Es gibt verschiedene Formen und Auswirkungen von Ängsten. Ob Sie berechtigt sind oder nicht, liegt an der Situation. In einer todesähnlichen Situation, sind Ängste normal. Diese erlebt man aber heutzutage selten, denn die Kriegszeiten sind vorbei, mit täglichen Lebens- und Todesängsten. In unserer heutigen Zeit, sind viele Ängste hausgemacht und müssen nicht sein.
Jeder ist für sich selbst verantwortlich und auch für seine körperlichen Symptome, wozu auch Ängste und Panikattacken zählen. Platzangst in engen Räumen oder Fahrstühlen, oder Angst vor Spinnentieren haben immer dieselbe Ursache. Es stockt der Atem, die Schweißproduktion setzt ein und das Herz schlägt bis zum Hals. Man hat das Gefühl von Enge in der Brust, bekommt fast keine Luft. Die Angst macht sich breit. Doch diese Reaktionen können auch bei anderen Ereignissen auftreten und dann empfindet man sie als positiv. Man ist frisch verliebt und hat "Schmetterlinge im Bauch". - Man trifft sein Idol und bekommt vor Aufregung keinen Ton heraus. Lampenfieber hat auch eine ähnliche Wirkung. Eine Fahrt mit der Achterbahn usw.
Man ist in jedem genannten Zustand angespannt. Anspannung empfindet man nur über die Körpervorgänge und nicht im Hirn. Schon der Satz: "Ich bin gespannt.", zeigt, dass eine gewisse Anspannung vorhanden ist, die über die Muskulatur stattfindet. Neugierde gehört mit dazu.
Wird der Zustand der Anspannung als negativ empfunden, verspannt man sich noch weiter, ohne dies überhaupt zu bemerken. Solche Dinge zu kontrollieren lernen bedeutet, sie im Griff zu haben und unter Kontrolle zu bringen.
Das gezielte Wissen darum, seine unnötigen Panikattacken in den Griff zu bekommen ist kein Hexenwerk. Jeder Mensch ist anders und zu den üblichen Körperattacken gesellen sich noch weitere Muskelanspannungen hinzu. Dazu zählen Verspannungen im Schulter- und im Nackenbereich. Andere Anspannungen geschehen im Bauch- und Unterleibsbereich, weshalb auch häufig Magen- und Darmprobleme einhergehen mit Durchfall oder Verstopfung. Was man ebenfalls selbst in den Griff bekommen kann ohne jegliche Medikamente oder andere Hilfsmittel. Daraus resultieren weitere Symptome wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Migräne, Augenschmerzen, Flimmern vor den Augen und weitere. Alle diese Symptome haben nur eine Ursache: muskuläre Anspannungen, die teilweise das Gehirn kurzfristig unterversorgen und solch typische Symptome auslösen, die weit über Panik und Angstattacken hinausgehen und bis zur Ohnmacht führen können Wer hat nicht schon im Fernsehen darüber gelacht, wenn lustige Videos gezeigt werden und mal wieder ein Bräutigam vor dem Altar bewusstlos umfällt.
Nach solchen Verspannungsattacken ist man hinterher ziemlich erschöpft und ausgelaugt. Auch nachfolgende Erkältungskrankheiten zeigen, wie stark der Körper durch diese kurzfristig starke Anspannung eigentlich belastet ist. Auch Menschen, die kurzfristig unter großer Anspannung stehen zeigen solche Körperreaktionen, denn diese sind keine Seltenheit und treten häufig auf.
Ängste, Panik & Hilfe
Pawlowsche Konditionierung
Er entdeckte, dass ein bestimmter Reiz eine körperliche Reaktion auslöst. Seine Idee testete er mit Hunden. Igor Pawlow
Bei Angst reagieren auch entsprechende Körperfunktionen und daher ist es schwierig sie vor einem Kind zu verbergen. Kinder spüren viel besser als Erwachsene, was in einem anderen vor sich geht, wie er sich bewegt und verhält. Sie sind die eigentlichen Psychologen. Körperlich locker und absolut aufmerksam. Das ganze hat nur einen Nachteil, dass Kinder nachahmen. Nur durch Nachahmung lernt man. Das ist zwar völlig normal, doch wird auch oftmals hierfür der Grundstein für Ängste, Panik und Panikattacken gelegt. Kinder ahmen wertfrei nach.
Eine ängstliche Mutter verhält sich ihrem Kind gegenüber auch so. Sie zeigt nicht nur in einem Bereich ein ängstliches Verhalten, sondern in vielen Bereichen. Ihr Denken ist von Angst geprägt. Angst bedeutet eigentlich, dass man sich Dinge nicht zutraut und irgendetwas befürchtet. Die meiste Angst resultiert nicht aus der Erfahrung, sondern aus einer Nicht-Erfahrung, wiederum von der eigenen Mutter oder dem Vater übernommen und nur imitiert.
Wer Angst vor Spinnen hat, dem hat wohl noch keine Spinne etwas getan und es gab sicher auch kein <<Spinnentrauma>>. Nein, es bestand größtenteils nie Kontakt mit einer Spinne, lediglich die Angst davor. Doch wovor eigentlich? Vor Nichts? Unsere Spinnen tun nämlich nur Fliegen etwas zu Leide, aber keinem Menschen.
Letzte Aktualisierung: 06.03.2012 - 00:49 - vor 73 Tagen.