Unsere Wirbelsäule ist hochelastisch und beweglich. Eine Abnützung von Wirbelkörpern geschieht nur durch Fehlhaltung und falsche Bewegungsabläufe. Wir glauben an den Aufbau der Rückenmuskeln durch Sport und/oder Geräte. Das ist weder notwendig, noch besonders nützlich. Viele machen es falsch und im Laufe der Jahre verschlimmert sich das Problem.
Medizin und Therapeuten sind ratlos und eine Beschwerdefreiheit zieht sich Jahre dahin. Eine Schmerztherapie bedeutet nur, mittels bestimmter Schmerzmittel eingestellt zu werden.
So entstehen Rückenprobleme
Doch wie entstehen solche Dauer-Rückenschmerzen? Wie kommt es, dass sich Wirbelkörper abnutzen oder Bandscheiben verschieben?
Eine Fehlhaltung entsteht schon in der Jugendzeit, durch eine perfekte Imitation eines oder beider Elternteile. Man übernimmt dadurch auch automatisch eine Fehlhaltung.
Eine Bandscheibe selbst besitzt keine wirkliche Kraft. Ohne Muskulatur bricht sie schon bei einem Kraftaufwand zwischen 1-2 kg. Erst das komplexe Muskelsystem stabilisiert das Skelett und die Bandscheiben. Mit einer leichten S-form fängt die Wirbelsäule Bewegungen, Sprünge und Stöße ab. Um Sie elastisch zu halten, muss man selbst elastisch und locker bleiben und das in der Bewegung und im Kraftaufwand selbst.
Kleine Abweichungen der Grundhaltung, wie z.B. bei einem Hohlkreuz, belasten die Wirbelsäule falsch. Dafür wurde sie nicht konzipiert. Die Druckverhältnisse ändern sich und der von außen kommende Druck durch Drehung, Beugung und Lageveränderung bedeutet einen enormen Kraftaufwand für die Muskeln. Schon kleine Veränderungen, wie es auch bei einer Skoliose der Fall ist, verändert sich die Muskulatur.
Muskeln, die nur für ganz bestimmte Haltungsmöglichkeiten zuständig sind müssen plötzlich die Druckkräfte abfangen. Weil sie dafür aber nicht geschaffen wurden spannen sie sich übermäßig an. Andere Muskelpartien, die für die normale Haltung konzipiert sind verkümmern, weil sie nicht mehr richtig benutzt werden. So entstehen Verlagerungen und Verschiebungen von Wirbeln, Knochen und Muskeln. Davon belastet sind auch die Sehen und Bänder. Im Normalfall hochelastisch verlieren sie ihre Elastizität durch unnatürliche Muskelanspannung.
Man kann es sich ganz einfach vorstellen. Ein Gummiband, welches man in der Hand festhält, kann auch nicht mehr wirklich gedehnt werden. Sind also Muskeln unnatürlich angespannt, können sich die Sehnen nicht mehr natürlich bewegen.
Muskeldehnung gibt es nicht
Muskeln müssen gedehnt werden! Man muss sich warm machen! Diese Aussagen gelten bis heute unverändert. Ein Irrtum. Muskeln können gar nicht gedehnt werden und man muss sie auch nicht warm machen. Muskeln müssen richtig entwickelt und benutzt werden.
Haben Sie schon einmal ein Tier gesehen, das sich warm laufen muss? Ein Löwe, der ca. 23 Std. am Tag nur herumliegt, kann eine Gazelle reißen? Ja, das kann er. Wir denken nur nie darüber nach, weil wir glauben, anders zu sein. Wir sind nicht anders. Wir machen nur Vieles falsch und lassen unsere Muskeln verkümmern oder entwickeln sie falsch.
Natürliche Körperproportionen haben nichts mit Sport zu tun oder Gymnastik, sondern mit richtiger Haltung und Bewegung. Bandscheibenvorfälle werden so wieder korrigiert und Schmerzen verschwinden. Die Daub-Methode hilft hier dauerhaft, denn bei aufkommenden Schmerzen oder anderen Symptomen wissen Sie sofort, was Sie falsch gemacht haben und können schmerzfrei korrigieren.
Schmerzen bedeuten nur, man hat selbst etwas falsch gemacht. Im Training selbst erleben Sie Muskelkater an Stellen, die Sie noch gar nicht an sich kannten. Sie erleben, was es heißt den Körper aufrecht und beweglich zu halten. Aufrechte Haltung ist mehr als nur ein bisschen einen Faden über den Kopf zu denken, viel mehr.
Aufrechte Haltung ist ein komplexer Vorgang, der vom Kopf bis zu den Füßen hinunterreicht und komplett stabilisiert. So können Sie dem Alter getrost ins Auge blicken und endlich feststellen, was es heißt fit und gesund zu sein und zu bleiben.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 160 Tagen.