Nachdem ich mich nun über die Symptome und vermeintlichen Ursachen des Schnarchens informiert hatte, begann der schwierigere Teil. Übungen gegen das Schnarchen zu entwickeln.
So versuchte ich mir Übungen auszudenken um das Schnarchen einzudämmen. Davon betroffen waren der Unterkiefer, das Gaumensegel das Zäpfchen und die Zunge. Bei jedem sehen diese Körperteile aber anders aus. Der eine hat ein langes Gaumensegel ein anderer ein überlanges Zäpfchen. Manch einer konnte sein Zäpfchen ohne Würgereiz auf die Zunge legen.
Im Frühjahr 2004 kam dann der Moment einige Übungen im Bekanntenkreis vorzustellen und die schnarchenden Männer ausprobieren zu lassen. Ob die Übungen überhaupt Erfolg zeigten? Ob sie jeder richtig ausführen konnte?
Nach anfänglichem Gelächter stellte sich auch bald Frust ein. Mir fielen die Übungen sehr leicht, aber Ungeübten, die noch nie solche Übungen gemacht hatten, für die war es nicht einfach. Ich sah natürlich diese Schwierigkeiten und ermunterte sie immer wieder, nicht aufzugeben. Eine meiner Stärken ist die Motivation und die war hier äußerst notwendig. So stellten sich bald auch Unterschiede heraus. Manche Übungen konnten mehrmaligem Üben gut ausgeführt werden andere überhaupt nicht. So wurden Übungen getauscht und ich fand Tricks, auch schwierige Übungen leichter umzusetzen.
Hinzu kam, dass ich noch gar nicht wusste, ob die Übungen auch richtig waren. Genau das war anfangs die Schwierigkeit. So gab es nur eine Möglichkeit. Wer daran teilnehmen wollte, der musste das Ganze auch durchziehen und konsequent dabei bleiben. So gab es weniger als eine Hand voll, die sich für den Versuch bereit erklärten. Wir übten mehrmals in der Woche.
Ganz langsam wurde jeder an die Übungen herangeführt. Jetzt konnte ich sehen, welche Übungen verbesserungsfähiger waren und welche gingen. Es waren sehr viele und kleine, fast unmerkliche Übungen. Ich wusste allerdings noch nicht, welche wichtig und welche unwichtig waren.
So war ich stets auf Rückmeldungen angewiesen und fragte auch immer nach, was geübt wurde, was nicht geübt wurde. Wie jeder mit den Übungen klar kam und welche Übungen besser gingen und welche immer noch schwierig waren.
Die ersten Rückmeldungen aus dem Freundeskreis
Einige Wochen später war es dann so weit. Von den Ehefrauen kamen die ersten positiven Rückmeldungen. Das Schnarchen war bei einigen doch leiser geworden und es gab sogar einen, der gar nicht mehr schnarchte. Das freute mich natürlich, doch gleichzeitig sah ich auch den Aufwand, den die Männer auf sich genommen hatten.
Übungen, die man nie gemacht hat
Der Weg zurück in eine Natürlichkeit ist nicht immer einfach. Jedem fallen Dinge schwer, die er nur als Kind vollkommen natürlich ausgeführt hat und schon lange verlernt hat. Heute habe ich sehr viel Erfahrung und weiß welche Übungen wichtig sind um das Schnarchen einzudämmen und worauf jeder einzelne besonders achten sollte.
So etwas wollte und konnte ich anderen nicht zumuten. Es war einfach zu schwierig und zu aufwendig. Es musste etwas dazwischen geben.
Jedenfalls konnte ich schon kleine Abschätzungen machen, welche Übungen wichtig und welche unwichtig waren. Mit meiner Erfahrung heute kann ich das nicht mehr vergleichen. Heute weiß ich genau was für jeden wichtig ist, worauf er vermehrt achten sollte und was er vernachlässigen kann und was nicht.
Damals war ich noch auf der Suche und das war nicht so einfach. Mit ein paar zusammen gewürfelten Übungen im Mund- und Rachenbereich hat das nichts zu tun. Die kann jeder erfinden, es ist das Gesamtkonzept, welches das Schnarchen eindämmt.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 160 Tagen.