"Ich glaube ich bekommen eine Grippe." So oder so ähnlich kam es mir vor. Alle Knochen taten mir weh, ich fühlte mich schlapp und krank. Eben so, als ob eine Erkältung im Anzug wäre. Hohes Fieber zwischen 39° und fast 40° waren vollkommen normal.
Schon als kleines Kind war ist ständig erkältet und krank, hatte alle Kinderkrankheiten wie Windpocken, Scharlach, Masern, Mumps. Dazwischen immer wieder Erkältungen mit hohem Fieber. Es musste nur jemand niesen und ich hatte eine dicke Erkältung. Das ist bis vor der Daub-Methode so geblieben. Fast jeden Monat oder jeden zweiten Monat fühlte ich mich irgendwie krank. Dies bestätigte sich auch häufig durch hohes Fieber. Ein oder zwei Tage innerhalb von zwei Monaten hütete ich ganztags das Bett, weil es mir nicht gut ging. Eine solcher Zustand kündigte sich nicht an, nein, er war plötzlich da. Von jetzt auf nachher hatte ich Fieber und fühlte mich krank. Vor 5 Minuten noch das Auto gewaschen und gut drauf gewesen und 10 Min. später hatte ich Fieber. Ein Umstand, der nicht abschätzbar war. Das kam zu meinen zusätzlichen anderen Beschwerden noch hinzu. Doch irgendwie hatte ich auch das Gefühl als ob Alles zusammen hing. Mein Druck im Kopf erhöhte sich mit so einer Erkältung meist auch und mein Kreislauf ging weiterhin in den Keller, obwohl er schon niedrig war.
Damit lebte ich schon immer und es störte mich sehr. Bin ich so empfindlich? Bin ich so anders? Meine Mutter war nie krank. Wie machte sie das? Was war anders bei ihr? Im Gegensatz zu meinem Vater, der dieselbe Mimose war wie ich. Man kommt sich schon merkwürdig vor, besonders anderen gegenüber. Menschen im näheren Umfeld sprachen es zwar nicht direkt aus, aber ich hatte schon das Gefühl, dass ich manches mal als Mimose oder Simulant abgestempelt wurde. Lange planen ließ sich mit meinen ständigen körperlichen Problemen natürlich nichts. Wie auch? Woher sollte ich wissen, wie es mir in zwei Wochen ging? Vielleicht lag ich da schon wieder flach. Tabletten wegen eines Kinobesuches wollte ich nicht nehmen, da sagte ich lieber keinem Termin zu. Man lernt im Laufe der Zeit damit umzugehen und sich als besonders spontan zu verkaufen. Was soll man auch anderes tun?
Dauernd läuft meine Nase
Typische Anzeichen wie Halsschmerzen oder richtigen Schnupfen hatte ich seltener. Das war das Komische daran. Meine Nase lief auch ohne Schnupfen ständig, einfach so. Tagtäglich benötigte ich mindestens ein bis zwei Packungen Papiertaschentücher. Beim Aufstehen, beim Raum wechseln, beim nur so da sitzen, und und und. Diese Dinge nimmt man einfach so hin und denkt sich nichts dabei. Nur anderen fiel das auf, bei mir war es normal. Ich habe die Veränderungen bewusst erlebt, weil diese Symptome heute verschwunden sind und ich weiß, dass sie mit Muskelanspannungen und Fehlhaltung zu tun hatten.
Geschwollene Mandel - weg operieren?
In der Zeit der Entwicklung der Übungen der Daub-Methode entdeckte ich etwas Seltsames. Mein Hals war auf der linken Seite in Höhe der Mandeln angeschwollen. Ein Blick in den Rachenraum brachte etwas Gewissheit. Meine linke Rachenmandel war angeschwollen und verschob sogar das Gaumensegel. Allerdings hatte ich keine Halsschmerzen oder Ähnliches. "Muss die Mandel etwa entfernt werden?", das war mein erster Gedanke. War es etwas anderes, etwa Krebs? Schon immer hatte ich mich gegen Operationen gewehrt. Nur ein Körperteil einfach so entfernen zu lassen, weil es als unnötig erscheint hätte ich nie getan. Und jetzt die Rachenmandel! Solange sie nicht schmerzte, würde ich nichts dagegen unternehmen. Das hatte ich beschlossen. Ich beobachtete diesen Zustand monatelang und er blieb unverändert.
Je mehr Zusammenhänge ich entdecke und dazu Übungen entwickelte, desto logischer erschein mir Alles. Dann passierte es. Ich hatte schon eine ganze Weile nicht mehr an meine angeschwollene Halsseite gedacht, denn ich war stark mit meinem Körper und anderen "Entdeckungen" beschäftigt. Plötzlich wies mich mein Partner darauf hin, dass mein Hals wieder normal aussehen würde. Tatsächlich, der Hals sah normal aus. Das Angeschwollene war komplett verschwunden. Ich schaute mir sofort in den Rachenraum und auch hier sah die Rachenmandel wieder normal aus und auch das Gaumensegel war nicht mehr verschoben. Klasse, endlich geschafft. Bis heute ist dieses Phänomen nicht mehr aufgetreten und wird es auch nicht mehr, da bin ich mir absolut sicher.
Gaumensegel, Rachenmandel
Das Gaumensegel und die Rachenmandeln kann jeder selbst ganz leicht im Spiegel betrachten.
Das war zwar nur eine Kleinigkeit, aber ein Arztbesuch hätte sicher etwas Größeres daraus gemacht, nämlich eine Operation. Und dagegen weigere ich mich strikt. Solche oder andere Veränderungen habe ich zwischenzeitlich auch bei anderen Menschen gesehen. Die häufigste Reaktion ist der Gang zum Arzt. Wer nicht Alles glaubt, sondern erst selbst einmal etwas dagegen unternimmt, der wird schnell sehen ob es verschwindet oder nicht. Operieren und Wegschneiden kann man immer noch, aber was weg ist ist weg. Diese Verantwortung trägt jeder für sich selbst und kein anderer.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 160 Tagen.