Frauen leiden schon früh unter Migräne oder starken kopfschmerzen, hervorgerufen von einem Rundrücken. Schon ab dem 10. Lebensjahr in etwa beginnen solche Symptome. Eltern sollten hier nicht nur mit Schmerztabletten reagieren oder eine vermeintlichen psychische Belastung vermuten, sondern hinterfragen, ob nicht ein Rundrücken vorhanden ist.
Ein Rundrücken entwickelt sich bereits in frühen Kinderjahren. In den meisten Fällen ist er nicht angeboren, sondern eine Imitation eines Elternteils oder nahen Verwandten. Das Kind imitiert die Fehlhaltung bis ins Detail und so deformiert die Wirbelsäule langsam aber sicher. In jungen Jahren sollte man mit einem Training beginnen und so seinem Kind einen Leidensweg ersparen. Die Muskulatur verändert die Wirbelsäule und deformiert langsam. Die Folge davon ist Migräne. Es benötigt Zeit, bis die Muskulatur eine solche Deformation ausgeglichen hat. Muskeln, Statik und die Druckverhältnisse im Körper müssen sich dazu ändern. Durch die von Natur aus schwächere Muskulatur der Frau treten Migräne-Attacken auf. Sie können Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Blutdruckschwankungen, Frieren, Gedächtnis- und/oder Konzentrationsstörungen auslösen. Oftmals sind auch Nacken- und oder Schulterschmerzen damit verbunden. Teilweise können auch Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen ausgelöst werden. Kein Zeichen einer psychischen Störung, sondern ein körperlicher Verspannungs-Zustand.
Mit zunehmendem Alter entstehen weitere Probleme und Bewegungseinschränkungen, die auch mit Gymnastik nicht aufgehalten werden können. Wer glaubt mit Krafttraining oder Fitness dem entgegenwirken zu können, wird das Gegenteil erleben. Der Rundrücken verschlimmert sich und führt deshalb im Laufe der Jahre zu weiteren Symptomen und Schmerzen. Häufig entsteht eine Polyarthritis in den Fingergelenken, infolge von Durchblutungsstörungen auf Grund der Fehlhaltung und Fehlbewegung im Schulterbereich. Diese ist schon im Ansatz zuerkennen an beginnenden Verdickungen der Fingergelenke, besonders im oberen, also 3. Fingerglied.
Die Änderung der Statik bewirkt eine Verfestigung bis hin zur Verhärtung der Muskulatur. Je nach Stärke des Rundrückens bewegen sich Knochen und alle dazugehörigen Bänder, Sehen, Wirbel, Bandscheiben, etc. mit. Der Körper verfestigt seine veränderte Statik immer mehr. Durch die Verfestigung der "neuen" Statik, verbessert sich die Migräne zusehends, bis sie im Alter um die Wechseljahre herum plötzlich verschwunden ist. Viele glauben deshalb, es sei auf die Wechseljahre zurückzuführen. Schaut man, wie langsam sich ein Rundrücken entwickelt und wie lange es benötigt um eine solche Deformation zu erreichen, hat man in etwa das Alter um die Wechseljahre herum erreicht.
Im rechten Bild sehen Sie einen starken Rundrücken. Solche Deformationen und auch die Migräne können nur mit Disziplin gestoppt und verbessert werden. Ein harter, schmerzhafter Weg.
Je stärker der Rundrücken im Laufe der Jahre wird, desto größer werden auch die körperlichen Probleme. So liegt es an jedem selbst diesen Prozess so gut er kann zum Stillstand zu bringen. Eltern sollten deshalb darauf achten, sofern sie einen Rundrücken haben, dass ihr Kind sie nicht imitiert oder Sie dem Kind rechtzeitig das Richtige beibringen. Die Vorbildfunktion von Eltern liegt deshalb nicht nur in der Gesinnung, sondern auch in der Haltung.
Die komplette Zurückbildung eines Rundrückens ist nur in frühen oder jungen Jahren möglich. Haben falsche Bewegungsabläufe den Körper schon deformiert, so geht es im Training nur noch um die Aufhaltung einer weiteren Deformation und eine bessere Beweglichkeit, sowie eine Schmerzfreiheit. Das Training selbst erfordert große Disziplin und oftmals eine zweite Person zum Üben und keine Zimperlichkeit, denn das Training ist mit Schmerzen verbunden. Teilweise heftigen Schmerzen, je nachdem wie man mit dem Partner übt. Den Schmerzgrad bestimmt aber jeder selbst. Ja, Muskeln können richtig heftige Schmerzen verursachen.
Kinder mit Migräne und einem beginnenden Rundrücken sollte man deshalb rechtzeitig trainieren. So erspart man seinem Kind einen langen Leidensweg. Jungen sind von Migräne in der Pubertät nicht so häufig betroffen wie Mädchen. Oftmals kann man aber den Beginn schon frühzeitig erkennen.
Ein Rundrücken muss nicht sein und kann rechtzeitig verhindert werden. Die damit zusammenhängende Migräne sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Mit Vererbung hat ein Rundrücken nicht viel zu tun, sondern mit Nachahmung. Einen Rundrücken schon von Geburt an mitzubringen, ist etwas fraglich. Unter manchen Bedingungen können Kinder durch äußere Umstände auch so verspannen, dass sie einen Rundrücken erwerben. Ein nachgeahmtes Verspannungsmuster ist dann aber bereits vorhanden.
Letzte Aktualisierung: 05.03.2012 - 20:55 - vor 77 Tagen.