Rückenmuskeln bauen sich automatisch auf

Ein starker Rücken entsteht durch natürliche Bewegung. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie 10 Std. am Tag sitzen oder körperlich schwer arbeiten. Rückenmuskeln bauen sich ständig und immer auf. Nur richtig sollte man es machen und das heißt: Nicht Muskeln aufbauen, sondern Muskeln benutzen.

Rückenmuskeln bewegen sich ständig, tagein, tagaus, von morgens bis abends. Egal wie ihre berufliche Tätigkeit aussieht auch hier werden Rückenmuskeln benutzt und aufgebaut, sofern Sie es richtig machen. Allein das Aufstehen morgens bedeutet einen Kraftakt für den Rücken. Hinzu kommt das Zähne putzen, eine Tasse Kaffee halten, Türen öffnen, der Gang zur Toilette, das Sitzen auf einem Stuhl und die Bewegung auf einem Stuhl. Das hört sich banal an? Beileibe nicht. Diese einfachen Tätigkeiten kann jemand, der solche Schmerzen hat, dass er sich nicht mehr bewegen kann, nicht mehr ausführen. Selbst kleine Bewegungen sind nicht möglich. Ich hatte solche Schmerzen und weiß genau wovon ich schreibe. Keine Bewegung ist möglich, kein Arm heben, nichts geht mehr.

Wir haben unsere Hanteln den ganzen Tag bei uns. Allein die Arme wiegen je ca. 2,5kg und es benötigt Kraft um sie zu heben. Zum richtigen Heben der Arme werden normalerweise die Rückenmuskeln aktiviert. Leider gibt es viele Menschen, bei denen sich diese Muskeln nicht mit bewegen. Sie benutzen ihren Rückenmuskeln einfach nicht und so verkümmern sie. Egal, welche Tätigkeit man mit diesen falschen Bewegunsabläufen nun ausführt, früher oder später entstehen Bandscheibenprobleme und Schmerzen. Selbst jahrelanges Training in unterschiedlichen Institutionen zeigten bei vielen Teilnehmern äußerst wenig Rückenmuskeln. Dabei hätten sie nur "hinfühlen" müssen um es festzustellen.

Kraft ohne Angst und Schmerzen

Ich mache keinen Sport, habe aber dennoch genügend Körperkraft. Die kommt aber nicht von ungefähr, sondern entsteht automatisch durch richtige Haltung und Bewegung. Trotz meines "Nichtsports" bin ich in der Lage, schwere Lasten zu heben. So kann es schon mal vorkommen, dass ich eine Frau, sofern ich sie umfassen kann, aus dem Stuhl hochzuhebe, zum Erstaunen Aller. Mit meinen Jahrgang 1959 für viele unfassbar. Früher hätte ich mir das nicht zugemutet, heute mache ich es ab und zu aus Spaß. Das ganze geschieht über Technik und meine Rückenmuskeln, die entsprechend entwickelt sind. Sie bauen sich täglich auf, obwohl ich keinen Sport betreibe.

Auch meine Gelenkigkeit und Beweglichkeit der Wirbelsäule sind optimal, auch ohne Gymnastik. So sollte es sein, alles andere ist eine Fehlhaltung mit falschen Bewegungsabläufen.

Trotz Krafttraining keine richtige Kraft

Besonders Frauen sind häufig körperlich sehr schwach. Schon beim Wasser holen im Supermarkt sind die 9 kg von 6 Flaschen mit je 1,5 kg zu schwer. Das Hochhiefen aufs Laufband ist für viele schon ein Kraftakt und man sieht es ihnen an. Kein Wunder, wenn sich zu diesem Schwächeakt mit der Zeit noch Schwäche im Handgelenk und Schulterprobleme hinzugesellen. Das Krafttraining bewirkt bei solcher Fehlbenutzung der Muskulatur wenig. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn durch den erhöhten Kraftaufwand vermindert sich die Kraft und entwickelt an den falschen Stellen unschöne Pölsterchen. Besonders die Oberarme werden unproportional entwickelt und schwabbeln. Die Handgelenke werden immer schwächer statt stärker und die Finger ungelenker. Solche Veränderungen benötigen aber Monate oder Jahre, bis man sie richtig bemerkt. Dann ist es zwar nicht zu spät, aber es benötigt doch einiges an Zeit um die falschen Gewohnheiten wieder umzutrainieren.

Viele Frauen haben kein Gefühl für Ihren Körper und ihre eigene Körperkraft. Sie trauen sich nicht viel zu und glauben Kraft bekommt man im Fitnesscenter, aber nicht zu Hause. Dabei sind alle Muskeln vorhanden, nur werden sie nicht wirklich benutzt. Viele Muskeln sind unterentwickelt und liegen brach und so werden anderen Muskeln verwendet, die eine unnötige Kraftanstrengung bedeuten. Mittels technischer Übungen, ohne Geräte, kann jede Frau und jeder Mann seine Körperkraft aufbauen und erheblich steigern. Das erfordert in erster Linie Konzentration und die Beherrschung des Körpers. Man muss sich anfangs bei kleinen Tätigkeiten konzentrieren und mittels Technik die richtigen Muskeln benutzen um sie so zu aktivieren. Erst dann bauen sie sich auf und zwar ziemlich schnell. Der Körper besitzt eine hohe Regenerationsphase und richtig umgesetzt greifen die technischen Übungen recht schnell.

Ein leichtes Unterfangen ist es aber nicht, da neue Bewegungsabläufe, neue Muskelkontrollen trainiert und in den Alltag integriert werden sollten. Selbst einfache Dinge, wie eine Tasse Kaffee hochheben baut dann die Rückenmuskeln auf, sofern die richtigen Techniken dafür verwendet werden.

Es ist ein recht spannendes und interessantes Unterfangen seinen Körper nicht nur neu kennenzulernen, sondern überhaupt kennenzulernen. Den Körper zu beherrschen erfordert eine hohe Konzentration und echte Muskellockerheit ist mehr als Meditation und Entspannung. Viele sind in ihrer vermeintlichen Entspannung hochverspannt und verwechseln auftretende Körperereignisse mit Entspannung. Dies konnte ich immer wieder in der Praxis bei unterschiedlichen Menschen feststellen. Das Alter spielt keine Rolle, es ist die Grundanspannung, die bei jedem Menschen anders ist.

Wer bei Bewegungen seine Rückenmuskeln spürt und andere Muskeln dabei locker lässt und diese auch spürt, der lernt seinen Körper kennen und kann seine Körperkraft auch entsprechend benutzen.

Letzte Aktualisierung: 06.03.2012 - 02:06 - vor 73 Tagen.
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