Niemand wird mit einem Rundrücken geboren, sondern der Rundrücken ist eine antrainierte Fehlhaltung. Damit Eltern rechtzeitig etwas dagegen tun können sollten sie einige Hinweise beachten. Ein Rundrücken ist nämlich kein notwendiges Übel und unabdingbar. Wird rechtzeitig das richtige dagegen getan, so entsteht kein Rundrücken.
Dennoch gibt es einige Merkmale, die besonders für Eltern wichtig sind um rechtzeitig die richtige Hilfestellung zu bieten und Kindern ein Leben mit einem Rundrücken zu ersparen. Die häufigste Ursache eines Kindes für einen Rundrücken ist die Imitation eines Elternteils, welches auch einen Rundrücken hat. Das Kind imitiert Vater oder Mutter und übernimmt so exakt den gesamten Bewegungsablauf und die Körperhaltung. Das ist vollkommen normal und nichts Ungewöhnliches, doch leider übernimmt das Kind auch die Fehlhaltung. Unterschiedliche Auswirkungen entwickeln sich dann bereits schon in der beginnenden Pubertät. Da Männer eine robustere Muskulatur haben spüren sie erst später die Auswirkungen eines Rundrückens.
Mädchen sind bereits mit Beginn der Pubertät betroffen. Sie leiden bereits früh, manches Mal schon ab 10 Jahren unter heftigen Kopfschmerzen bis hin zu Migräneattacken. Nicht jede Migräne im Kindesalter ist aber durch einen Rundrücken ausgelöst. Ich beschreibe hier lediglich die frühen Anzeichen, die aber bei einem anderen Verspannungsmuster zu ähnlichen Symptomerscheinungen führen können. Die Migräneattacken können sich bis zu den typischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Frieren, Absinken des Blutdrucks, Schwindel und Sehstörungen bis hin zu Konzentrationsstörungen äußern. Im Verlauf der Pubertät und zum Heranwachsenden erkennt man bei Betrachtung von Hinten einen ausladenden Rücken und eine schmale Taille. Als Jugendliche mag das noch einigermaßen normal aussehen, doch die Anzeichen täuschen. Der Körper hat sich bereits deformiert und tut es weiter.
Hier sollten besorgte Eltern das Richtige tun und ihr Kind so schnell wie möglich die Richtige Hilfe zukommen lassen. Diese liegt aber nicht in der Hilfe durch Medikamente oder, wie häufig angenommen, in einer psychischen Überlastung. Das ist vertane Zeit, denn die Leistungsfähigkeit ist trotz Medikamenten eingeschränkt. Der Deformationsprozess entwickelt unterschiedliche Symptome, da die Verspannungsmuster unterschiedlich sind. Kein Rundrücken ist wie der andere. Nuancen spielen hier eine Rolle und zeigen sich auch in den Nuancen. Zur Migräne können noch starke Menstruationsbeschwerden hinzukommen. Auch Jungs können im Kindesalter bei einem beginnenden Rundrücken schon unter Migräne leiden. Dies liegt an der Konstitution und dem Schweregrad der beginnenden Deformation.
Symptome entwickeln sich weiter
Im Erwachsenen Alter zeigen sich unterschiedliche Symptome. Die Bewegung ist stark eingeschränkt im Arm und Schulterbereich. Es kommt zu Nacken- und/oder Schulterschmerzen. Danach folgen Bewegungseinschränkungen im Fingerbereich. Auch die Schultern können schmerzen. Das ist auch ein häufiges Symptom bei Männern. Irgendwann entstehen Schmerzen und Probleme im Lendenwirbelbereich. Jetzt versucht man es mit Sport oder Fitnessgeräten zu verbessern. Ein fataler Fehler. Das Bewegungsmuster bleibt erhalten und entwickelt durch die nun entstehende Muskelbenutzung erst recht den Rundrücken aus, demzufolge verschlimmert er sich.
Im Alter zwischen 40 und 50 Jahren ist häufig die Migräne von jetzt auf nachher verschwunden. Nun tippt man auf eine Hormonumstellung und die beginnenden Wechseljahre. Das ist nicht der Fall. Es gibt keine Wechseljahre. Wer in dieser Zeit Symptome zeigt, gibt eigentlich nur zu erkennen, dass er unnötige Muskelanspannungen hat, die zu den typischen <<Wechseljahr-Symptomen>> führen. Ich hatte keinerlei Probleme und habe keine Umstellung oder Veränderung in irgendeiner Form bemerkt. Doch das war mir schon vorher klar, bevor ich meine Wechseljahre hatte.
Warum die Migräne häufig in dieser Altersgruppe verschwunden ist, ist im Körper begründet. Der Körper hat seine Statik so verändert und die Muskeln haben sich so deformiert und umgeformt, dass sie nun die Fehlhaltung schmerzfrei ausgleichen können. Doch zwischenzeitlich hat sich nicht nur die Wirbelsäule, sondern auch das Brustbein, die Schlüsselbeine und der Brustkorb verändert.
Taten Sport und Gymnastik anfangs gut, so zeigen sich nach einiger Zeit Schmerzen. Übungen, die man vorher machen konnte, gehen jetzt nicht mehr. Was ist da geschehen? Nein, Sie haben nichts falsch gemacht! Sie hätten es nur nicht beginnen dürfen. Die Muskulatur hat sich durch den Sport oder die Gymnastik noch weiter entwickelt und falsch aufgebaut. Der Körper kann diese Veränderungen nicht länger ausgleichen und es kommt zu Schmerzen. Eigentlich leuchtet das jedem ein, doch warum bis heute immer noch viele der Meinung sind, dass bei einem Rundrücken Sport hilft, ist mir schleierhaft. Wichtig ist, sofort mit jeglicher sportlicher Betätigung, die mit den Armen und Schultern ausgeführt wird aufzuhören. Besser früher oder gar kein Sport!
im Alter leidet der eine dann unter starken Schmerzen oder ein andere versteift immer mehr und läuft krumm und buckelig. Das liegt am Grad der Deformation. In diesem Stadium kann man auch aus Sicht der Daub-Methode nichts mehr machen. Die Anstrengung für einen alten Menschen ist einfach zu groß und zu anstrengend, besonders, wenn man schon vollkommen körperlich erschöpft und müde ist. Denn auch das ist ein körperlicher Zustand.
Was Sie machen wollen liegt in Ihrem Ermessen. Ein Rundrücken sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da man nie weiß, wie er sich später wirklich entwickelt. Das Beste für Eltern, ist ihn gar nicht erst entwickeln zu lassen. So ersparen Sie Ihrem Kind viel Leid und Schmerz.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 74 Tagen.