Wer die Zusammenhänge der Symptome und Signale des Körpers nicht versteht, kann sie auch nicht diagnostizieren. Genau das wird aber getan. Falls es nur bei der Diagnose bliebe, ohne viel Firlefanz, ginge das noch. Nein, es werden auch noch unnötige Medikamente nachgeschoben. Bald ist es so weit, dass jede kleinste Abweichung von der Norm, wer immer dies auch festlegen mag, nicht nur einer Diagnose bedarf, sondern auch gleich einen Namen erhält mit der Endung "Syndrom". Wobei das Wort Syndrom nur einen Zustand verschiedener Symptome bedeutet. Diese werden katalogisiert und daraus ein Konstrukt zusammengebraut. Heillose Medikamente für eine heillose Diagnose.
Erschöpfungszustände äußern sich mit den unterschiedlichsten Signalen und körperlichen Symptomen. So kann es zunächst mit immer wiederkehrenden Magenschmerzen beginnen. Dagegen bekommt man ein Medikament. Ob dies nötig oder unnötig ist, wird meist nicht hinterfragt. Man vertraut dem Arzt und nicht seinem eigenen Körper. Letzterer ist aber der wichtigere Teil. Aber wir hören nicht auf ihn, wir unterdrücken ihn, betäuben ihn und dröhnen ihn zu. Er soll gefälligst funktionieren, so wie wir das wollen.
Nach der Magenverstimmung meldet sich vielleicht der Darm. Später schmerzt der Kopf und entwickelt sich zu einer Migräne. Immer häufiger empfindet man einen Druck im Kopf, der sich wie ein Nebel oder Schleier auf die Augen und den Verstand legt. Gesprächen kann man in einem solchen Zustand nicht mehr gut folgen, sein Arbeitspensum nur mit Mühe erledigen. Am Arbeitsplatz versucht man zu funktionieren. Doch es wird wieder besser, mal mehr, mal weniger. So ist es zum Aushalten. Der Körper reagiert weiter und zeigt eigentlich, dass man etwas falsch macht. Ganz falsch. Doch woher soll man das wissen? Niemand sagt es einem, niemand erkennt es. Es wird schon nicht so schlimm sein beruhigt man sich selbst.
Der Rücken meldet sich, er schmerzt, immer häufiger empfindet man sich als krank. So krank als ob eine Grippe im Anmarsch wäre. Die Knochen tun weh und schmerzen als ob eine Grippe im Anzug wäre. Es ist kalt oder warm oder heiß. Ein ständiges Wechselbad der Gefühle. War man gestern noch einigermaßen gut drauf, dann ist man heute mies gelaunt. Alles nervt, die Kollegen, der Chef, alle sind gegen einen. Was soll man tun? Man darf sich nichts anmerken lassen. Bei Kundenverkehr soll man lächeln, sich freundlich verhalten. Das bedeutet sich zusammenzureißen. Eigentlich würde man am liebsten heulen, nur heulen und weiß nicht warum. Im stillen Kämmerlein fließen die Tränen und man weiß nicht warum. Es geht einem doch gut, man hat keine Sorgen, denn die haben andere auch. Was ist das nur. So losgelöst fühlt man sich am nächsten Tag etwas besser. Doch das täuscht, denn der Zustand hält nicht lange an. Er wechselt, ständig. Mal geht es besser, mal schlechter, täglich kämpft man gegen sich selbst und seine Stimmungen an. Was ist los?
Die anderen merken es als erstes. Sie merken genau, wenn man sich verändert. Kollegen, Partner, Kinder, sie sind auch betroffen. Betroffen von diesen emotionalen Veränderungen und sind hilflos. Was können sie tun? Nichts, gar nichts. So eckt man immer mehr an, fühlt sich unverstanden und hat das Gefühl ständig angefeindet zu werden. Ein Lächeln oder ein freundliches Wort eines anderen wird sofort hinterfragt und analysiert. Alles wird direkt negativ auf einen selbst bezogen. Man sieht nur noch sich selbst und dreht sich im Kreis. Die Symptome nehmen zu, die innere Leere, dieser Nebel im Kopf auch. Vielleicht kommt ein Hörsturz, vielleicht ein Tinnitus, vielleicht ein Bandscheibenvorfall oder starke Nackenschmerzen oder die Kiefer schmerzen.
Niemand möchte diese Zustände durchleiden und niemandem wünscht man das. Die körperlichen Zustände sind vorhanden, sie sind da, dennoch werden sie nicht diagnostiziert. Es wird nichts gefunden, kein körperliches Anzeichen, egal von wem man sich untersuchen lässt. Solche körperlichen Zustände dauern Jahre, langsam und schleichend verändern sie uns und unser Leben. Sie drängen sich in unsere Welt und verändern unser Weltbild, unser Sicht und unseren Charakter. Ängste entstehen, Ängste, die nicht greifbar sind und dann kommt die Angst vor der Angst. Die Angst zu versagen, die Angst krank zu werden, die Angst nie mehr gesund zu werden.
Diese ganzen Dinge kann man selbst lösen und sollte man dringend selbst lösen. Sie sind lediglich ein Anzeichen von starken muskulären Verspannungen, die das Hirn unterversorgen und unseren Stimmungszustand beeinflussen. Sie können sogar den Blutdruck verändern, Übelkeit und Erbrechen oder Kälte und Hitze hervorrufen. Die vermeintlichen Hormone haben damit aber nichts zu tun. Muskelverspannungen sieht man nicht, denn dazu bedarf es Erfahrung. Mit ein paar Übungen aus einem Boulevardblatt oder einer Gymnastikgruppe ist es nicht getan. Es geht darum die richtigen Verspannungsmuster zu erkennen und dauerhaft zu lösen. Mit ein bischen Gymnastik ist das nicht getan. Sport oder Gymnastik löst diese Muster nicht. Dazu bedarf es mehr als hopsen, dehnen oder liegen. Auf das gewusst wie kommt es an. Erst im Training erfahren Sie was Entspannung bedeutet und was Ihre unterschiedlichen Symptome auslöst. Im Training werden Sie direkt erleben, wie sich lang aufgestaute Muskelanspannungen lösen. Nicht in Stunden, nein, in Minuten. Muskelanspannungen, die Sie schon lange fühlten und die Sie und andere nie lösen konnten. Jetzt können Sie es selbst, denn jetzt wissen Sie wie es geht und dass es geht. Sie lernen genau ihre Stärken und Schwächen kennen, erfahren woher Ihre Ängste rühren, Ihre Stimmungsschwankungen. Nach und nach werden Sie wieder zu dem Menschen, der Sie einmal waren. Die Stimmungsschwankungen gehen zurück, die ständigen Symptome verschwinden, Sie fühlen sich wieder wohl in Ihrem Körper.
Die Psyche reagiert über den Körper und nicht nur umgekehrt. Sie selbst können das bewirken, wenn Sie wissen wie. Das muss man lernen, direkt vor Ort und nicht über ein Buch oder Video. Es sind Übungen, die man fühlen und sehen lernen muss. Der Trainer zeigt es und ist das Vorbild für Ihre Ziele. Jeder kann es, jeder. Man muss es wollen und tun, täglich, aber ohne Zwang und Aufwand. Es ist kein Aufwand, es sind Übungen, die in den Alltag integriert werden und die man überall üben kann. Niemand nimmt sie wahr, niemand sieht sie. Nur Sie fühlen es und wissen es. Was Sie vor allen Dingen wissen ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Sie frei von diesen unerträglichen körperlichen Zuständen sind.
Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 160 Tagen.