Jeder glaubt sich bestens zu kenne. Die wirklichen Auslöser werden dabei aber nicht beobachtet. Oftmals sucht man im Außen nach Hinweisen, wie dem Essen, Trinken oder einer Tätigkeit. Andere Bereiche werden fast nicht wahrgenommen und man kommt nicht drauf. Nur, wenn man sich überlastet fühlt, glaubt man, dass dadurch die Kopfschmerzen ausgelöst wurden. Oder ein langes Sitzen am Monitor soll ausschlaggebend für Kopfschmerzen sein. Gehen Sie einen anderen Weg.
Führen Sie ein Kopfschmerzen-Migräne-Tagebuch
Es geht dabei aber nicht nur darum, wann und ob ihre Kopfschmerzen auftauchen, sondern was Sie einige Tage vorher gemacht haben. Das Wichtigste finden Sie hier aufgelistet:
- Sport getrieben, besonders mit den Armen
- Ärger gehabt, auch einen kleinen
- Einer ungewöhnlichen Belastung ausgesetzt gewesen, wie Rede halten, Vorstellungsgespräch
- Ärgern Sie sich üben den Chef oder Kollegen
- Ärgern Sie sich zu Hause, weil Ihr Mann später heim kam, oder das Kind eine 5 in Mathe hat
- Sind Sie zu einem Termin zu spät gekommen
- Möchten Sie jemandem die Meinung sagen, trauen sich aber nicht
All das sind die Auslöser von Kopfschmerzen und die liegen in Anspannungen. Es dauert ein paar Tage, bis man sich dieser kleinen Dinge bewusst wird. Jeder Mensch regt sich über andere Dinge auf. Der eine früher, der andere später. Schon das Umfallen eines Glas Wassers kann zu innerem Ärger und Wut führen und später Kopfschmerzen bis hin zu Migräne auslösen.
Beobachten Sie sich genau und stellen Sie Ihr persönliches Ärgernis-Muster fest. Hat man zwischen zwei Ärgerperioden eine Ruhephase kann es sein, es tritt keine Migräne auf. Treffen Ärgerphasen aber zusammen und man kommt aus dem inneren Ärger oder Frust nicht mehr heraus, dann stellt sich die Migräne ein.
Seien Sie vor Allem ehrlich zu sich selbst. Wie sieht es in Ihrer Firma aus, der Umgang mit anderen? Sind Sie vom Lob anderer abhängig? Haben Sie schwer Zugang zu anderen Menschen? Sind Sie lieber alleine oder fällt Ihnen dann die Decke auf den Kopf. Nicht, dass Sie jetzt denken, es geht hier um psychische Klischees. Nein, es geht um Ihre Ehrlichkeit zu sich selbst. Unzufriedenheit zu ertragen und nicht zu bemerken, sie zu verdrängen und zu vergessen lässt Muskeln anspannen. Im Körper zeigen sich solche inneren Zustände. Lernen Sie ehrlich zu sich selbst zu sein, Dinge zu hinterfragen und nicht zu verdrängen.
Man darf sich auch einmal über den Partner und die Kinder ärgern und dem Ärger Luft machen. Warum denn nicht? Beobachten Sie welches Ärger- oder Frustmuster Kopfschmerzen vorausging. Auch Neid, Hass oder Mißgunst hat als Grundeigenschaft Ärger. Stress bedeutet somit nichts anderes als Ärger. Kopfschmerzen treten immer dann auf, wenn man sich besonders angespannt hat, obwohl man dies häufig gar nicht bemerkt.
Mit Ärger sitzt man anders am PC, weil man noch schnell fertig werden will. Man ärgert sich zu warten, wenn das Essen auf dem Tisch steht. Man ärgert sich über seine Arbeit. Kopfschmerzen sind einfach nur Ärger und Fehlhaltung. Schon nach wenigen Wochen erkennen Sie ein Muster. Sie werden über manchen Ärger lachen und ein anderer Ärger wird Ihnen erst einmal bewusst. Sie werden sehen, wie vieles Sie eigentlich in sich hineinfressen.
Daraus resultiert die Anspannung und diese wiederum verursacht eine Fehlhaltung. Getränke oder Essen erzeugen keine Migräne, sie sind nur Beiwerk, weil die Durchblutung der Muskulatur anders reagiert, wenn man z.B. Kaffee oder Alkohol trinkt.
Beobachten Sie, wie lange es dauert vom Ärger bis zur Migräne. Wollen Sie Ihre Migräne schneller wegbekommen, versuchen Sie es doch mit einem Training.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 162 Tagen.