Immer wieder hört man die Behauptung, dass ein Rundrücken schon von Geburt an bestehen soll. Merkwürdig ist nur, dass dies nie irgendwo vermerkt steht. Somit ist es wohl eher ein Gerücht oder eine Behauptung, die sich allerdings hartnäckig hält. Einen Rundrücken zu erkennen ist oftmals in jungen Jahren schwierig. Erst später zeigen sich die äußeren, sichtbaren Merkmale.
Das sind Veränderungen der gesamten Wirbelsäule. Wirbel sind miteinander verbunden und bei Bewegung erfahren alle Wirbel eine entsprechende Anpassung an den Bewegungsablauf. Somit zieht eine Bewegung der Brustwirbel eine Bewegung der Halswirbel, Brustwirbel, Lendenwirbel und des Kreuzbeines nach sich und umgekehrt. Es kommt demnach nicht darauf an dass man sich bewegt, sondern wie man sich bewegt. Das Hauptproblem und die Entstehung eines Rundrückens liegt in der Brustwirbelsäule.
Die typischen Bewegungsabläufe werden dafür schon in der Kindheit festgelegt und entwickelt. Was sich mit entwickelt ist die Muskulatur und genau darin liegt das Problem. Bewegt man sich falsch entwickeln sich auch Muskeln <<falsch>>. Muskeln bauen sich nicht auf oder ab, sondern werden durch die Benutzung auf- oder abgebaut. Nicht weil ich ein Gerät benutze mache ich es richtig. Richtig oder falsch sieht man nicht nur von außen an, es hat damit zu tun, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen. Eine Deformation ist die Folge und ein Rundrücken entsteht.
Folgen des Rundrückens schon als Kind
Die Folgen machen sich schon in der Jugend und der beginnenden Pubertät durch Kopfschmerzen, teilweise heftige und drückende Kopfschmerzen bemerkbar. Bei Mädchen stärker wie bei Jungs. Die beginnt schon im Alter von ca. 10 Jahren. Es kann auch ein häufiges Erkältetsein hinzukommen, oder Konzentrationsstörungen. Tun Sie das Ihrem Kind nicht an und ersparen ihm diese unnötigen Symptome.
Die Wirbelsäule erfährt durch ihre veränderte Form eine andere Belastung. Die Statik hat sich verändert und der Körper wird anders beansprucht. Schmerzhafte Antworten auf diese Veränderungen werden bereits im Kindesalter spürbar, denn hier liegt der Ursprung einer solchen Fehlhaltung.
Ein typisches Merkmal ist ein Hohlkreuz, das sich mit zunehmendem Alter immer mehr verstärkt zu starken Problemen führt. Der Rücken zeigt auf der Höhe der Brustwirbel eine nach außen gewölbte Wirbelsäule, die die Lendenwirbelsäule nach innen wölbt.
Warum kein Sport bei Rundrücken
Mit Sport, wie viele glauben und behaupten, kann man hier nichts bewirken. Sport verschlimmert das Ganze nur noch. Die zahlreichen Beispiele ergeben ein trauriges Bild, wenn man bedenkt, dass bedenkenlose Fitnesstrainer hier behaupten mit Krafttraining würde ein Rundrücken sich verbessern. Genau das Gegenteil ist der Fall. im Fitnessstudio verschlimmert sich ein Rundrücken. Was sich anfangs <<gut>> anfühlt weicht bald einer Realität. Nach Monaten oder Jahren zeigen sich die Auswirkungen in Form von Schmerzen. Erst dann hören viele auf, weil die Hüfte schmerzt oder der Rücken und sie schon während ihres Kraft- und/oder Fitnesstrainings Schmerzen haben. Sie haben das Falsche getan, leider. Jetzt das Ganze wieder rückgängig zu machen benötigt viel Zeit.
Die Muskulatur hat sich nämlich durch die Fehlhaltung und Fehlbewegung noch stärker entwickelt, aber nicht zum Vorteil, sondern zum Nachteil. Wer es nicht glaubt, sollte es ausprobieren. Gehen Sie ins Fitnessstudio und machen Sie Bilder - vorher - nachher. Sie sollten allerdings nicht den Fehler machen den Unterschied zwischen Deformation und echter aufgebauter Muskelmasse zu verwechseln.
Bewegungsabläufe sind schon als Kind entwickelt worden und deshalb entsteht ein Rundrücken. Ein Rückgang eines Rundrückens ist deshalb, je nach Schweregrad, eine harte Arbeit. Teilweise benötigen Sie dazu eine zweite Person und auch für diese Person ist das Üben mit einer Person mit Rundrücken anstrengend. Hier müssen Muskeln zurückgebildet werden und Bewegungsabläufe verändert, sowie die Fehlhaltung korrigiert werden. Geübt werden muss jeden Tag und sämtliche Bewegungen müssen umtrainiert, beobachtet und sofort korrigiert werden.
Bei einem leichten und noch nachgiebigen Rundrücken ist es nicht so anstrengend, bei einem starken und harten Rundrücken schon. Sämtliche Bewegungsabläufe die mit den Armen ausgeführt werden bedürfen der Kontrolle. Es darf keine Gymnastik, Nordic-Walking, Schwimmen oder Ähnliches gemacht werden. Oder besser ausgedrückt, jeglicher Sport, der mit den Armen und Schultern ausgeführt wird, sollte sofort abgebrochen werden, dazu zählt auch ein Terraband. Einen Rundrücken bekommt man, je nach Beschaffenheit und Art, nie ganz weg, damit sollten Sie sich abfinden. Je früher man kommt, desto besser ist es. Man kann einen Rundrücken komplett wegtrainieren, so dass nichts mehr darauf hinweist. Rundrücken selbst weg trainiert
Entscheiden Sie sich für ein Training der Daub-Methode, so sollten Sie die wichtigsten Dinge vorab abklären.
- Wie stark und hart ist mein Rundrücken?
- Bin ich bereit neue Bewegungsmuster zu lernen
- Bin ich bereit zu üben und teilweise auch Schmerzen auf mich zu nehmen?
- Habe ich eventuell jemandem zum Üben?
- Bin ich bereit täglich zu üben?
- Bin ich bereit monatelang zu üben?
Falls Sie diese Fragen nicht genau beantworten können, so können sie gerne zu einem Trainer zu einem kostenlosen Gespräch vorbeikommen. Ein Rundrücken ist ein langwieriger Prozess und hegt seine Begleiterscheinungen. Je stärker ein Rundrücken ist, desto größer ist der Aufwand. Vielleicht benötigen Sie eine Person als Hilfe, vielleicht auch nicht. Die Hilfe durch eine Person muss aber auch täglich vorhanden sein. Wer vorher in einem Fitnesscenter war und seine Muskeln falsch entwickelte, der sollte erst einmal monatelang nichts mit dem Oberkörper tun, damit sich seine Muskeln wieder etwas lockern und es nicht so anstrengend ist.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 163 Tagen.