Gesundheit & Psyche

Viele im Leben auftretende Ereignisse erzeugen Emotionen wie Freude, Trauer, Angst, Neid, Wut und ähnliches. Je nachdem um welche Emotion es sich handelt, werden auch bestimmte Körperreaktionen ausgelöst. Dazu zählen, Herzklopfen bis Herzrasen, Kloß im Hals, Appetitlosigkeit, Heißhunger, Übelkeit, Tränen, Durchfall, Magenschmerzen, etc. Eines der wichtigsten Reaktionen sind aber die muskulären. So ziehen manche die Schultern hoch, oder pressen die Zähnen zusammen, halten die Luft an oder Atmen flach. Viele solcher Muskelreaktionen sind äußerlich nicht erkennbar, doch sie verursachen entsprechende körperliche Reaktionen.

Je länger eine Muskelverspannung andauert, desto stärker werden die Auswirkungen. Davon betroffen sind auch psychische Reaktionen. Ganz langsam verändert sich der psychische Zustand. Selbst bemerkt man dies nicht, lediglich das nächste Umfeld bemerkt diese Veränderung. So entstehen fixe Gedanken, Ängste, eine starrere oder sturere Gesinnung, Aggressionen, Desinteresse, in bestimmten Dingen eine andere Einstellung um nur die deutlichsten zu nennen. Selbst bemerkt man dies nicht direkt, denn es geschieht langsam. Befindet man sich in einer schwierigen Lebensphase schreibt man es dieser zu und empfindet es als normal. Bis zu einem gewissen Grad mag dies auch so sein, besonders bei Trauer. Diese Veränderungen haben zwar eine emotionale Ursache, die körperliche Auswirkungen nach sich zieht, die auch mit Verhaltensänderungen einhergehen. Diese Auswirkungen sind für die meisten heutzutage unbekannt.

Kinder werden schon frühe mit Psychopharmaka ruhig gestellt

Verändert man in einem solchen Zustand die körperlichen Verspannungen, gehen die Persönlichkeitsveränderungen auch zurück. Wichtig ist dabei, dass man nicht zu lange wartet, da es sonst nicht mehr möglich ist, dass sich der oder die Betroffene selbst hilft. Jemand anderes kann dies nicht tun.

Leider gibt es immer mehr Menschen mit Depressionen, Ängsten und langsamem psychischen Verfall im Alter. Das müsste nicht sein, würde man diese Veränderungen nicht nur der Psyche zuschreiben. Psychopharmaka lindern die Probleme nicht, sie stellen nur ruhig und machen, wie mir Teilnehmer berichteten, benommen. Man sieht Dinge durch einen Schleier oder stumpft irgendwie ab. Die Angehörigen merken diese Veränderung und den Verfall, können aber nichts dagegen tun.

Doch am schlimmsten ist es, wenn Kinder schon Ritalin oder Ähnliches erhalten, nur weil sie "zappelig" sind, was angeblich nicht "normal" wäre. Nach dem Warum und Wieso wird nicht gefragt, sondern ein Konstrukt zusammengereimt. Hier hat die Pharmaindustrie mal wieder gesiegt und konnte nicht nur eine neue "Krankheit" unters Volk mischen, sondern sorgte noch dafür, dass diese Medikamente für viele so normal wurden, dass Eltern selbst von Lehrern unter Druck gesetzt werden. Zwischenzeitlich gibt es natürlich auch genügend Literatur und Experten, die dafür sorgen, diese neu erfundene Krankheit gesellschaftsfähig zu machen. Traurig, wenn man sieht, wie Menschen und Kinder ruhig gestellt werden und das nicht nur bei ADHS, sondern auch anderen angeblich psychischen Beeinträchtigungen.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 74 Tagen.
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