Bandscheibenprobleme - was tun?

Bandscheibenprobleme müssen nicht sein und Operationen häufig auch nicht. Die Angst vor Rücken- und /oder Bandscheibenproblemen sind deshalb unnötig. Niemand muss wegen eines Bandscheibenvorfalls seinen Beruf aufgeben oder benötigt eine Umschulung. Die Puffer zwischen den Wirbeln verschieben sich nur durch falsche Beanspruchung der Muskulatur und das auf Jahre hin. Dafür oder dagegen benötigt es keine Gymnastik, Sport oder irgendwelche Geräte.

Unser Körper ist unser wichtigstes Werkzeug. Damit dieses Werkzeug funktioniert müssen wir das Entscheidende dazu beitragen. Sport und Gymnastik gehören nicht primär dazu. Trotz aller Gesundheitsprophylaxen treten dennoch Bandscheibenvorfälle auf. Auf der Suche nach der Ursache belügt man sich selbst und wird belogen? Es kann nur der Job, der Stress, die psychische Belastung sein. WIR machen ja Alles richtig? Oder doch nicht? Woher kommen Bandscheibenvorfälle?

Unsere Wirbelsäule - ein Kraftpaket

Skelett mit Körper von der Seite betrachtetDie wichtigste Kraft-Achse ist unsere Wirbelsäule. Als reines Skelett betrachtet, ohne Muskulatur, hält eine Bandscheibe nicht viel aus. Schon bei über 2 kg Gewicht verformt sie sich und wird instabil. Dies zeigte der Modellversuch von Zippel im Jahre 1993. Dieser Versuch zeigt wie wichtig die Muskulatur ist und zwar die richtige Benutzung der Muskulatur. Eine Bandscheibe kann über die Muskulatur noch im Alter von 70 Jahren 250 kg abfangen. Das müsste bei allen Anforderungen genügen. Jeder weiß, dass er gerade sitzen und sich halten soll. Doch gerade ist nicht gleich gerade. Selbst hiervon gibt es unterschiedlich viele Arten. Die Wirbelsäule ist das Gerüst, die Muskulatur die Stütze. Es ist wichtig, dass die Statik des Gerüstes stimmt, denn nur dann kann die Muskulatur richtig arbeiten. Verspannungen sind nichts anderes als Muskeln, die sich durch Fehlhaltung und falsche Bewegungsmuster anders entwickeln und somit ihre eigentliche Aufgabe nicht erfüllen können und sich über- oder unterproportional entwickeln. Oder man hält spannt Muskeln ständig an, ohne dies zu bemerken. Machen Sie doch den Fingertest.

Die Wirbelsäule besitzt eine leichte S-Form. Diese ist mit einer Metallfeder zu vergleichen. Sie dient der Abfederung beim Gehen, Laufen, Stehen, Heben und bei der Bewegung allgemein. Stimmt die Grundeinstellung nicht, verlagert sich die Belastung enorm. Muskeln können hier nicht mehr wirklich halten und die Bandscheiben werden belastet, verformt und aus ihrer richtigen Lage verschoben. Gerade der heutige Fitnesswahn macht mehr kaputt als gut, mehr falsch als richtig. Man sieht deformierte Körper, die weder schön noch richtig funktionell sind. Die Körperkraft wird nicht natürlich aufgebaut, sondern komplett falsch. Die Beweglichkeit wird eingeschränkt und manche sehen aus wie Kraftmaschinen. Eigentlich sind sie vollkommen ungelenkig und bewegungsstarr und Kraft ist proportional nicht gerade viel vorhanden. Schauen Sie sich dazu eine interessante Dokumentation über eine Aufnahmeprüfung der Sporthochschule in Köln an. Die meisten fallen durch und glauben deshalb, die Anforderungen wären zu hoch. Tatsächlich haben die meisten Jugendlichen Ihre Muskulatur nicht richtig entwickelt. Fehlhaltungen und falsche Bewegungsabläufe führen zu falscher Muskelentwicklung, wodurch die natürliche Körperkraft und der natürliche Bewegungsablauf nicht mehr vorhanden ist und so eine Überanstrengung erfordert. Mit dem heutigen Sportwahn kann man solche Dinge nicht ausgleichen und auch nicht mit Fitnesstraining. Die Anforderungen in dieser Schule liegen bei denen der 10- bis 15-Jährigen. Wenn man sieht, dass junge Leute nicht einmal eine einfache 20m Strecke tauchen können, dann fragt man sich schon, wohin es mit den Generationen weitergeht. Männer mit genügend Muskelpaketen können nicht einmal ein paar Klimmzüge absolvieren. Ein hochinteressantes Video, das Vielen zu denken geben sollte, die glauben es kommt nur darauf an, dass man Sport macht und nicht wie. Auch die Kommentare der Prüfer sind wichtig, denn sie erkennen die Fehlentwicklung der Muskulatur, was sich natürlich auf die Leistung auswirkt. Es gab in dieser Dokumentation nur einen einzigen, der ohne Schwierigkeiten alle Aufgaben gemeistert hat. Das ist eigentlich normal, doch das Niveau wird aus Sicht der Prüfer von Jahr zu Jahr schlechter.

