Die Deformation eines Rundrückens lösen bei vielen schon in jungen Jahren und der Pubertät Migräne aus. Mädchen sind mehr davon betroffen als Jungs. Ein Rundrücken ist ein besonderer Fall bei Migräne und hier sollte man gleichwohl die Ursachen und Reaktionen kennen. "Plötzlich hatte ich keine Migräne mehr!" Ja, das hört man oft, wenn man einen Rundrücken und Migräne hat. Besonders Frauen sind häufiger davon betroffen. Ein Rundrücken ist nicht angeboren, wie leider immer noch viele glauben. Er entwickelt sich durch Imitation eines Elternteils langsam. Kinder ahmen die gesamte Haltung und den Bewegungsablauf nach und erst im Laufe der Zeit verschieben sich die Knochen, weil sich Muskeln durch ihre Fehlhaltung anders entwickeln. Es kommt eher selten vor, dass ein Kind eine solche Fehlhaltung von alleine entwickelt, ohne Vorbild eines Eltern- oder Großeleternteiles oder eine anderen Erziehungsberechtigten.
Der Körper verändert somit die Statik und das schmerzt. Muskeln sind von Natur aus nicht auf einen Rundrücken vorbereitet und müssen erst einmal die Kraft entwickeln, den Körper in eine andere Statik zu bringen. In dieser Zeit der Veränderung tritt die Migräne auf und das teilweise heftig. Häufig in einem Alter, in dem sich der Körper verändert und das ist die Pubertät. Jahrelang quält man sich dann mit dieser Migräne herum, mal besser, mal schlechter.
Im Laufe der Jahre wird sie etwas besser oder empfindet es nur so, weil man sich daran gewöhnt hat. So geht das bis zu einem Alter zwischen 40 und 55 Jahre und plötzlich ist die Migräne weg. Von einem Tag auf den anderen. Wie das? Häufig in einer Zeit der weiblichen Wechseljahre und gerne schiebt man dieses Phänomen auch darauf zurück. In dieser Zeit ist aber mit dem Körper etwas anderes passiert. Er hat seine Statik verändert und seine Rückendeformation hat sich verfestigt. Genau wie eine Pflanze, die die Wuchsrichtung ändert, wenn man sie dreht. Was bei einer Pflanze wesentlich schneller geht, geschieht bei einem Menschen mit einem Rundrücken wesentlich langsamer. So verlaufen viele Migränefälle bei einem Rundrücken und besonders bei Frauen. Es kann aber auch anders sein, je nach Grad der Fehlhaltung und der Verformung durch den Rundrücken.
Erst in späteren Jahren entstehen weitere Schmerzen, die sich auf den Rücken und erhebliche Bewegungseinschränkungen beziehen. Einen Rundrücken zurück zu bilden ist nur in jungen Jahren möglich. Mit stärkerer Verformung besteht das Ziel nur darin eine Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zu erreichen. Eine komplette Zurückbildung ist nur bei einer leichten Form möglich, aber nicht bei einem extremen und harten Rundrücken.