Burnout bedeutet ausgebrannt sein und wurde 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert Freudenberger (Quelle: 1) beobachtet. Besonders in helfenden Berufen (Heilberufe, Rettungsberufe, Lehrberufe) stellte der ein häufiges Kranksein, Frühberentung oder Arbeitsunfähigkeit fest. Er suchte nach dem Warum! Da keine echte Lösung gefunden wurde, ging er von Überlastung aus. Eine Fehldiagnose, die bis heute Verbreitung findet. Bis heute glauben Mediziner diesen Irrtum Burn out habe etwas mit Überlastung und Belastung zu tun.
Burnout ist eine Diagnose, die nur im Umfeld seine Auslöser sucht. Stress, Unlust, Mobbing, Sorgen und Ähnliches sollen Burnout auslösen. Körperliche Signale werden einfach dem alltäglichen Umgang der Lebensumstände zugeschrieben. Menschen mit Burnout sollen sich überlasten, sich durch Perfektionismus hineinsteigern und deshalb einfach überfordert sein. Ein Breites Spektrum, das auf jeden zutreffen kann, mal mehr, mal weniger. Was, wenn kein Stress vorhanden ist? Wenn die Person angeblich nicht überlastet ist? Dann kann es nur eine Unterforderung sein. In der Psyche findet man immer einen Weg oder eine Diagnose. So wie das Sissisyndrom, das eine erfundene Krankheit ist und die Kassen der Pharmariesen füllt, wie Jörg Blech (Quelle: 2) eindrucksvoll in seinem Buch "Die Krankheitserfinder: Wie wir zu Patienten gemacht werden " schildert. Die Psyche ist für Alles gut zu gebrauchen, besonders für Diagnosen. Und besonders dann, wenn das Latein des Körpers und der Medizin zu Ende ist, nichts gefunden wurde.
Burnout Diagnose
Man hat den Eindruck, dass die Diagnose wichtiger ist als die echte Hilfe. Und die bedeutet, die körperlichen Symptome richtig deuten zu lernen. Nur wenn ich weiß was ich habe, warum mein Körper so reagiert, ich mich so fertig fühle, erst dann kann ich mir selbst helfen lernen. Zu wissen, was die wahren Auslöser sind und nicht die erdachten, die vermuteten, zusammengereimten. Die Auslöser, die man selbst lösen und dieses Lösen auch erleben und selbst korrigieren kann . Nicht diejenigen, die man suchen oder sich einreden muss. "Ja, mir geht es schon etwas besser." - "Wirklich!" - "Ja, manchmal!" Das ist kein Ergebnis, das ist sich selbst etwas vormachen.
Wollen Sie wirklich angstvoll und gedämpft durchs Leben gehen? Ein Leben führen, das Sie nur noch wie aus einer Glaskuppel erleben, an dem Sie nicht mehr intensiv teilnehmen können? Wollen Sie Ihre Bekanntenkreis wechseln, Ihre Freunde aufgeben? Wollen Sie sich mit Medikamenten volldröhnen, die nur eines bewirken, Sie ruhigzustellen, Sie zu dämpfen? Wollen Sie wirklich weiter damit leben, dass Burnout eine Krankheit ist?
Ein ganzer Berufszweig lebt von dieser Diagnose und belastet die Krankenkassen enorm. Doch auch Firmen leiden zunehmend unter der Last ihrer "Erkrankten". Eine Lösung ist nicht in Sicht, denn sie wird an falscher Stelle gesucht. Die Leidenden verstehen ihren Zustand nicht und finden sich damit ab und hoffen in der Psyche Antworten zu finden. Was bleibt ist die Diagnose - Burnout. Die brennt sich wie eine Brandwunde in den Kopf ein und bleibt. Das ist das eigentliche Burnout, die Diagnose. Jörg Blech (Quelle: 2) hat ein lesenswertes Buch geschrieben, das nicht nur Laien, sondern auch Ärzten die Augen öffnete.
Hilflos ist man der Medikamentenflut ausgeliefert. Man muss lernen sich einem Fremden zu öffnen und ihm seine intimsten Gedanken zu äußern, dem Seelenklempner. Ein Makel sich so präsentiert zu fühlen. Wer möchte schon durch Burnout auffallen? Vielleicht wird es mal irgendwann mal wie bei den anonymen Alkoholikern sein. Beim Vorstellen lautet der Satz aber anders: "Ich bin Anna und ich habe Burnout." - "Hallo Anna, schön das Du da bist."
1 Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Freudenberger
2 Wikipedia.de: http://de.wikipedia.org/wiki/Jörg_Blech