Doch zurück zur Wirbelsäule. Allein beim Gehen muss die Wirbelsäule jeden Schritt abfedern. Jeder Schritt bedeutet eine Erschütterung, die die Bandscheiben über die Muskeln abfedern müssen. Die Belastung dazu ist enorm, aber dafür ist der Körper ausgerichtet und kann es gut ausgleichen. Beim Gehen und Laufen muss der Körper ständig Balance halten, denn er geht bei jedem Schritt immer auf einem Bein. Stimmt dabei die Grundstatik nicht, entstehen weitreichende Symptome und körperliche Beeinträchtigungen. Mit Gewichttraining kann man solche Probleme nicht beseitigen, sondern erst recht verstärken. Es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern wie man es macht.

Muskeln, auch die vielzitierten Rückenmuskeln, bauen sich durch das "Richtig-Machen" von alleine auf. Diese muss man nicht trainieren um Körperkraft zu bekommen. Nichts muss man trainieren um den Körper zu modellieren. Die richtige Haltung ist wichtig und der richtige Bewegungsablauf. Wer 10 Jahre Kohlen trägt und Rückenprobleme bekommt, der macht etwas falsch. Er hat seinen Körper falsch belastet. Wer 10 Jahre Kohlen trägt und keinerlei Rückenprobleme hat, der macht alles richtig. So muss es sein und nicht anders.

Nicht die Arbeit schadet dem Rücken und auch nicht das lange Sitzen im Büro. Es ist die Fehlhaltung und Fehlbewegung. Ich bin Jahrgang 1959 und habe eine große natürliche Körperkraft, die ich auch immer wieder im Training demonstrieren, worüber die meisten doch sehr verwundert sind. Die Kraft muss ich nicht trainieren, sondern kann sie jederzeit benutzen, ohne Sporttraining, ohne Warm machen, einfach so. Können Sie das auch? Die meisten Frauen haben schon einen Horror vor 9 kg Wasserflaschen heben. Immer wieder stelle ich fest wie Frauen zwar ins Fitnesscenter gehen, und glauben ihre Muskeln zu stärken und zu trainieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Rückenmuskeln, die eigentlich aufgebaut werden sollen, werden abgebaut, weil man es falsch macht. Kraft ist dann nicht vorhanden. Die meisten, darunter auch Männer, sind sehr erstaunt, wenn sie nur mit den Händen einmal fühlen was Rückenmuskeln sind und wie sie arbeiten. Wohlgemerkt in der Praxis, nicht in der Theorie oder irgendeinem Gerät, das Rückenmuskeln aufbauen soll. Ich mache es vor, ohne Sport zu machen und viele können das nicht, haben es verlernt. Meine Muskeln sind gut ausgeprägt ohne jeglichen Sport und entsprechend ausgeprägt ist meine Körperkraft. Das nur deshalb, weil ich die Muskeln benutze und das tagtäglich und sie sich deshalb automatisch aufbauen.

Geld zu machen ist aber nur mit Geräten und faulen Versprechungen, von Menschen, die es selber nicht besser können und wissen. Wer weiß WIE es geht, an dem kann man nichts mehr verdienen.

wenn es dann aber um echte Kraft geht, dann versagen sie. Auch Männer haben damit Schwierigkeiten. Die Technik stimmt nicht. Kraft hat nichts damit zu tun, wie gewaltig ein Körper aussieht. Kraft findet im Körper statt durch richtige Benutzung der Muskulatur.

Letzte Aktualisierung: 11.12.2011 - 12:22 - vor 74 Tagen.
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