Krämpfe kennt jeder, das ist nichts besonderes. Ich hatte sie allerdings immer häufiger und heftiger. Das Bein nach hinten anwinkeln konnte ich nicht, es verkrampfte sich sofort. Den rechten Fuß strecken konnte ich nur äußerst langsam und vorsichtig. Eine falsche Bewegung und er verkrampfte sich mit heftigen Schmerzen. Die Krämpfe hielten teilweise bis zu mehreren Minuten an. Ein Auftreten mit dem Fuß brachte anfangs Linderung später nicht mehr. So musste ich aufpassen mich im Bett einmal richtig auszustrecken. Was konnte ich dagegen tun? Bewegte ich mich zu wenig? Ja, vielleicht, aber früher war es ja auch nicht der Fall. Da hatte ich auch nichts. Warum sollte ich jetzt etwas haben? Ich bin doch nicht alt.
Nach einem Stadtbummel hatte ich hinterher immer ein ganz komisches Gefühl in den Beinen. Sie kribbelten und schmerzten und ich wusste nicht wohin mit ihnen. Ruhig sitzen oder stehen war schwierig. Heutzutage spricht man vom Restless-Legs-Syndrom (ruhelose Beine). Mit ruhelos hat das wohl weniger zu tun. Es sind ganz merkwürdige Kribbel-Schmerzen, die man durch Verlagerung loswerden möchte und ist deshalb auf der Suche nach der richtigen Position, weshalb es als "unruhig" bezeichnet wird.
Zunächst wollte ich diese lästigen Krämpfe wegbekommen. Doch wie? Es kam ja noch mehr hinzu. Unter geschwollenen Beinen litt ich schon jahrelang. Ein Umstand der meines Erachtens bei vielen als "normal" angesehen wird. Besonders mein linkes Bein war oft geschwollen. Ein Grund lag nicht vor. Wärme erhöhte die Schwellung und langes Stehen ebenso.
Solchen Wadenkrämpfe hatte ich schon lange, mal mehr mal weniger. In letzter Zeit traten sie aber immer häufiger und heftiger auf. Der naheliegendste Gedanke war Magnesiummangel. Dem Körper zusätzlich etwas zuführen wollte ich nicht. Davon war ich noch nie überzeugt, denn der Körper hat alles was er braucht durch die Nahrungsaufnahme und auftretenden Probleme und Beschwerden müssen eine andere Ursache haben.
Wadenkrämpfe traten immer häufiger auf und in immer kürzeren Abständen. Diese Krämpfe entstanden schon dadurch, dass ich die Füße nur einfach leicht ausstreckte. Eine winzig kleine Streckung genügte und schon verkrampfte sich meine Wade heftig.
Nächtliche Beinkrämpfe
Mein Schlaf war immer sehr tief und fest und Geräusche störten mich nicht. Doch manches Mal wachte ich des Nachts an Wadenkrämpfen oder Unterschenkelkrämpfen auf. Letztere waren besonders schmerzhaft. Mehrere Krämpfe konnten auch gleichzeitig auftreten. Manches Mal kam einem die Verkrampfung ewig vor und es gab keine Möglichkeit sie zu lösen. Ich suchte dann eine Position, in der es zum Aushalten war bis sich der Krampf löste. Ich konnte mir einfach keinen Reim darauf machen und deshalb nahm ich es eben hin. So oft ich konnte legte ich die Beine hoch, das sollte gut sein. Es brachte allerdings keine Veränderung.
Solche Waden- und Unterschenkelkrämpfe sind eine sehr unangenehme Sache. Es sind manchmal ungeheuer starke Schmerzen und man sucht verzweifelt nach einer Liegeposition damit sie wieder weggehen. Man spürt regelrecht die starke Verkrampfung und kann absolut nichts dagegen machen. Eine falsche Bewegung und sie verstärken sich.
Selbst ein Auftreten mit dem verkrampften Bein brachte keine Verbesserung. Deshalb wird jede Bewegung ganz vorsichtig ausgeführt und dann kommt man in eine Position in welcher man eine leichte Entkrampfung verspürt. Diese Position versucht man zu halten und dann geht die Verkrampfung langsam wieder zurück.
Bis ich herausfand, was die Beinkrämpfe auslösten und was dagegen half, verging noch eine ganze Weile.
Meine Schuhe passten wieder

Schuhe, die ich schon lange nicht mehr getragen hatte passten nicht mehr. Der Reißverschluss ließ sich zwar schwer schließen, doch das hatte ich auch schon bei anderen Schuhen bemerkt. Im linken Bild sehen Sie die einfachen Schuhe, die ich nicht mehr zu bekam. Als ich Sie gekauft hatte passten sie noch. Doch im Laufe der Zeit wurden sie immer unbequemer und schmerzten. Ich empfand sie als zu eng. Das verstand ich nicht ganz. Doch es wurde immer schlimmer.
Jetzt konnte ich die Schuhe gar nicht mehr anziehen, der Reißverschluss ging einfach nicht mehr zu. Was war da los? Haben sich meine Füße so verändert? Die Schuhe konnte es ja nicht sein.
So etwas kannte ich von früher nicht. Das zog ich ein paar Schuhe an und sie passten wie angegossen und zwar immer. Doch schon vor Jahren hatte ich bemerkt, dass sich meine Füße irgendwie verändert hatten, größer, breiter und höher geworden sind. Doch jetzt fiel es mir erst richtig auf und zwar nur bei diesen Schuhen.
Anfang November 2007 hatte meine Mutter ihren 70. Geburtstag. Bei einem Geburtstagsfeier sitzt man eh die meiste Zeit und es geht hauptsächlich um Essen und Trinken. So wagte ich es, diese Schuhe mal wieder aus ihrer Versenkung hervorzuholen. Ich hatte mir vorgenommen, falls sie mal wieder drücken würden, einfach zu öffnen, denn das würde ja niemand bemerken.
Schon als ich die Schuhe anzog bemerkte ich, dass der Reißverschluss vollkommen leicht zuging. Vorher war das nicht der Fall. Vielleicht hatte ich mir alles nur eingebildet, einfach mal abwarten. Zur Gaststätte mussten wir laufen. Da war ich gespannt, ob sich meine Füße meldeten. Ich war völlig überrascht, nichts passierte. Die Schuhe drückten überhaupt nicht mehr, sie passten wie angegossen. Ich war völlig überrascht, was war passiert?
Die Auswirkungen der Übungen haben auch meine Füße verändert. Wie lange es gedauert hat, kann ich nicht sagen. Mit fiel es nur bei diesen Schuhen auf. Heute kann ich sogar normale Baumwollsocken in den Schuhen tragen, ohne dass sie drücken und das, obwohl ich seither 15 kg zugenommen hatte.(Zwischenzeitlich habe ich die wieder abgenommen.) Normalerweise, was immer so behauptet wird, hätten die Füße breiter werden müssen, durch das Gewicht. Doch das Gegenteil ist eingetreten.
Man kann so vieles ändern, wenn man dran bleibt und die Dinge versteht und sich bemüht. Ich übe täglich, aber ohne Aufwand, nur aus Kontrollgründen, damit sich keine Verspannungen und falschen Gewohnheiten einschleichen oder ich in alte Verspannungs- und Bewegungsmuster zurückfalle.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 160 Tagen.