Beine und ihre Belastung

Alles was der Körper ausführt ist ein Kraftakt und bedeutet Hochleistung für ihn. Es herrschen ungeheure körperliche Kräfte vor, die den eigenen inneren Körperdruck beeinflussen. Über die Muskulatur wird dieser Körperdruck aufgebaut und gehalten. Je lockerer ein Mensch bis ins hohe Alter bleibt, desto gesünder ist er und desto leistungsfähiger bleibt er. Das Gehen ist ein Teil, womit wir uns bewusst machen, welcher Belastung wir tagtäglich ausgesetzt sind.

Gehen und Laufen ist gesund. Doch ohne die richtigen Voraussetzungen stellen sich Verschleißerscheinungen ein. Den Körper kann man wie ein Gebäude sehen. Das Fundament und der Halt gibt das Skelett. Die Elastizität und Kraft die Muskeln und Bänder. Sie schützen, bei richtiger Benutzung, die Knochen vor Abnutzung. Das Gehen oder Laufen spielt hierbei eine genauso große Rolle, wie das Sitzen und Heben.

Die Wirbelsäule federt Stöße ab

Skelett laufen und gehenUnsere Wirbelsäule hat eine leichte S-Krümmung. Diese federt die Kraft ab, damit wir uns nicht unsanft stoßen. Ähnlich zu sehen wie eine Polsterung. Die Abfederung geschieht über die Bandscheiben. Ab dem 20. Lebensjahr sollen die Bandscheiben immer poröser werden. Ob das stimmt bezweifle ich, denn ob diese Personen, die sich solchen Tests unterzogen haben eine falsche Statik hatten ist unbekannt. Korrekturen finden deshalb auch häufig von außen statt. Tatsache ist aber, dass sich der Mensch im Laufe seine Lebens immer weiter von der Haltung und Beweglichkeit seiner Kindertage entfernt. Wir glauben es und nehmen das gelassen hin. Es wird schon stimmen, denn wir erleben es ja mit zunehmendem Alter!

Das Gehen selbst ist ein großer Kraftaufwand für den Körper. Im Bild sehen Sie einen Laufvorgang. Dabei läuft man immer abwechselnd auf einem Fuß. Mal der rechte, mal der linke. Ein erheblicher Kraftakt, der in der Wirbelsäule, dem Becken und den Füßen abgefangen werden muss. Bei normalem Gehen ist es ähnlich. Die Stöße sind nicht so heftig wie beim Laufen, doch die Belastung ist noch hoch genug. Der Körper ist dazu in der Lage diese Kraft abzufangen. Denn Beine, Becken und Wirbelsäule sind dafür konzipiert. Vorausgesetzt es stimmt die dafür vorgesehene Einstellung, also Statik. Kleinste Fehlbelastungen haben im Laufe der Jahre Folgen. Die Hauptschwerpunkte, deren Belastungen betroffen sind, ist der Bewegungsbereich. Davon betroffen sind die beiden Menisken, das Becken, die Wirbelsäulen und die Füße.

Füsse dienen zur Abfederung des RückensAbfederung in den Füßen

Im Bild sehen Sie die Abfederung von Erschütterungen durch Gehen und Laufen und Bewegung allgemein, die von den Füßen geleistet werden.

1 Abfederung bei Stößen, wie Laufen, Gehen aber auch beim Stehen. Nicht umsonst weisen die Füße innen eine Wölbung auf um genau dieser Abfederung entgegen zu wirken. Mit nassen Füßen kann jeder selbst einen Fußabdruck auf einem Blatt Papier oder dem Boden machen. Sie können so feststellen wie natürlich Ihr Fuß noch ist. Dieser Hohlraum dient zur Abfederung. Stimmt die natürliche Haltung nicht mehr und der Mensch hat seine Haltung verändert, verändert sich auch das Fußgewölbe und senkt sich nach unten, es deformiert. Was nicht sein muss. Auch eine solche Deformation kann auf natürliche Art und Weise aufgehalten und gebessert werden. Je nach Grad der Veränderung.

2 Balance beim Stehen und Abrollung beim Laufen und Gehen. Die Zehen dienen dazu die Körper-Balance mit auszubalancieren. Der Fuß besitzt eine hohe Elastizität und kann beim Gehen und Laufen auch entsprechend abgerollt werden. Fehlbelastungen verändern die Zehen, die sich auch verkrüppeln oder verkrümmen können. Interessant ist, dass besonders Frauen hier eine erhöhte Zehendeformation erfahren, die als Hallux bezeichnet wird und das gesamte Knochengerüst mit verändert. Frauen haben eine stärkere Fehlhaltung als Männer, was genau erklärt, warum mehr Frauen darunter leiden.

Fußdeformationen belasten den gesamten Körper. Die Druckverhältnisse, die im Körper entstehen, sind so immens und können von keiner Einlage oder Schuhen aufgehalten werden. Hier ist jeder einzelne gefordert seine Deformationen SELBST zu stoppen und langsam wieder zurückzubilden. Die Veränderung der Druckverhältnisse durch Fehlhaltung verändern die Muskulatur. Die natürliche Muskelbenutzung verändert sich durch Fehlhaltung. Eine Fehlhaltung verändert zudem auch die verschiedenen Bewegungsabläufe, wozu auch Gehen, Laufen und das Stehen gehören. Zudem Entstehen kleine Verdrehungen in den Gelenken, wozu das Knie, Fuß- und Hüftgelenk zählen.

Bei starken Problemen oder Schmerzen kann es durchaus sein, dass das Gehen neu gelernt werden muss. Es wäre sinnvoll dies schon im Vorfeld zu erlernen und anzuwenden, was wesentlich schneller und einfacher ist, als erst dann, wenn bereits große Schmerzen vorhanden sind oder ein Kniegelenk operiert werden sollte, was im Nachhinein zu einer Unterschenkelamputation führen kann. Ein Kniegelenk kann nur zweimal eingesetzt werden.

Eine Operation kann man immer machen. Sie kann jedenfalls nicht rückgängig gemacht werden. Versuchen Sie es mit einem Training. Falls das nicht hilft, können Sie immer noch operieren.

Letzte Aktualisierung: 06.03.2012 - 01:31 - vor 73 Tagen.
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