zwar von der Ursache her, nicht vom Symptom.
Ein Video über das Schlafwandeln
Das Videobild ist nicht sehr klar und auch der Ton etwas leise. Doch es zeigt die Informationen.
Das Video, wie ein Schlafwandler an die Tankstelle fährt und ein Auto betankt, habe ich im Fernsehen gesehen und mich dann im Internet auf Suche begeben, nach einem ähnlichen Video. Schließlich habe ich dieses Video, links, gefunden.
Diese Tatsache funktioniert auch bei der Daub-Methode im Training. Das Unterbewusstsein führt das aus, was es kennt. Etwas Neues kann es nicht erfinden und ein buch unters Kopfkissen legen um es Nachts zu lernen, gibt es leider auch nicht. Der Grund von Schlafstörungen liegt in unbewussten Verspannungen, die wir nicht nur tagsüber ausführen, sondern auch Nachts im Schlaf und uns deshalb um den Schlaf bringen oder uns schlecht schlafen lassen.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.