Stimmbänder und Kehlkopf

Mit dem gesamten Kehlkopfapparat kann man die unterschiedlichsten Töne produzieren. Die Funktionsweise und technischen Dinge haben noch nichts mit unbewussten Anspannungen zu tun. Diese belasten den gesamten Stimmapparat enorm und führen zu Stimmveränderungen bis hin zu Reizstimme, Reizhusten, Räusperzwang, Heiserkeit oder Stimmbandlähmungen.

Die Stimmbänder selbst sind eine Art Haut, die über die Muskulatur eingestellt wird und so die Stimmbänder veranlasst sich zu verkürzen oder zu verlängern. So werden hohe oder tiefe Töne gebildet. Die Körpergröße hat einen Einfluss auf die Stimmbänder. Große Menschen haben lange Stimmbänder und deshalb eine tiefe Stimme. Kleine Menschen haben kurze Stimmbänder und deshalb hohe Stimmen. Deshalb haben Kinder oder Menschen mit einem Zwergenwuchs besonders helle und hohe Stimmen. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Kehlopf und StimmbänderKehlkopf und Stimmlippen

Die Stimmlippen liegen gespannt mit ihren Muskelfasern zwischen dem Schildknorpelinnern und den Stellknorpeln. Sie sind von einer widerstandsfähigen Schleimhaut, dem Stimmlippenepithel überzogen. Dieses ist besonders belastbar. Die größte Belastung ist verstärkt mit Bindegewebsfasern und mit einem starken Zug zusammengefasst, welche man Stimmbänder nennt. Das Stimmlippenepithel zeigt Ähnlichkeiten mit der Haut eines Delphins. Diese Haut macht den Delphin besonders schnell, weil die Wassermoleküle hier besonders nah an der Haut anliegen. Ähnliches befindet sich auch bei den menschlichen Stimmbändern. Die Stimmbänder werden in Schwingung versetzt und verwirbeln die Luft und so entsteht ein Ton oder Klang.

Die Luftröhre selbst wird durch Schildknorpel in Form gehalten, im Gegensatz zur Speiseröhre. Die Speiseröhre benötigt diese Stabilisierung nicht, denn die Nahrung bewegt sich ähnlich wie bei einer Schlange, in den Magen.

Kehlkopf mit Schilddrüse

In diesem Bild sieht man den Kehlkopf leicht schräg von der Seite betrachtet.

Der gesamte Kehlapparat ist von Muskeln umgeben. In einem natürlichen Zustand haben Sie die richtige Position. Das Zungenbein (os hyoideum) dient zur Stabilisierung des gesamten Kehlkopfs und der Luftröhre und ist frei beweglich. Es liegt normalerweise genau zwischen Mundboden und Hals, im 90°-Winkel. Man kann es dort selbst abtasten.

Bei Vielen verändert sich diese natürliche Kehlkopflage durch unbemerkte Verspannungen und Fehlhaltungen. Es entstehen Verschiebungen, die nicht nur den gesamten Kehlapparat nach vorne oder unten verschieben, sondern auch das Zungenbein. Es kann sich teilweise vom normalen Zustand 2 bis 4 cm verschieben. Solche Veränderungen wirken sich entsprechend aus und führen zu verschiedenen Symptomen.

In der Apotheke holt man sich ein Mittel um dem entgegen zu wirken. Doch das ist erfolglos, denn irgendwann stellt man fest, dass man sich eher eine Linderung eingebildet hat.

Auch ein Arztbesuch zeigt keinen besondern Befund. Manche Menschen haben jahrelangen Reizhusten, mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Mal ist er besser, mal schlechter.

Die klassischen Hilfsmaßnahmen sind meist erfolglos. Je stärker es wird, desto mehr verzweifelt man. Vielleicht ist der Elektrosmog daran schuld? Vielleicht hat man etwas an den Stimmbändern. Ein Besuch beim Logopäden verändert auch nichts daran.

Vielleicht hat man ein psychisches Problem? Kurzum, das Rätselraten dreht sich im Kreis. Es ist weder die Psyche noch ein organischer Befund. Die Verzweiflung steigt. Ein solcher Reizhusten kann sich extrem steigern und die Lebensqualität erheblich einschränken. Das nähere Umfeld fühlt sich genervt und belästigt.

Die Ursache solcher Probleme liegen genauso im muskulären Bereich, wie vieles andere auch. Über spezielle Übungen und technische Kniffe rückt man diesen starken Muskel-Anspannungen auf den Leib. Je nach Grad der Verspannung verschwindet ein solcher Reizhusten relativ schnell, zwischen 1 bis mehrere Wochen. Voraussetzung ist, dass es sich um einen "echten" Reizhusten handelt. Diesen empfindet man so, als ob sich irgend ein Fremdkörper im Hals befindet und man ihn versucht abzuhusten.

Eine stark erhöhte Schleimbildung mit Abhusten ist kein Reizhusten. Er kann auch behoben werden, doch Mus man hier weitere Ursachen eingrenzen. Hier wäre es sinnvoll, wenn Sie direkt bei mir in Freiberg anrufen würden, damit ich die Stimme hören kann. Durch meine Erfahrung als Gesangslehrerin habe ich nicht nur sehr viel Erfahrung, sondern auch hier spezielle technische Übungen entwickelt, die hier positiv auf die Stimme einwirken. Hier Mus man von Fall zu Fall unterscheiden.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 74 Tagen.
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