Migräne & Kopfschmerzen bei Kindern

Welche Eltern wollen ihr Kind schon leiden sehen? Das ist ein unangenehmes Gefühl, daneben zu stehen und keine Hilfe geben zu können. Bei Kindern oder Jugendlichen äußert sich die Migräne ähnlich wie bei Erwachsenen. Kinder müssen viel lernen und bei Migräne leidet zusätzlich ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit. Schlechte Voraussetzungen für einen guten Abschluss und für das weitere Leben. Medikamente unterdrücken, lösen aber nicht die Ursache. Auf Grund des jungen Alters und der eigenen Mitarbeit, kann die Hilfe relativ schnell erfolgen. Ohne eigenes Tun geht aber nichts.

Migräne ist kein unabwendbares Schicksal, das plötzlich aus heiterem Himmel wie ein Virus ein Kind anspringt. Migräne ist ein Prozess und zwar ein muskulärer Verspannungsprozess. Die Ursachen von Migräne sind zwar immer dieselben, aber der Auslösefaktor nach dem Warum ist unterschiedlich. Oftmals erleiden Kinder das gleiche Schicksal wie ein betroffenes Elternteil. Leidet ein Elternteil unter Migräne so kann ein Kind auch darunter leiden. Die Vermutung liegt nahe, hier an Vererbung zu denken doch das ist nicht der Fall. Die Ursache von Migräne ist anders.

Warum erleidet manches Kind dasselbe Schicksal wie ein Elternteil? Kinder ahmen nach und imitieren. Entweder ein Elternteil zu dem sie aufsehen, welches sie verehren oder ein Elternteil mit dem sie am meisten konfrontiert werden, mit dem sie sich am meisten auseinander setzen müssen, was durchaus negativ sein kann. So muss sich ein Kind mit einer ständig nörgelnden Mutter, der man es nie Recht machen kann, mehr auseinander setzen als mit dem Vater, von dem es verständnisvolle Zuwendung erfährt. Die Auslöser mögen unterschiedlich sein, doch die Ergebnisse sind dieselben. Migräne!

Das Kind ahmt ein Elternteil nach. Ist es eine von Migräne geplagte Mutter, imitiert das Kind auch deren Anspannung bis ins Detail. Kinder sind die besseren Psychologen und Beobachter. Ihre Nachahmung ist perfekt. So wird nicht nur die Gesichtsmimik imitiert, sondern auch die ganzen Eigenarten. Kinder unterscheiden hier nicht zwischen positiver und negativer Eigenschaft, denn sie werten nicht und kennen auch die Auswirkung nicht. Die richtige Wertung kommt erst später, wenn sie mit den Eltern "abrechnen". Man lernt das, was man sieht und vorgelebt bekommt.

Bei einer immer unzufriedenen, nörgelnden und selbstgestressten Mutter übernimmt das Kind diese Verhaltensmuster. Beobachten Sie sich selbst oder fragen ihren Partner, wieviel Sie von ihren Eltern übernommen haben. Andere können das immer besser beurteilen. Von Charaktereigenschaften zu sprechen wäre falsch, es sind nur imitierte Eigenschaften, die jeder nachdem er sie erkannt hat, ändern kann. Meist die negativen Dinge, die man bei den Eltern überhaupt nicht mag hat man selbst übernommen. Im späteren Leben wird es immer transparenter, wenngleich auch schwieriger sich von diesen Unarten zu verabschieden. Aber doch nicht unmöglich.

Große Anspannung geht auch bei einem Kind nicht spurlos vorbei. Ähnliche Symptome wie bei einem Erwachsenen treten schon in jungen Jahren auf. Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, geistige Ausfälle. Trotz Migräne setzt sich ein Kind unter Druck und versucht den Ansprüchen, das andere an es stellen, gerecht zu werden. Ein Teufelskreis, denn je mehr es sich anstrengt, desto größer wird seine Verspannung. Am Ende werden die Leistungen in der Schule immer schlechter, obwohl das Kind sein Bestes gibt.

Kinder sind von Natur aus hervorragende Lerner, weil sie neugierig sind und alles spielerisch erforschen möchten. Doch eine Migräne kann sie lahmlegen, da die anderen zusätzlichen Symptome, die begleitend bei einer Migräne auch bei Kindern, das Kind komplett lahm legen. So kann es sein Soll nicht erfüllen. Es wird nicht den Eltern, seinem Umfeld und vor allen Dingen nicht sich selbst gerecht. Guter Zuspruch ändert nichts daran, denn was ich von mir persönlich halte, kann kein anderer schönreden. Kinder sind die besseren Psychologen und durchschauen Spielchen von Erwachsenen schneller. Einem Kind nur gut zuzureden und trotzdem etwas anderes zu denken, spürt ein Kind. So entsteht Druck und die Schulzeit ist eine Zeit, an dies sich ein solche Migräne geplagtes Kind wahrlich nicht gerne erinnert. Von weiteren Attacken als Erwachsener ganz zu schweigen.

Helfen Sie Ihrem Kind, damit es wieder seine Leistungsfähigkeit zurückerhält und das leisten kann, wozu er wirklich in der Lage ist. Ersparen Sie Ihrem Kind, jetzt schon mit Migräne leben zu müssen.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:23 - vor 162 Tagen.
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